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Test
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26.02.2020

Hexloops XSub 808 Edition Test

Freeware Bass Plugin für Win und Mac

Der 808-Mythos lebt weiter

Wer elektronische Musik produziert, braucht 808-Sounds. Der Ruhm der berühmtesten Drum-Maschine der Welt und deren Erfolgsgeschichte sind ausreichend dokumentiert. Dementsprechend hoch sind auch die Preise für die heute noch erhältlichen Originale.

Wer sich auch keinen Nachbau, wie zum Beispiel den von Behringer, leisten kann oder will, braucht eine Softwarelösung, wie sie Hexloops jetzt mit der XSub 808 Edition anbietet. Beim Freeware-VST liegt der Fokus auf den Basssounds des Originals.

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Details & Praxis

Allgemeines

Auf der Seite des Herstellers findet sich ein MediaFire-Link, über den sich XSub 808 Edition herunterladen lässt. Man erhält daraufhin eine gepackte Datei mit 426 MB. Darin befinden sich sowohl die PC- als auch die Mac-Version. Bei beiden Betriebssystemen muss aber nichts installiert werden: Man packt die Dateien lediglich in den entsprechenden VST-Ordner.   

Für Windows (32- und 64-Bit) wie auch für MacOS (nur 64-Bit) gibt es XSub 808 Edition nur im VST-Format.

GUI und Konzept

Die Optik von XSub 808 Edition ist modern und sieht wirklich ansprechend aus. Ganz oben in einer Art Display wählt man den Sound aus. Das geschieht entweder über die Pfeiltasten oder über das Content-Menü, das sich öffnet, indem man auf den Namen des Presets klickt. Dort finden wir auch die ADSR-Controls, die gerade für Basssounds besonders wichtig sind, um sie perfekt an die Drums anzupassen. Rechts davon gibt es LFO-Controls für Rate und Depth.

In der Mitte des GUIs prangen drei Drehregler. Über den großen roten regelt man den Gain, direkt darüber befinden sich einer für Balance und einer für Reverb. Genau wie bei anderen Plugins frage ich mich auch hier, welchen Sinn das macht. Man wird mit ziemlicher Sicherheit niemals den Bass in einem Trap-Track nach links pannen oder ihn mit Hall versehen.   

Ganz unten finden wir noch ein Keyboard mit zwei Oktaven Umfang, über die sich die Sounds anspielen lassen. Das ist einfach unbezahlbar, falls man keinen externen MIDI-Controller angeschlossen hat und erleichtert einem in so einem Fall das Leben sehr.

Sound

In Beispiel 1 habe ich zu einem Drum-Groove einen klassischen Sub-Bass eingespielt. Dieser verzerrt leicht und bietet runde und wirklich satte Tiefen. Alles unter 20 Hz habe ich mit einem EQ leicht abgedämpft.

Beispiel 2 ist wieder ein echt fetter Basssound. Bei diesem Preset schwingt zusätzlich aber noch ein sehr hohes Klirren mit. Das macht den Sound nicht nur interessant, es lässt ihn sich durch die hohen Frequenzen auch besser in einem Mix durchsetzen.  

Das Preset aus Beispiel 3 ist dann eher aus der Kategorie Experimentelles. Man hört sehr viel Distortion und durch die vielen Obertöne ist der Sound auch im mittleren Bereich sehr klar. Außerdem gibt es eine Art Delay-Effekt am Ende jedes Tones.

Fazit

XSub 808 Edition von Hexloops ist ein super 808-Tool, das in Form und Inhalt an X-Eight von Thenatan erinnert. Das gibt es nämlich ebenfalls in einer Freeware-Version. XSub ist besonders für härtere Musikstile geeignet und bietet 36 teils sehr charakterstarke Sounds. Die ADSR-Controls ermöglichen die volle Kontrolle über jeden Sound – das ist bei moderner elektronischer Musik sehr wichtig. XSub spart mit seinen Presets außerdem viel Zeit im Produktionsprozess.

  • Pro
  • coole Presets mit viel Charakter
  • spart Zeit bei der Musikproduktion
  • übersichtliches GUI
  • Contra
  • kein Contra
  • Features
  • 36 Presets
  • ADSR-Controls
  • Regler für Gain, Balance und Reverb
  • ein LFO
  • Preis
  • kostenlos

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