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Test
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14.08.2014

Aphex Microphone-X Test

USB-Mikrofon

Alles drin für wenig Geld ?!

Das Aphex Microphone-X bei bonedo im Test – Wer Sprache, Gesang oder akustische Instrumente aufnehmen will, braucht zunächst mal ein Mikrofon. Und wer mit dem Compter aufnehmen will, der braucht auch noch ein Audiointerface. Warum also das alles nicht in ein Gerät stecken? Eben.

Das Ergebnis nennt sich dann USB-Mikrofon und ist keine ganz junge Gattung mehr. Wenn das Ganze von dem amerikanischen Hersteller Aphex kommt, dann kann man davon ausgehen, dass auch der legendäre Aphex Exciter / Big Bottom verbaut wurde. Genau das ist bei dem Aphex Mikrofone X natürlich auch geschehen – deshalb schauen wir uns das Teil einmal genauer an!

Details

Kein Hardware-Monitoring

Das Aphex Microphone-X ist ein Kleinmembran-Mikrofon mit der Richtcharakteristik Niere und einem eingebauten 1-In/2Out-Audiointerface. Das heißt, dass der Wandler zur Digitalisierung bereits eingebaut ist, so dass man dieses Mikro nur noch per USB mit dem Computer zu verbinden braucht. Darüber hinaus ist auch noch ein Ausgangswandler verbaut, welcher den eingebauten Kopfhörerverstärker speist. Mit diesem USB-Mikrofon kann man also nicht nur aufnehmen, sondern auch abhören und wiedergeben. Eine Direct-Monitoring Funktion gibt es allerdings nicht.

Das 18 cm lange, im Durchmesser etwa 45 mm messende und ca. 435 g schwere Gehäuse erinnert stark an deutsche Mikrofonklassiker, wobei hier der Korpus schwarz lackiert wurde und mit einigen „Sonderausstattungen“ versehen ist. Der Übertragungsverlauf wurde jedenfalls mit 20 Hz bis 20 kHz angegeben, allerdings bietet dieser Wert ohne Angabe der Welligkeit oder des gemessenen Abfalls an den Eckfrequenzen relativ wenig Informationswert. Der maximale Schalldruck wurde mit 120 dB SPL beziffert, die Empfindlichkeit mit 4,5 mV/Pa.

Seltenheit im Mikrofon: Kompressor und Exciter

Auf der Vorderseite, also der Einsprechrichtung des Mikros (elche man an dem kleinen Nierensymbol unterhalb des Korbes und der grünen Status LED hinter dem Korb erkennt)  befinden sich ein erstes flaches Poti zur Steuerung des Gains („Input Level“) und ein weiteres zur Konfiguration der Ausgangslautstärke bzw. des Kopfhörerverstärkers („Headphones“), wobei sich unterhalb dessen auch noch der 3,5mm-Klinkenanschluss für eben jenen Kopfhörer befindet.

Auf der gegenüberliegenden Seite bzw. der Rückseite beherbergt das Aphex Mic weitere Einstellmöglichkeiten. Von oben nach unten betrachtet wären hier zwei Druckschalter zu nennen, wobei der erste den analogen Opto-Compressor aktiviert („Optical Compressor“) und der zweite den ebenfalls analogen Exciter adressiert („Exciter Big Bottom“). Mit den darunter befindlichen Potis kann man dann noch die Intensität der beiden Exciter-Teileffekte einstellen, eine weitergehende Parametrisierung, wie sie beispielsweise der große Aphex Exciter mit Drive und Frequency bietet, ist indes nicht vorgesehen. Wer die Funktionsweise eines Exciters und des Big Bottom nicht kennt: Einfach gesprochen werden bei beiden Effekten gefilterte Verzerrungen hinzugefügt, um damit die Durchsetzungsfähigkeit zu erhöhen.

USB statt XLR

Anstatt eines XLR-Anschlusses verfügt das Aphex Mic natürlich nur über eine USB-Buchse, womit das eingebaute 1-In/2-Out-Interface des Mikrofons mit bis zu 24 Bit und 96 kHz aufnehmen kann. Es werden sowohl PC- als auch OSX-Systeme unterstützt - wobei dank Class-Compliant-Betrieb das Ganze sogar auch an Apple iOS Produkten funktioniert, wie beispielsweise an meinem iPad Mini.

 

Last but not Least bleibt zu erwähnen, dass neben dem mitgelieferten USB-Kabel und der gepolsterten Transporttasche auch ein wirklich ordentliches, höhenverstellbare Dreibein-Tischstativ Teil des Lieferumfangs ist, womit sich das Aphex Microphone-X nicht nur sicher, sondern vor allem flexibel in vielen verschiedenen Positionen ausrichten lässt. Das 3/8-Zoll Stativ wird dabei in eine Halterung geschraubt, die wiederum unten in das Mikrofon geschraubt wird. Als zusätzliches Schmankerl ist außerdem noch ein kleines, aber feines Software-Paket mit an Board, was aus der Freeware-DAW Reaper und der Einsteiger-DAW Harrison Mix Bus besteht. Auf in die Praxis!

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