Test
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07.02.2019

Audio-Technica ATH-E70 Test

3-Wege-In-Ears

Ohrwerkzeuge

„Audio-Technica! ATH-E70!“, ist meine Antwort auf die Frage, was für In-Ears das seien, die ich zum Test habe. Eigentlich würde ich antworten: „Schau halt selbst drauf, sie liegen vor dir!“, doch mein Gegenüber ist nicht etwa angewidert von Hörern, die ich schon mal im Ohr hatte – sowohl Hersteller als auch Produktbezeichnung sind nicht ganz leicht zu finden. „E70“ ist fein aufgedruckt, „Audio-Technica“ nur mit über sein winziges Logo zu erraten – für die, die wissen, wonach sie suchen müssen.

Ich finde es ja sympathisch, wenn man für das Geld, das man ausgegeben hat, nicht noch zwangsweise Reklame für das Unternehmen machen muss. Man denke an Autos, Computer, Telefone, aber eben auch Kopfhörer. Schafft es Audio-Technica mit den ATH-E70 also, alleine über die Qualität zu punkten und im Gespräch zu bleiben? Wie dem auch sei, japanisches Produktdesign-Understatement gibt es ganz offensichtlich nicht nur bei Muji und Uniqlo.

Details

Nicht auf extremen Frequenzgang getrimmt

Nur über Designsympathiepunkte erzielt man keine guten Ergebnisse im Test. Audio-Technica haben das offenbar bedacht und die ATH-E70 mit guter Technik bestückt. Pro Gehäuse machen sich drei Balanced-Armature-Treiber die Arbeit, die Spannungswechsel an der Buchse in Schall zu übertragen. Bedenkt man die Anzahl Wege, erscheint es recht wenig, dass der Frequenzgang von AT nur bis 19 kHz reicht. Das sollte aber nicht als Nachteil verstanden werden: Besonders bei BA-Treibern ist der klangliche Trade-off ziemlich hoch, wenn man sie auf einen breiten Frequenzgang hin trimmt. Bei 20 Hz beginnt der Frequenzgang. Die Empfindlichkeit beträgt 109 dB/mW, die Impedanz ist im Datenblatt mit 44 Ohm angegeben.

Platinen-Präsentation

Dass man es bei den Audio-Technica ATH-E70 nicht mit Lifestyle-Schnickschnack, sondern mit Profiprodukten zu tun hat, soll wohl der „technische“ Blick auf die Platine suggerieren. Wahrscheinlich ist hier also doch mehr hintergründig designt worden, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Die Gehäuse sind aus drei unterschiedlichen Kunststoffen hergestellt, dem durchsichtigen Sichtfenster, dem schwarzen umlaufenden Teil und einem milchig-transparenten Body. An dessen Schallaustritt können die vier verschiedenen mitgelieferten Silikon-Ohrpassstücke gesetzt werden oder aber ein Schaumstoffaufsatz in Einheitsgröße. Damit sollte wohl jeder einen guten Sitz der nur neun Gramm wiegenden In-Ears im Gehörgang hinbekommen. Die andere Öffnung im Gehäuse ist eine Buchse, die der Kabelaufnahme dient. Die letzten Zentimeter des 160 Zentimeter langen Y-Kabels sind vor dem Ohrteil starr ummantelt, wodurch voraussichtlich bei der vorgesehenen Führung vor dem Ohr vertikal nach oben und hinter der Ohrmuschel entlang ein unsichtbarer, fester Sitz erreicht werden kann. Zum Lieferumfang gehören neben den beiden eigentlichen E70 und dem Kabel die genannten Ohrpassstücke und eine kleine Tasche.

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