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14.10.2016

Hercules DJControl Instinct P8 Test

DJ-Controller

Alle Macht der 8?

Die Hercules DJControl-Instinct-Serie begrüßt mit dem P8 ihren jüngsten Familienzuwachs, einen Zweikanal-DJ-Controller mit integriertem USB-Audiointerface, Jogwheels und multifunktionalen Performance-Pads. Basierend auf dem kompakten Design und Layout der Geschwistermodelle, wendet sich der P8 an Einsteiger und Hobby-DJs. Für 119 Euro bringt er sogar die DJ-Software Djuced 40° und ein Loopmasters Sample-Pack mit, sodass der neue Besitzer sofort loslegen kann. Ein gelungenes Bundle?

Details

DJ Control Instinct P8 ist ein kompakter, leichter Controller, das wird schon klar, wenn man, den Karton in den Händen, ans Auspacken geht. Die Kommandozentrale bringt ein Lebendgewicht von 1300 Gramm ohne Kabel bei Maßen von 26,5 x 18,7 x 4,8 Zentimetern auf die Waage. Leicht genug fürs Handgepäck und hinreichend schmal für die Messenger-Tasche, wenn es mit Bus, Bahn, Bike oder zu Fuß zu Freunden geht, um die WG-Party oder Studentenbude zu rocken. Dabei wirkt das aus Kunststoff gefertigte Controller-Gehäuse recht stabil, die Bedienelemente geben in Anbetracht des Preises keinen Anlass zur Kritik. Dass der Geselle nichts für den (semi)professionellen Einsatz ist, sollte klar sein.

Aus dem Paket schälen sich Garantie-Hinweise und ein Quickstart-Guide sowie ein 1,5 Meter langes USB-Kabel. Schnittstellen zur Außenwelt bringt P8 in Form eines rückseitigen Stereo-Cinch-Ausgangs für die Anlage oder Desktop-Boxen und eines seitlichen Stereo-Miniklinkenausgangs für den Kopfhörer mit. Der Rechner wird via Mini-USB eingebunden.

Auf der Oberfläche erfasst das Auge zuerst die knallbunten, rund 75 Millimeter im Innendurchmesser betragenden Jogwheels mit Button-Funktion. Weiter südlich zu finden: pro Seite eine vertikale Transportsektion (quasi CDJ-like in eckig) mit statusbeleuchteten Play-, Cue- und Sync-Tasten. Gegenüber liegt ein griffiger Loop/Filter-Encoder. Vier Performance-Pads feuern Loops, FX, Samples und Cues ab. Mit 16 Millimetern Kantenlänge sind diese etwas kleiner geraten als bei Numark, Pioneer und NI. Dennoch erfüllen sie ihre Aufgabe, auch wenn sie nicht so taktil daherkommen und auf Anschlagsdynamik verzichten. Den Betriebsmodus zeigen beleuchtete Lettern direkt darüber an. Das gefällt und sorgt für Übersicht.

Gemischt wird mittels Zweikanal-Mixer, der Cross- und Line-Fader, Vorhörtaste sowie Dreiband-EQs besitzt. Ebenfalls zugegen: die Scratch-Taste zur Umschaltung der Jogwheel-Funktion und die Mode-Taste für die Performance-Pads. Drüber sitzt die Navigation in Form eines Browser-Encoders und Ladetasten. Klassisch. Nur die Plus-Minus-Tasten zur Lautstärkeregelung des Kopfhörers sind nicht mein Fall, aber auch keinen Minuspunkt wert.

Was die Software angeht, setzt Hercules beim P8 auf das eigene Djuced 40°, das kostenlos von der Website geladen werden darf. On-Top gibt es ein paar Samples aus dem Loopmaster-Fundus. Weiterhin sind neben Treibern, Handbüchern und Datenblättern einige Tutorial-Videos zu finden, die beim Einstieg in Hard- und Software behilflich sind. Selbst an Mappings für die Platzhirschen Virtual DJ und Traktor wurde gedacht. Das ist ein Sonderlob wert. 

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