Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
1
07.07.2020

Electro Harmonix Micro Q-Tron Test

Envelope Filter Pedal

Funkmaschine

Der Electro Harmonix Micro Q-Tron aus der Fertigung der New Yorker Kult-Effektschmiede Electro Harmonix ist im Grunde der kleine Bruder des legendären Q-tron Envelope Filters, allerdings im kleineren Gehäuse und mit weniger Regelmöglichkeiten ausgestattet.
Der Urvater unseres auch als Auto-Wah bekannten Effekts war der Mu-Tron III von Musitronics, einer Marke, die bereits 1978 vom Markt verschwand. Mike Matthews, Gründer und EHX-Mastermind, hauchte dem Effekt zusammen mit dem Schöpfer des Originals, Mike Beigel, neues Leben ein, entwickelte ihn als Q-Tron weiter und machte ihn zur Basis einer ganzen Reihe von EHX-Envelope-Filter-Pedale. Mit dem Electro Harmonix Micro Q-Tron steht eines davon zum Test an.

Details

Zwar suggeriert es der Name, doch so klein ist der Micro Q-Tron auch wieder nicht, denn im Vergleich zu den wirklich kleinen Micro-Pedalen der Konkurrenz beansprucht unser 316 Gramm schweres Testpedal mit seinen 118,5 mm x 93 mm x 50,5 mm (LxBxH) recht viel Platz auf dem Pedalboard.

Die Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich rechts und links am Metallgehäuse, der 9-Volt DC-Netzteilanschluss an der Stirnseite. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang, dafür aber eine 9-Volt-Blockbatterie, die bereits eingelegt ist. Das Pedal lässt sich aber mit jedem handelsüblichen 9-Volt-Gleichstromspender wie beispielsweise eine zentralen Spannungsversorgung oder einer Boss-Wandwarze betreiben.

Der robuste Metallschalter auf der Oberseite weckt den Envelope-Filter aus dem True-Bypass und aktiviert eine rote LED, die den aktiven Zustand anzeigt.

Insgesamt drei Regler mit schwarzen Kunststoffknöpfen und weißen Skalenstrichen stehen zum Bedienen von Mode, Q und Drive bereit, wobei ersterer zwischen den drei Filtertypen LP (Low Pass), BP (Band Pass) und HP (High Pass) wählt, was natürlich für unterschiedliche Klänge sorgt, aber dazu später mehr im Praxisteil.

Der Q-Regler bestimmt die Bandbreite des angewählten Filters. Wird er im Uhrzeigersinn gedreht, wird sie schmaler und der Effekt somit intensiver. Fehlt nur noch der Drive-Regler. Dieser regelt die Empfindlichkeit, mit der das Pedal auf die Anschlagstärke reagiert. Weiter nach rechts gedreht reagiert der Effekt stärker auf das Spiel mit einem höheren Sprung.

Möchte man an das Innere des Pedals gelangen, müssen vier Schrauben auf der mit Gummifüßchen beklebten Unterseite gelöst werden. Ein Blick in das Alu-Druckgussgehäuse zeigt eine insgesamt saubere Verarbeitung und die bereits eingelegte 9-Volt Blockbatterie.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare