Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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05.09.2012

Harley Benton Vintage Overdrive Test

Overdrive-Pedal

Legendenkiller

Neben einer Vielzahl von Instrumenten und Verstärkern vertreibt das Musikhaus Thomann unter dem Namen Harley Benton auch eine stattliche Anzahl an Bodeneffekten. Einige von ihnen hatten wir bereits auf dem Prüfstand und nicht wenige sorgten dabei für positive Überraschungen. Vor allem Verzerrer konnten dabei durch ihre Qualität bei erstaunlich niedrigen Preisen überzeugen.

Nicht selten erfahren wir bei bonedo, dass ein niedriger Preis nicht automatisch mit der Qualität eines Testkandidaten verknüpft sein muss. Und für einen Tester ist es immer wieder ein Fest, wenn ein vermeintlicher Underdog das Feld von hinten aufrollt. Mit dem Harley Benton Vintage Overdrive stellt sich ein weiterer Spross der Verzerrerfamilie zum Test, und wer weiß, vielleicht kann auch er mit Überraschungen aufwarten.

DETAILS

Die Elektronik des Vintage Overdrive steckt in einem handlichen stabilen Gussgehäuse in den bekannten MXR-Maßen. Bis auf die schwarze Unterseite mit dem abgeteilten Batteriefach ist das Pedal apfelgrün lackiert. Nach dem Abschrauben der Bodenplatte offenbart sich eine saubere Verarbeitung. Zumindest gilt das, so weit das Auge reicht, denn sämtliche Bauteile befinden sich auf der entgegengesetzten Seite der Platine, auf der auch die Potis aufgelötet sind, die ihrerseits das gesamte Innenleben in Position halten. Die rein mechanische Verarbeitung des Vintage Overdrive kann man als makellos bezeichnen und man kratzt sich verwundert am Kopf und stellt sich die Frage, wie es überhaupt möglich ist, ein Pedal für so wenig Geld herzustellen und zu vertreiben.

Betrachtet man das Gerät aus der Vogelperspektive, stechen die drei gelben Regler ins Auge. Sie sind farblich zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schließlich sollen sie keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern klanglich überzeugen. Zur Klangverbiegung stehen dem Benutzer die drei Regler Drive, Tone und Volume zur Verfügung, eine Konstellation, die wohl jeder kennt, schließlich sind die meisten Verzerrerpedale genau so bestückt.

Drive steuert den Verzerrungsgrad während Volume für die Ausgangslautstärke des Pedals zuständig ist. Der Tonregler macht den Sound beim Aufdrehen dünner und höhenreicher und beim Zurückdrehen dumpfer.

Mit dem Fußschalter wird das Pedal geschaltet, wobei eine kleine LED Auskunft darüber gibt, ob es gerade aktiv ist oder nicht. Der Vintage Overdrive ist übrigens mit einem True-Bypass ausgestattet, was bei vielen Pedalherstellern mittlerweile zum guten Ton gehört. Bleiben noch die seitlich angebrachten Ein- und Ausgänge sowie der Anschluss für das 9-Volt-Netzteil auf der Stirnseite.

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