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Test
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08.10.2016

Guild F-1512E Test

12-saitige Westerngitarre

Klangvolle Alternative

Guild F-512 hieß das Jumbo-Zwölfsaitermodell, das die amerikanische Gitarrenmanufaktur 1968 vorstellte, und das in die Geschichte der Westerngitarren eingehen sollte. Nicht zuletzt durch viele prominente User wie Pete Townshend oder auch Queens Brian May, der diese Jumbo sowie die F-412 auf dem Queen-Klassiker "´39" einsetzte, gewann diese Gitarre Kultstatus - allerdings hat dieses in den USA gefertigte Modell auch seinen Preis.

Mit der F-1512 ist allerdings auch eine Version erhältlich, die in China hergestellt wird und deutlich eher auf ein musikergerechtes Budget zugeschnitten ist. Die Gitarre gibt es ohne Pickupsystem, wir haben uns für diesen Test aber für die F-1512E entschieden, die mit einem Fishman Sonitone System ausgestattet ist.

Details

Korpus

Die F-1512E präsentiert sich mit einem mit Polyurethan lackierten Jumbokorpus, dessen Decke aus Sitka-Fichte und Zargen sowie Boden aus Indischem Palisander gefertigt sind. Die Zargen garniert ein sehr schönes, elfenbein-weißes Kunststoffbinding, das sich mit feinen schwarzen Linien zur Decke abgrenzt. Rein optisch ist alles an der Gitarre perfekt verarbeitet und macht einen edlen Eindruck.

Eine ebenfalls schwarz-elfenbeinfarbige Perlmutt-Rosette umfasst das Schallloch, unterhalb findet sich ein Schlagbrett im Schildpatt-Look. Die Decke wurde mit einem "Scalloped X Bracing" aus Sitka-Fichte stabilisiert, die Korpustiefe misst 101 mm an der halszugewandten Korpusseite und 114 mm jenseits des Steges, die Breite 305 mm und 422 mm, wobei die Gitarre eine Gesamtlänge von 1118 mm besitzt.

Für eine bessere Bundreinheit ist die Stegeinlage kompensiert, beim Steg selbst kommt, wie auch bei Boden und Zargen, Indischer Palisander zum Einsatz. Die zwölf Saitenpins bestehen aus elfenbeinfarbenem Kunststoff und sind mit einem schwarzen Punkt in der Mitte versehen. 

Gurtpins gibt es am Hals-Korpusübergang und an der unteren Zarge, wobei letzterer auch die Funktion der Klinkenbuchse für unser Tonabnehmersystem übernimmt. Die Pickup-Einheit, ein Fishman Sonitone mit Sonicore-Tonabnehmer, ist als reines Piezosystem konzipiert, wobei Volume- und Tone-Regler durch das Schallloch erreichbar sind, während das Batteriefach im Inneren am Halsfuß per Klett befestigt ist.

Hals

Beim Hals kommt Mahagoni mit einem aufgeleimten Palisandergriffbrett zum Einsatz, die Einlagen sind aus Perlmutt. Die Halsform ist ein klassisches C-Shape, und liegt, insbesondere für eine Zwölfsaitige, sehr komfortabel in der Hand. Spieler, die auf solche Instrumente mit Berührungsängsten reagieren, werden sich über diese Halseigenschaften sehr freuen. Der Hals gehört zu einer 648 mm Mensur, ist mit 20 Bünden bestückt und umfasst einen 16" Radius bei einer Sattelbreite von 48 mm. Der Sattel selbst besteht übrigens aus Knochen.

Den Hals-Korpusübergang finden wir standardgerecht auf Höhe des 14. Bundes und die Kopfplatte ist mit dem Guild-Schriftzug und dem Chesterfield-Emblem garniert, das bereits in den 60er Jahren auf den Instrumenten der Marke zu sehen war. Wie bei zwölfsaitigen Gitarren häufig üblich, ist die F-1512E mit zwei Halsstäben ausgestattet, die durch das Schalloch justiert werden können. Als Stimmmechaniken kommen vernickelte Guild "Die Cast Closed Gear" Modelle zum Einsatz.

Guild Jumbo Polyfoam Case

Die F-1512E wird in einem Guild-Softcase geliefert, in dem sich die Gitarre perfekt in die grüne, samtartige Auskleidung einpasst. Ein Fach im Inneren liefert genug Stauraum für diverse Utensilien und beinhaltet auch zwei Gurte, die es ermöglichen, das Case auf den Rücken zu schnallen. Auf dem Deckel finden wir zusätzlich ein Außenfach, das jedoch höchstens Platz für ein dünnes Notenheft bietet.

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