Test
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10.08.2019

Praxis

Voluminöse und runde Sounds bei Toms und Bass Drum

Das Set ist schnell aufgebaut, und ich habe wenig Mühe, Bass Drum und Toms in die gewünschte Richtung zu stimmen. Den mitgelieferten Riser befestige ich mittels Stimmschlüssel am Spannreifen der Bass Drum, hier ist er gut verankert und wackelt während des gesamten Testlaufs kein bisschen. Wie schon beim kürzlich getesteten DDrum SE Flyer trifft der Schlägel des Pedals mit montiertem Riser nicht ganz parallel zum Fell auf, er ist aber beim Catalina ziemlich nahe dran, von daher ist es für mich nur eine sehr kleine Umgewöhnung im Spielgefühl. Während Toms und Bass Drum in kurzer Zeit einsatzbereit sind, stimme und doktere ich eine längere Zeit an der Snare herum. Schließlich wechsle ich den defekten Teppich auf ein Canopus Backbeat Modell mit Bändern, und es kann losgehen.

Tiefe Stimmung

Die beiden Toms klingen trotz der eher kleinen Durchmesser überraschend vollmundig und voluminös. Ohne jegliche Dämpfung habe ich kein Problem, sauber ausschwingende Signale zu erreichen. Sehr passend ist auch die Bass Drum, die satt und rund klingt. Die Snare fällt im Vergleich stark ab und ist in tiefer Stimmung nicht wirklich zu gebrauchen. Erst ab einer mittleren Spannung (wie sie auf den Soundfiles zu hören ist) werden die diffusen Obertöne allmählich weniger. Die Abhebung läuft relativ hakelig, und die Trommel spricht nicht sonderlich crisp an. Auch wenn mir bei den günstigen Kompaktsets noch nie eine „Premium-Snare“ unter die Stöcke gekommen ist, mindert dieses Exemplar doch sehr deutlich den Gesamtsound des Vierteilers. Auf der Gretsch USA Website werden auch Catalina Club Jazz Sets ohne Snare gelistet, leider sind diese scheinbar in Deutschland nicht erhältlich. Jetzt hört ihr die tiefe Stimmung, im letzten Soundfile habe ich Snare und Toms leicht gedämpft.

Mittlere Stimmung 

In der mittleren Stimmung – ich habe jetzt alle Spannschrauben an Bass Drum und Toms eine halbe Umdrehung höher gestimmt – bekommen die Toms gemäß ihres Durchmessers mehr Leben und Ton. Auch die Bass Drum hat jetzt noch etwas mehr mittige Präsenz. So könnte ich mir das Set gut in einem akustischen Pop-Kontext, zum Beispiel beim Kneipen-Gig, vorstellen. Auch hier habe ich euch am Ende wieder ein Soundfile mit leichter Dämpfung auf Snare und Toms aufgenommen.

Hohe Stimmung

Für den dritten stereotypischen Sound, die jazzige Stimmung, geht es an allen Stimmschrauben noch einmal ein ganzes Stück weiter in die Höhe. Der Stimmumfang des Shellsets ist wirklich beachtlich, und die Qualität der Sounds von Bass Drum und Toms überzeugt selbst mit den preiswerten Werksfellen. Wenn man das Preisschild im Hinterkopf behält, gibt es hier nichts zu meckern. Auch die Snare wird, je höher es in der Stimmung geht, immer kompakter und somit auch leichter händelbar.

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