Software
Test
2
11.07.2019

Adam T10S Test

Aktiver Subwoofer

Tiebass für T5V und T7V

Subwoofer, daran scheiden sich die Geister. Sie bringen definitiv Spaß und werten bestehende Systeme unkompliziert auf, machen ein Abhörsystem aber nicht unbedingt präziser. Ob das auch für den Adam Audio T10S zutrifft, wollen wir herausfinden!

Details

Allgemeines


Der Adam T10S ist ein aktiver 10-Zoll-Subwoofer in Bassreflex-Bauweise und mit Downfire-Design. Er liefert 130 Watt Leistung, die er aus einer eingebauten Class-D-Endstufe schöpft.

Das cleane Gehäuse besteht aus folierten schwarzen MDF und misst 31,8 x 39,0 x 41,3 cm (B x H x T). Mit einem Gewicht von 12,5 kg ist er bei diesen Maßen durchaus als leicht zu bezeichnen. Der solide Basswürfel bildet laut Datenblatt einen Frequenzbereich zwischen 28 und 120 Hz ab, allerdings beziehen sich diese Angaben nur auf die -6dB-Marken. Aussagekräftigere -3dB-Angaben fehlen leider.

Downfire-Design


Downfire bedeutet, dass der dicke 10-Zöller im Gehäuse ganz unten sitzt und auf den Fußboden „feuert“. Das hat mehrere Vorteile.

Zum einem wird der Sub so effektiver, da der Treiber so nah wie möglich an einer Wand ist (in diesem Fall dem Fußboden), zum anderen ist die Membran so auch gegen Beschädigungen geschützt. Beides macht im Hinblick auf kleine, geldarme und beengte Studios besonders Sinn, zumal auch der Bassport hinten sitzt und ebenfalls so wandnah wie möglich arbeiten kann. Der Adam T10S steht entsprechend auf dicken, soliden Gummifüßen und hat in etwa 3,5 cm Bodenfreiheit.

Adam T-Series

Die T-Serie ist Adams günstigste Speaker-Serie und besteht neben unserem Testkandidaten auch aus dem T5V und dem T7V, dabei handelt es sich um mittelgroße Nahfeldmonitore. Beide hatten wir im Test, wobei uns der kleine T5V am besten gefallen hat.

Das überrascht nicht, da gerade bei Zwei-Wege-Designs oftmals die Box mit dem kleineren Treiber besser abgestimmt ist. Dadurch ist die Mittenwiedergabe häufig besser, wenn auch Tiefbassfestigkeit nicht unbedingt gegeben ist. Gut also, dass ein hauseigener Subwoofer wie der T10S diesen Makel wieder auffangen kann. 

Optisch passt der Sub mit seinen angeschrägten Kanten wirklich gut zur Serie, fügt sich auf Grund seiner ansonsten recht schlichten schwarzen Optik aber auch in jedes andere Setup gefällig ein.

Integriertes und deaktivierbares Stereo-Bassmanagement

Auch in einem 2.1-System spricht man bei angeschlossenen Lautsprechern von Satelliten. Bei fast allen aktiven Designs werden diese durch den Sub geleitet, weil erst dort der Bass entsprechend „abgetrennt“ wird. Das nennt sich Bassmanagement und wird grob auf zwei Arten realisiert.

Im einfachsten Fall läuft der Subwoofer „parallel“ und besitzt nur einen High-Cut, um auch wirklich nur Basssignale wiederzugeben. In einer etwas besseren Variante hingegen „trennt“ man das Signal des Subwoofers aus dem Satellitensignal. Der Bassanteil, den dann nur der Subwoofer wiedergibt, ist also nicht mehr über die Satelliten zu hören. Das ist gut, weil sich mischende Tiefbässe nicht schön anhören, da Phasenprobleme unausweichlich sind. 

Der T10S gehört zur letzteren Variante, was mit Hinblick auf die T-Series-Speaker gut ist, da sie keine eigenen Low-Cuts besitzen. Es hat aber auch den Vorteil, dass man den Subwoofer so durchaus mit jeder anderen Art von Lautsprecher kombinieren kann. Die Trennfrequenz ist einstellbar, wobei aber nur zwischen 80 oder 120 Hz gewählt werden kann. Variable Trennfrequenzen sind zwar besser, hochwertig umgesetzt jedoch auch nicht ganz billig.

Falls man keine Trennfrequenzen benötigt und/oder den Sub in einem Surround-Setup betreiben will, kann man ihn aber auch dennoch einfach parallel betreiben und das Crossover dafür sogar auf „Bypass“ stellen. Dann braucht man allerdings externes Bassmanagement, weil der Subwoofer nun gar nicht mehr gefiltert wird. Schön also, dass hier beides möglich ist.

Rückseitige Anschlüsse


Der T10S-Subwoofer verfügt über eingebautes Stereo-Bassmanagement, entsprechend hat er zwei Eingänge und zwei Ausgänge an Board. Diese sind sogar doppelt vorhanden, weil sie – wie bei den T-Series-Speakern auch – als Cinch und XLR ausgelegt wurden. Allesamt sind sie gepuffert, sodass man die Anschlussvarianten sogar mischen kann. Das heißt, man kann via Cinch rein und via XLR raus. XLR/TRS-Combobuchsen wären noch geiler gewesen.

Das Crossover wurde wie bereits angesprochen mit zwei fixen Trennfrequenzen bei 80 und 120 Hz realisiert sowie mit einem Bypass ausgestattet. Hinzukommen ein 180-Phase-Switch, ein Gainregler für den relativen Pegel des Subs und ein Anschluss für ein Fußpedal oder Ähnliches, um den Subwoofer bypassen zu können. Das ist wichtig, um Mischungen auch ohne Subwoofer abhören und kontrollieren zu können. Die wenigsten Subwoofer, die nicht für das Studio konzipiert wurden, bieten eine solche Funktion.

Last but not least ist der Stromanschluss zu erwähnen. Das integrierte Netzteil versteht sich mit internationalen Spannungen von 100 bis 240 Volt und verfügt über einen stromsparenden Stand-by-Modus der sich nach 15 Minuten Inaktivität einschaltet. Die grüne Front-LED sitzt über dem Logo und wechselt dann entsprechend auf Rot. Einen „richtigen“ Hauptschalter gibt es nicht.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare