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22.01.2021

Arturia V-Collection 8 Test

Plugin-Bundle

Umfangreiche Sammlung mit Kult-Faktor neu interpretiert Synth, Sampler und Vocoder der 80er Jahre Im fast schon jährlichen Turnus aktualisiert die französische Software-Schmiede

Im beinahe schon jährlichen Turnus aktualisiert Arturia ihre Kollektion aus Emulationen beliebter Retro-Instrumente. Derzeit bringt die französische Softwareschmiede ihre User mit Version 8 der Arturia V-Collection auf den neuesten Stand. Das Paket besteht aus 28 Softwareprodukten und soll rund 500 Euro kosten. Das mag so manchen Interessenten zwar leicht schockieren, doch so viel kann jetzt schon gesagt werden: Der Preis ist es definitiv wert. In diesem Test beleuchten wir das klangliche Potenzial der Neuzugänge. Als weiterführende Lektüre empfehlen sich die Bonedo-Testberichte der beiden letzten Veröffentlichungen: Arturia V-Collection 6 und Arturia V-Collection 7.

Welche Neuheiten gibt es? Nun, da sind fünf Klangerzeuger, ein Vocoder, das Browser-System „Analog Lab V“ sowie die Synth-Bibliothek „PatchWorks“, die einen optimierten Soundzugriff auf alle Instrumente der V Collection 8 ermöglichen sollen. Anstelle von vielen Worten wollen wir euch an dieser Stelle an jeweils acht Soundbeispielen zu jedem der sechs neuen Plugins die klanglichen Qualitäten demonstrieren. In der Summe sind das 48 Presets, die wir ausgewählt und angespielt haben.

Die neuen Komponenten auf einen Blick

Juno-6 V

Ein virtuelles Abbild des Roland Juno-60, ein analoger Synth mit einem DCO. Alle wichtigen Emulationen dieses Synth-Klassikers werden im Bonedo-Vergleich akustisch vorgestellt.

Emulator II V 

Ein Lo-Fi-Sampler, der zwischen 1984 und 1988 von E-mu Systems angeboten wurde und bei Profis zu den beliebtesten Samplern der 80er-Jahre gehörte.

Vocoder V

Ein spezieller 16-Band-Vocoder von Moog aus dem Jahr 1978, der als Software mit einem zusätzlichen Synthesizer ausgestattet ist. Übrigens gibt es die originale Hardware seit Ende 2020 als Neuauflage – Kostenpunkt: rund 6.000 Euro.

OB-Xa V

Emulation des Oberheim OB-Xa, ein Flaggschiff unter den polyphonen Analogsynthesizern der frühen 80er-Jahre. Bei Bonedo gibt es bereits einen Einzeltest sowie ein Feature, das alle wichtigen OB-X(a) Emulationen miteinander vergleicht.  

Jup-8 V4 

Neuauflage des virtuellen Roland Jupiter-8. Auch dieses Softwareinstrument haben wir bereits im Bonedo-Feature vorgestellt und euch die Vorzüge präsentiert. 

Stage-73 V2 

Emuliert mehrere Modelle des klassischen Fender Rhodes inklusive verschiedener Amps und Effekte, ein elektromechanisches E-Piano aus den 70er-Jahren.

Über die Installation samt Autorisierung der Kollektion muss man eigentlich kaum Worte verlieren. Mithilfe der Software „Arturia Software Center“ lassen sich alle Plugins und Stand-alone-Versionen auch einzeln herunterladen und einfach installieren. Und schon sind wir mitten in der Praxis. Hier fällt positiv auf, dass sämtliche Funktionen und Parameter aller Plugins ziemlich gut auf dem Bildschirm zu erkennen sind und dass sie sich darüber hinaus angenehm bedienen lassen. Dank des vorbildlichen Browser-Systems können einzelne Presets schnell gesucht und zielsicher aufgefunden werden. Das Plugin „Analog Lab V“ sorgt indessen für einen guten Überblick. Wer sich den gesamten Spaß gönnen möchte, benötigt allerdings einen aktuellen und leistungsfähigen Rechner.

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