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17.06.2016

Die 5 besten Synthesizer-Apps fürs iPad

Diese Synthesizer für iOS dürfen auf keinem iPad fehlen!

Inzwischen gibt es reichlich Synthesizer für Apples mobiles Betriebssystem iOS. Einige davon emulieren analoge Vorbilder, manche sind sogar kostenlos. Klanglich brauchen sich viele Apps nicht mehr vor Hardware-Synthesizern zu verstecken. Allerdings sieht man im prallen App-Store-Angebot vor lauter Bäumen gelegentlich den Wald nicht mehr. Wir verraten euch, welche iOS-Synthesizer Pflicht sind!

Wir haben daher unser Testarchiv studiert, um herauszufinden, welche der getesteten Synthis aus der Masse herausstechen und ein absolutes „Must-have“ sind. Vorhang auf für die fünf besten iOS-Synthesizer!

1. Moog Model 15

Den modularen Moog Model 15 aus dem Jahr 1973 hat die Firma Moog höchstpersönlich für iOS umgesetzt und alle Aspekte sorgfältig emuliert. Zu den originalen Modulen kommen fünf weitere Exemplare hinzu, etwa ein Ping-Pong-Delay sowie Audio- und MIDI-Bridges, mit denen sich Signale anderer Apps durch den Synth jagen lassen. Die Module werden über virtuelle Patchkabel verbunden, was sehr gut umgesetzt wurde. Die Soundqualität hebt Moogs Model 15 ohne Zweifel in die Riege der Top-iOS-Klangerzeuger. Natürlich macht das Selber-Verkabeln am meisten Spaß, die 160 Presets geben dennoch einen tollen Einblick in die Möglichkeiten dieses Synth. Model 15 ist kompatibel zu allen iOS-Standards und bietet zum Spielen der Klänge vier virtuelle Controller. Darunter finden wir auch das Animoog-Keyboard, mit dem sich Sounds sehr ausdrucksstark spielen lassen. Damit kreative Ideen nicht verloren gehen, besitzt das iOS-Remake außerdem einen Recorder mit Overdub-Funktion. Für 30 Euro erhält man eine sehr gute Emulation einer 10.000-Dollar-Synth-Legende! Dafür ist allerdings ein 64-Bit-fähiges iOS-Gerät notwendig.

Hier geht es zum Testbericht!

2. Arturia iProphet

Die französische Software-Schmiede Arturia ist für ihre qualitativ hochwertigen Hardware-Emulationen bekannt. Für die iOS-Plattform hat die Firma unter anderem den Prophet VS von Sequential Circuits nachgebildet. VS steht für Vektor-Synthese, sie ermöglicht es, das Mischungsverhältnis der vier Oszillatoren mittels – in diesem Fall virtuellem – Joystick zu durchfahren. Der polyphone Hybrid-Synthesizer liefert unter den 500 Klangprogrammen auch die Factory-Presets des Vorbilds. Klanglich kann die iOS-Variante durch das 80er-Jahre-Flair und den charakterstarken Sound überzeugen. Er ist kein Allround-Synth, eignet sich aber grandios für besondere Eighties-Momente. Der Preis von neun Euro ist fair angesetzt.

Den Testbericht zum iProphet gibt es hier!

3. Moog Animoog

Moogs Animoog ist ausschließlich für mobile Betriebssysteme zu haben. Der vierstimmige Synthesizer nutzt pro Soundprogramm acht Samples aus aktuellen und historischen Moog-Synthesizern. Im sogenannten Timbre werden diese geschichtet; diverse Modulationen legen die Ausleserichtung der Samples fest. Dank überdurchschnittlich vieler Artikulationsmöglichkeiten punktet der Synth mit charaktervollen Sounds. Er ist daher kein Synthesizer für jede Situation, sondern verleiht dem Song das gewisse Etwas. Durch das virtuelle Animoog-Keyboard lassen sich die zahlreichen Presets lebendig spielen, weitere Klangprogramme gibt es per In-App-Kauf. Animoog ist für 27 Euro im App Store zu haben.

Hier findet ihr den Test zum Animoog!

4. BeepStreet Sunrizer

Der polyphone Sunrizer des Herstellers BeepStreet ist ein waschechter Allround-Synth für Brot-und-Butter-Jobs. Trotz des blau-grau gehaltenen GUI, das an Rolands JP-8000 erinnert, wird hier nichts emuliert. Ausgestattet ist der Sunrizer mit einer äußerst wandelbaren Oszillatorsektion, die fette und warme Sounds ermöglicht. Seine Filter bieten diverse Sättigungsarten bis zum Bit-Crushing, wodurch die klanglichen Möglichkeiten weit über die gewöhnliche subtraktive Synthese hinausgehen. Eine Morph-Sektion erlaubt das Überblenden zweier Soundvarianten, so dass moderne, abwechslungsreiche Sounds möglich sind. Hinzu kommt ein ausgeklügelter Arpeggiator. 380 Sound-Presets werden mitgeliefert, das ist mehr als genug, um sich vom Sunrizer inspirieren zu lassen. Die Soundqualität steht hinter den ähnlich klingenden JP-8000, Viruz und Nord Lead nicht zu zurück. Mit neun Euro gehört der Synth zudem zu den vergleichsweise günstigen iOS-Synthesizern.

Wir hatten den Beepstreet Sunrizer im Test hier!

5. Steinberg Nanologue

Der kleine Bruder des Steinberg Retrologue, Cubase-Anwender kennen ihn aus ihrer DAW, heißt Nanologue und Steinberg hat ihn eigens für die iOS-Plattform entwickelt. Der monophone Synthesizer nutzt zur Klangerzeugung die Kreuzmodulation, was FM-Synthese-ähnliche Sounds ermöglicht. Zwar hat der Nanologue nur 50 Presets, punktet jedoch mit einem übersichtlichen Interface, das es auch Neulingen ermöglicht, im Handumdrehen brauchbare Sounds zu schrauben. Die Klänge lassen sich anschließend im großen Retrologue öffnen und weiterbearbeiten. Ähnlich wie sein großer Bruder verfügt der Nanologue über einen gewissen Retro-Charme, der immer wieder gerne gehört wird. Das Beste an der Sache: Der Nanologue ist kostenlos im App Store erhältlich!

Den Testbericht zum kostenlosen Nanologue findet ihr hier.

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