Hersteller_Focusrite
Test
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21.10.2016

Praxis

Los geht es

Das Scarlett 18i20 ist schnell einsatzbereit: Unter OSX braucht man keine Treiber, dennoch sollte man die Focusrite Control Software herunterladen, um von Firmware-Updates zu profitieren und latenzfreie Mixe erstellen zu können. Im Gegensatz beispielsweise zum 6i6 sind alle relevanten Funktionen aber auch direkt am Gerät einstellbar. Unter Windows wird der Treiber bei der Installation von Focusrite Control automatisch mitkopiert. Die Control-Software könnt ihr hier (Windows) und hier (Mac) herunterladen, eine Bedienungsanleitung für die Software findet sich wiederum hier.

Performance

Mit ca. 10 ms bei 128 Samples bei 44,1 und Ableton Live liegt die Gesamtlatenz auf gutem Niveau. Unter Windows, die 12 ms liegen hier deutliche 10 ms unter dem alten 18i20, ist der Performance-Zuwachs drastischer und ebenfalls auf gutem Niveau. 

Auf dem Mac kann man noch etwas nachhelfen, da ein optionaler „Low-Latency“-Treiber den CoreAudio-Puffer nochmals schrumpft und so die Latenz etwas verbessert. Das allerdings fordert mehr Leistung vom Computer und funktioniert nicht auf allen Systemen. Weitere Infos dazu findet ihr hier. Mit 128 Samples betrug der Gewinn lediglich 1,4 ms, was sich subjektiv kaum bemerkbar macht. Dafür reagiert das Interface nach dem „Low-Latency"-Upgrade deutlich langsamer auf Samplerate- und Buffer-Wechsel. Daher mein Tipp: Finger weg!

Saubere Preamps, saubere Wandler

Trotz des eher durchschnittlichen Gain-Hubes lösen die Preamps neutral auf und bieten den Testsignalen reichlich Bühne. Für die meisten Signale wird man ohnehin kaum mehr Beef brauchen. Der Instrumenten-Eingang macht seine Sache ebenfalls gut und lässt den Bass schön knarzen. Die Wandler lösen ebenfalls sauber auf, sodass sich abschließend nur eines sagen lässt: Bei der hohen Zahl an Vorverstärkern und dem kleinen Preis: Top-Leistung!

Kein Problemkind mehr: Der Kopfhörerausgang

Der Kopfhörerausgang ist beim neuem 18i20 deutlich besser als bei den "alten" Scarletts. Er geht sogar richtig laut, nur bei wirklich unmenschlichen Pegeln fängt er an zu zerren. Selbst das Grundrauschen bei maximalem Gain ist deutlich geringer. 

Tolles Software-Paket

Das Software-Paket ist ausgezeichnet und vor allem für Anfänger sehr umfassend. Das Softube-Reverb – trotz Light-Version – gehört zu meinen Lieblings-Reverbs. Der Saturation Knob ist zwar Freeware, aber trotzdem aber schön. Selbst der Focusrite Red EQ und Compressor sind sehr gut, die Novation Bassstation sowieso. Ebenfalls erwähnenswert ist die Zusammenarbeit mit Avid, wodurch die Kompatibilität mit den aktuellen Pro Tools gewährleistet sein sollte. 

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