Test
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12.05.2017

IGS Audio Rubber Bands 500 Test

Passiver Equalizer für APIs Series 500

Gummibänder für die Lunchbox

Der IGS Rubber Bands 500 bietet sich als Mono-Modul für das 500er- System für Einzelsignale an. Er ist zwar nach dem Prinzip eines Pultec EQP-1A aufgebaut, kommt aber im Unterschied zu seinem 19"-Bruder ohne Röhren aus. Aus dem Pultec-Design ergeben sich limitierte, aber sehr praxisnahe Möglichkeiten der Klangveränderung von Präsenzanhebung über Beschneidung bis zu kreativere Lösungen wie gleichzeitiges Anheben und Absenken des selben Bandes, was wegen der Phasenverschiebung ein Mittenloch erzeugt, das in etwa so wirkt wie die Loudness-Taste bei HiFi-Verstärkern.

Details

Passiver EQ – was ist das eigentlich?

Die Klangformung wird beim Rubber Bands 500 mit passiven Bauteilen (Spulen) realisiert und der daraus entstehende Pegelabfall mit einem nachgeschalteten Verstärker kompensiert. Diese Bauweise führt zu typischen Merkmalen, die einen passiven EQ normalerweise auszeichnen. Anhebungen, gerade im Höhenbereich, sind auch bei drastischen Einstellungen noch angenehm und wirken in der Regel nicht aufdringlich. Der Klang bleibt offen und wird nicht verdichtet. Und da bei den klassischen Geräten dieser Bauart Röhrenstufen als Aufholverstärker verbaut wurden, kommen die Nebeneffekte von Röhren und Übertragern dazu, die mit ihrer Sättigung oft erst für den typischen Sound sorgen..

Die Nähe zum Pultec-EQ

Die Firma Pulse Techniques, kurz Pultec, baute ihre passiven EQs zunächst ganz ohne Verstärker, dann mit Röhrenverstärker, später mit einer API-Transistorstufe. Der bekannteste Pultec, der EQP-1A, dient als Vorlage für den Rubber Bands. Die Zugriffsmöglichkeiten entsprechen dann auch, wie oben schon erwähnt, denen des Klassikers, mit einer etwas erweiterten Frequenzpalette. Der RB500 ist zwar passiv, aber mit Transistoren aufgebaut. Quasi als Ausgleich dafür sitzen zwei hochwertige Übertrager im Signalweg. 

Auf der Oberfläche drängeln sich die selben Bedienelemente wie beim klassischen Pultec: High Cut und High Boost mit getrennt regelbarem Zugriffspunkt, Filtergüte des High Boost, darunter Low Boost und Low Cut, die sich einen Frequenzwahlregler teilen. Insgesamt macht der Equalizer einen soliden Eindruck und wirkt so wertig, wie das in einem 500er-Gehäuse eben möglich ist. Zu diesem Eindruck trägt auch das relativ hohe Gewicht sicher etwas bei.


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