Gitarre Hersteller_Hamstead_Soundworks
Test
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09.10.2021

Praxis

Für die folgenden Beispiele parke ich das Comet Interstellar Driver Pedal vor einen Marshall JVM 410 und führe das Boxensignal des Verstärkers in eine Universal Audio OX Box, in der ich eine 4x12" Box mit Vintage 30 Speakern ausgewählt habe. Wie immer wurden die Beispiele nicht weiter im Klang bearbeitet.

Zuerst hängt eine Telecaster am Amp und ist ohne Pedal zu hören.

In den folgenden Beispielen drehe ich am Gain-Regler, den ich von der 9 Uhr zur Mittel- und abschließend in die Maximalstellung bringe.
Das erste Beispiel spiele ich in der EQ > DRV Position des Kippschalters, das zweite dann in der DRV > EQ-Stellung.

In der EQ > DRV-Stellung des EQ-DRV-Schalters kommt auch bei höheren Gain-Settings ein Amp Style Drive zustande, der auf dem gesamten Regelweg des Gain-Reglers sehr natürlich agiert und eine harmonische Zerre erzeugt.

Bei DRV > EQ wird der Klang bei höheren Gain-Settings etwas undifferenziert und in den tiefen Frequenzen verwaschen, was für einen Fuzz-ähnlichen Ton sorgt.

Weiter geht es mit einer Les Paul. Hier ist jedes Beispiel mit den beiden unterschiedlichen Positionierungen des EQ Drive-Schalters zu hören.Die jeweilige Stellung des Schalters und der Regler lässt sich anhand der Beschriftung des Audiofiles ablesen. Zuerst ist der EQ deaktiviert, im zweiten Durchgang schalte ich ihn dann für den direkten Vergleich ein.

Auch hier ist der Unterschied gut herauszuhören, der EQ geht recht behutsam, aber deutlich vernehmbar an die Arbeit und hinterlässt seine klanglichen Spuren. Eine Arbeitsweise, die ich als sehr praktikabel empfinde, denn je nach Stellung des EQ Drive-Schalters kommen unterschiedliche Klangcharakteristiken zustande, die das Einsatzgebiet des Pedals erhöhen und es so zu einem Allrounder machen, der wirklich überzeugende Resultate generiert.

Jetzt möchte ich herausfinden, wie sich der Volume-Regler bemerkbar macht. Dazu positioniere ich ihn im ersten Durchgang wie gehabt in der Mittelposition, im zweiten drehe ich ihn dann ganz auf und "überfahre" den Input des Marshalls.

Hier ist der Unterschied deutlich herauszuhören. In der EQ > DRV Position des EQ Drive Switch liefert das Pedal in der Mittelstellung des Gain-Reglers wesentlich mehr Zerre als bei DRV > EQ und auch voll aufgedreht kommt ein Fuzz-artiger Klang zustande, wohingegen es in der DRV > EQ-Stellung eher harmonischer und natürlicher zugeht.

Für die nächsten Beispiele entferne ich die Bodenplatte des Comet Overdrive und schalte den High-Gain-Schalter im Inneren im zweiten Durchgang jeweils in die High-Gain-Stellung. Auch hier spiele ich wieder beide Positionen des EQ Drive-Schalters an.

Im ersten Beispiel und EQ > DRV erzeugt das Pedal deutlich mehr Zerre als in der DRV > EQ-Stellung und beweist eindrucksvoll, wozu das Comet Overdrive in der Lage ist. Schade nur, dass sich der Schalter im Inneren des Pedals befindet und nicht als weitere kleine Option auf der Oberseite - Platz genug wäre.

Fehlt eigentlich nur noch ein Beispiel des ebenfalls im Inneren verbauten High-Cut-Reglers. Im ersten Durchgang drehe ich ihn in die Minimal-, dann in die Maximalstellung.

Auch dieser Regler zeigt sich ausgesprochen wirkungsvoll und sollte leichter zugänglich platziert sein, denn je nach angeschlossenem Instrument macht es durchaus Sinn, diesen zur Optimierung des Sounds zu verwenden. Selbst in den Extremeinstellungen liefert das Pedal mehr als brauchbare Klänge!

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