Gitarrenspeaker_Test_Celestion_G12M_Greenback Gitarre
Test
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27.03.2014

Praxis

Der Praxistest wurde in sechs Disziplinen mit unterschiedlichen Sounds durchgeführt. Dabei standen immer verschiedene Anforderungen an die Klangübertragung im Fokus. Einzelheiten dazu und zum benutzten Equipment findet ihr hier im Übersichtsartikel zum Testmarathon.

Klingt er denn tatsächlich wie ein alter Greenback? Nein! Das hat aber nicht nur Fertigungsgründe. Die begehrten Greenbacks sind mittlerweile über 40 Jahre alt und haben mit Sicherheit einiges mitgemacht und viele Betriebsstunden auf dem Buckel, und das prägt natürlich den Sound. Für einen realistischen Vergleich müsste man heute einen alten Greenback konservieren und in ca. 40 Jahren mit einem neuen G12M vergleichen. Wir widmen uns lieber den realen Tatsachen.

Der G12M hat selbstverständlich den typischen Greenback-Charakter mit einem ausgewogenen Bassbereich und perligen Höhen. Durch die recht geringe Belastbarkeit muss er bei weiter aufgedrehten Amps schon hart arbeiten und es wird ein leichtes Kompressionsverhalten positiv hör- und fühlbar. Der Lautsprecher setzt sich gut durch und ist auf jeden Fall ein sehr guter Partner bei Recording-Einsätzen.  

Clean

Die Kombination von Twin und Strat gibt er gut wieder, der höhenbetonte Klangcharakter des Twins kommt angenehm und sorgt für einen nach oben zeigenden Daumen. 

Crunch

Wie beim Cleansound gibt es auch beim Crunch keine Beanstandungen, der angezerrte AC30 Sound gefällt mir sehr gut. Der G12M überzeugt mit Amps und Gitarren, die etwas spitzer klingen, überträgt deren Charakter sehr gut, ohne dass es bei weiter aufgedrehten Höhen am Amp unangenehm harsch in den Ohren klingelt. 

Mid Gain

Hier ist eine bewährte britische Kombination am Start und der G12M ist auch in dieser Disziplin ganz weit vorn, rotzige Rockriffs im AC/DC Stil funktionieren sehr gut. In diesem mittleren Zerrbereich kann unser Testkandidat eindeutig seine Stärken ausspielen. Das Spiel mit der Dynamik im Anschlag klappt sehr gut und macht vor allem großen Spaß. 

High Gain Lead

Der G12M liefert beim Halspickup einen angenehmen Ton mit ausreichend Höhen für ein gutes Durchsetzungsvermögen innerhalb der Band. Am Steg gibt es dann entsprechend Feuer, aber auch hier ist der Höhenbereich angenehm. 

High Gain Low

Der G12M hat minimale Schwierigkeiten mit höher verzerrten Tönen im unteren Frequenzbereich, dort wird es manchmal etwas undefiniert. Für extreme Metal-Einsätze mit sehr tief gestimmten Gitarren würde ich den Lautsprecher nicht unbedingt empfehlen. 

Metal

Auch in diesem Bereich ist er nicht der Fachmann. Die Höhen sind meines Erachtens etwas zu weich und sägen zu stark, für kernige Metalsounds braucht es einen Lautsprecher, der aggressivere Höhen im Angebot hat. 

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