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Test
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20.02.2020

EBS MultiComp Blue Label Test

Kompressor-Pedal für Bass

Toller Klangveredler!

EBS ist nicht nur eine Top-Adresse, wenn es um erstklassige Bass-Amps und -Boxen geht, auch die Effektpedale der schwedischen Firma gehören zweifellos zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Ein absoluter Topseller im Pedal-Lineup von EBS ist der seit 1998 erhältliche Multicomp - der analoge Kompressor begeistert nicht nur Tieftöner rund um den Globus, sondern ist auch nicht selten auf Pedalboards von unseren Kollegen aus der Gitarrenfraktion zu finden. Zwei der Vorgänger-Varianten haben wir bereits in den Jahren 2011 und 2015 getestet. Ende 2019 hat EBS einigen ihrer Effektpedale nun abermals ein größeres Update spendiert, und dazu zählt natürlich auch der populäre Multicomp. Welche neuen Features die nunmehr vierte Generation des EBS-Kompressors bietet und in welcher Disziplin er im Vergleich zu seinen Vorgängern vielleicht noch eine Schippe drauflegen kann, könnt ihr in diesem Test erfahren.

Details

Als ich den neuen Multicomp aus dem Karton nahm und zum ersten Mal in den Händen hielt, fiel mir sofort der etwas kompaktere Formfaktor im Vergleich zu den älteren Versionen auf. In der Tat ist das Gehäuse um ganze 12% geschrumpft, sodass sich der Kompressor jetzt erfreulicherweise mit weniger Platz auf unseren dicht gedrängten Pedalboards begnügt - die exakten Abmessungen betragen 67 x 115 x 48 mm.

Tolles Feature: Die beiden Klinkenbuchsen (Input und Output) auf den Seitenflächen wurden zudem leicht versenkt angebracht, damit die Pedale so eng wie möglich nebeneinander auf einem Pedalboard installiert werden können! Und selbst gewichtsmäßig hat die dritte Generation im Vergleich zu den Vorgängern etwas abgespeckt, denn der neue Multicomp bringt nur noch 315g (vorher 400g) auf die Waage.

Das leichtere und kompaktere Design ist natürlich per se sehr willkommen, noch weitaus sinnvollere Upgrades hat EBS allerdings in technischer Hinsicht beim neuesten EBS Multicomp vorgenommen. Ein Feature ist direkt auf den ersten Blick zu erkennen: auf der Front parkt jetzt nämlich ein dritter Regler mit der Bezeichnung "Sens". Bei diesem Sensitivity-Regler handelt es sich im Grunde um einen Threshold-Regler, der beim Multicomp allerdings umgekehrt funktioniert. Je weiter man den Regler aufdreht, desto niedriger wird der Schwellenwert, und in der Mittelstellung (mit Einrastung) arbeitet der Multicomp mit der Threshold-Werkseinstellung der älteren Versionen.

Dank dieses neuen Features lässt sich das Kompressionsverhalten des Multicomp nun blitzschnell an die unterschiedlichen Pegel von Bässen oder an die eigene Spieltechnik anpassen, was ohne Frage einen deutlichen Gewinn an Flexibilität bedeutet!

Zudem arbeitet der neue Multicomp mit Spannungen bis zu 18 Volt und bietet dadurch mehr Headroom für moderne Aktivbässe, die einen signalstarken 18-Volt-Preamp an Bord haben. Alle weiteren Features des neuen Multicomp kennen wir bereits von den älteren Versionen dieses Kompressors; sie bedürfen daher sicherlich keiner sehr ausführlichen Erklärung: Zentral in der Mitte sitzt ein 3-Positionen-Schalter, mit dem die verschiedenen Kompressionsmodi des Multicomp angewählt werden. Zur Verfügung stehen die Modi "Normal" für den Standardkompressor, "MB" für den Dualband-Kompressor, der Bässe und Höhen getrennt bearbeitet, und schließlich der "Tubesim"-Modus, der den Standardkompressor mit einer röhrenähnlichen Klangcharakteristik versieht.

Links neben dem Modus-Schalter parkt der Comp-Regler, mit dem das Verhältnis zwischen dem Anstieg des unkomprimierten Eingangssignals und dem Anstieg des komprimierten Ausgangssignals - also die sogenannte Ratio - eingestellt wird. Der Regler bietet Werte von 1:1 (komplett zugedreht) bis zu 5:1, wenn er voll im Uhrzeigersinn aufgedreht wird. Auf der anderen Seite des Modus-Schalters sitzt der Gain-Regler zum Justieren des Ausgangs-Pegels. Die Lautstärke des Effektsounds kann damit bequem an das Bypass-Signal angepasst werden kann.

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Wer sich mit der Feinabstimmung des Multicomp befassen möchte, findet im Inneren des Gehäuses außerdem einen Trimmer, mit dem die Empfindlichkeit der beiden Bänder im Multiband-Modus balanciert werden kann. Dreht man beispielsweise komplett nach rechts (Hi), werden nur die Höhen komprimiert. Ab Werk steht der Trimmer in Mittelstellung.

Damit sind wir mit den Details fast durch, zu erwähnen bleibt nur noch der "passive/active"-Taster zum Anpassen der Eingangsempfindlichkeit sowie der stirnseitig sitzende Anschluss für das Netzteil. Ein passendes Netzteil wird auch beim neuesten Mulitcomp-Modell von EBS nicht mitgeliefert, zur Not arbeitet das Pedal aber auch mit einer herkömmlichen 9-Volt-Batterie.

Keine Überraschung ist für mich die hervorragende Qualitätsanmutung des Multicomp aus der Blue Label Serie. Ich kenne von EBS nur überaus stabil und hochwertig gebaute Produkte, die dem rauen Bühnenalltag problemlos gewachsen sind und daher über viele Jahre fehlerfrei funktionieren.

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