Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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20.05.2017

Praxis

Jetzt geht es ans Eingemachte und der Dual Looper wird erst einmal zur Klangqualität getestet. Hierfür habe ich das Pedal vor meinen verzerrt eingestellten Marshall Plexi geschaltet, der klangliche und Pegel-Abweichungen durch das Pedal sehr feinfühlig wiedergibt. Ihr hört drei unterschiedliche Beispiele, einmal die Gitarre direkt in den Amp, dann mit zwischengeschaltetem Pedal und beim dritten Beispiel hört ihr das Riff aufgenommen und mit dem Looper abgespielt.

Wenn das Pedal angeschlossen wird, dann gehen einige tiefe Mitten flöten, das ist allerdings noch im verschmerzbaren Bereich, auch beim aufgenommenen Loop-Sound bleibt das Signal stabil. Die Klangqualität liegt allerdings etwas unter der preislich höher angesiedelter Looper wie zum Beispiel dem TC Electronic Ditto. Aber es wäre auch nicht fair, bei der gegebenen Preiskalkulation Wunder zu erwarten.

Als nächstes werfen wir ein Ohr auf die Effektsektion. Mit der Speed-Funktion kann der aufgenommene Loop in unterschiedlichem Tempo abgespielt werden. Dabei wird allerdings auch die Tonhöhe mit nach oben bzw. nach unten verschoben. Es gibt zehn unterschiedliche Einstellmöglichkeiten, drei mit schnellerem Tempo und sieben Varianten mit langsamerer Geschwindigkeit. Die klangliche Qualität von Tempo und Pitch-Shifting ist in Ordnung. Allerdings liegt das Tuning bei manchen Varianten nicht genau auf den Halbtönen und es wird schwierig, mit der Gitarre live darüber zu spielen. Für Übungszwecke, zum Beispiel um bestimmte Passagen aus einem Song zum Raushören langsamer abzuspielen, wäre eine konstante Tonhöhe natürlich besser. Der Reverse-Effekt kann ebenfalls mit dem rechten Fußschalter aktiviert werden und sobald das der Fall ist, wird der Loop an der momentanen Stelle rückwärts abgespielt. Drückt man den FX-Schalter erneut, dann läuft der Loop an der gerade erreichten Stelle wieder vorwärts ab.

Bei der Live Performance muss man in Verbindung mit den Effekten leichte Abstriche in punkto Fußbedienung machen, denn mit zwei Schaltern ist man etwas limitiert. Sollen die Speed-Effekte benutzt werden, dann fehlt der Stop-Schalter für punktgenaues Loop-Stoppen, das geschieht durch Doppeltritt auf den linken Schalter. Will man den Reverse-Effekt mal schnell nach dem Einspielen des Loops abfeuern, dann muss erst der linke Kippschalter auf Reverse umgelegt werden und dann kann mit dem rechten Fußschalter wiederum der Effekt aktiviert werden, denn ein Loop kann nur im Change oder Forward Mode aufgenommen werden. Die Schalter selbst machen einen guten Eindruck, sie sind leichtgängig und man kann den Loop recht gut beim Aufnehmen starten und vor allem das Ende der Schleife punktgenau setzen. Klangliche Aussetzer beim Übergang vom Ende zum Anfang des Loops gibt es auch nicht.

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