Drum Cover Classic: The Doors – „Riders on the Storm“

Nachdem wir im vorherigen Workshop bereits „L.A. Woman“vom gleichnamigen Album der Doors besprochen haben, schauen wir uns mit „Riders on the Storm“ nun einen weiteren, wesentlich ruhigeren und mystischeren Song der letzten LP des kalifornischen Quartetts um Jim Morrison an. Mit Soundfiles und Notenbeispielen könnt ihr erneut tiefer in das eigenwillige Drumming von John Densmore eintauchen.

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The Doors – „Riders on the Storm“:

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Die Grooves

„Riders on the Storm“ startet im gemütlichen Tempo um die 100 bpm und basiert auf einem eintaktigen Basslauf. John Densmore unterstützt den Loop mit einem getragenen Achtelbeat auf dem Ridebecken. Interessant ist, dass er die Achtel dabei gleichzeitig leise auf der Snare mitspielt, die er im gleichen Zuge auf den Zählzeiten „2“ und „4“ betont – ein Prinzip, das man zum Beispiel auch von Grooves wie dem Texas Shuffle kennt. Das gibt auch diesem Beat eine ganz besondere Note und Schwere. Im zweiten der beiden folgenden Soundfiles könnt ihr euch den Beat einmal zwei Takte mit und ohne Ghostnotes auf der Snare im Wechsel anhören.

„Riders on the Storm“ Beat
„Riders on the Storm“ Beat
Audio Samples
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Beat (102 bpm) Beat mit und ohne Achtel auf der Snare (102 bpm)

Mit Einsatz des Gesangs geht die Band in eine Art zwölftaktige Bluesform über. John variiert den Achtelbeat nun analog zu den Akkordwechseln und Kicks seiner Bandkollegen. In Takt 5 und 6 bedeutet das konkret, dass er mit der rechten Hand zwischen Ridebecken und dem Racktom pendelt. In Takt 9 und 10 nimmt er die Kicks durch etwas kräftigere Schläge auf der Snare und dem Ridebecken mit und ergänzt sie mit kleinen Rolls auf der Snare. Nach diesem kurzen Ausbruch geht er zurück in den gemütlichen Achtelbeat.

„Riders on the Storm“ Blues Form
„Riders on the Storm“ Blues Form
Audio Samples
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Blues Form + Bass (102 bpm) Blues Form (102 bpm) Kicks (75 bpm)

John Densmores Sound

John Densmore trug mit seinem Drumming maßgeblich zum Sound der Doors bei. Dabei hatte er eine genaue Vorstellung davon, wie sein Drumset zu klingen hat. Die Toms spielte er meistens ohne ein Resonanzfell und zudem am liebsten mit älteren Schlagfellen, da sie weniger Obertöne produzieren. Dasselbe gilt für die Snare, die er gerne mit einem Portemonnaie dämpfte, um einen trockenen, kurzen Sound zu erreichen. Als großer Jazz-Liebhaber benutzte er zudem gern Becken mit Nieten. Das und einiges mehr erfahrt ihr in diesem Video: 

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören und Nachspielen der Soundfiles. Bis zum nächsten Mal!
Jonas

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von Jonas Böker

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