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Drum Cover Classic: Creedence Clearwater Revival – „Bad Moon Rising“

Doug Clifford zählt nicht gerade zu den bekanntesten Schlagzeugern. Dabei spielte er in einer der populärsten Rockbands aller Zeiten: Creedence Clearwater Revival. Mit Songs wie „Fortunate Son“, „Have You Ever Seen The Rain“ oder „Proud Mary“ machte sich das kalifornische Quartett um Frontmann John Fogerty für immer unsterblich. 


Mit Doug Clifford beleuchten wir in diesem Workshop einmal den Mann im Hintergrund von CCR und schauen uns sein Schlagzeugspiel am Beispiel des nicht weniger bekannten Songs „Bad Moon Rising“ an. 

Die Grooves

CCR gelten nicht als Band, die für ein ausgefuchstes Schlagzeugspiel steht. Vielmehr ist CCR-Drummer Doug Clifford jemand, der sich voll und ganz in den Dienst der Musik stellt, was er mit einer Konsequenz verfolgt, die ihresgleichen sucht. Der Song „Bad Moon Rising“ ist da ein sehr gutes Beispiel, denn was Doug hier am Schlagzeug zum Besten gibt, ist irgendwie plump und genial zugleich. Ohne Schnörkel oder Ankündigung rollt der Clifford-Zug nach einem zweitaktigen Gitarren-Intro los – kein Crash, kein Pick-up, ganz einfach „Bumm“ und „Zack“ zu einem stoischen Viertelpuls auf der Hi-Hat. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch eine kleine Verzierung auf: In jedem zweiten von vier Takten bricht Doug die Bassdrum-Figur auf „1“ und „3“ durch einen weiteren Schlag auf „1 +“ auf, der das geshuffelte Feel des Songs unterstützt. 

Audio Samples
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Vers Beat (180 bpm)

Auch im weiteren Verlauf des Songs bleibt Doug seiner Linie treu: Ohne Punkt und Komma, beziehungsweise Fill-in und Crashbecken, rauscht er mit seinen Bandkollegen in den achttaktigen Refrain. Interessanterweise ändert sich im Refrain jedoch die Position des Bassdrum-Doppelschlags, den er nun auf „3“ und „3 +“ des zweiten und vierten Taktes spielt. 

Audio Samples
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Refrain Beat (180 bpm)

Ganz am Ende des Songs kann Doug es sich dann schließlich doch nicht verkneifen, ein kleines Fill-in und einen Crash-Beckenschlag zu spielen:

Hier könnt ihr euch die gesamte Strecke des ersten Vers-Teils und Refrains anhören:

Audio Samples
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Alle Parts – mit Bass Alle Parts – nur Schlagzeug

Die Noten aus diesem Workshop könnt ihr euch hier herunterladen:

Camco Drums und große Hi-Hats

In einem Interview auf www.mixonline.com erzählt Engineer Russ Gary über eine Recording-Session mit Creedence Clearwater Revival im Jahre 1969, also zu jener Zeit, als auch „Bad Moon Rising“ entstand. Doug Clifford spielte demnach im Studio ein Drum Set der Marke Camco mit einer tiefen Holz-Snare: 
„Doug used a big Camco snare. It was a big wooden snare, and the rattles were so far down below that the mics could barely hear it. By the time we got to Cosmo’s Factory, I did start putting an SM56 underneath the snare to get some more of the rattles in.“ (Russ Gary, mixonline.com)
Darüber hinaus benutzte er für damalige Zeiten ungewöhnlich große Hi-Hat-Becken:
„That was an 18-inch hi-hat. (…) I’ve never recorded anyone who used cymbals that large. And if you hear Doug and Stu play with their band today, you can really tell that identifying sound between those guys.” (Russ Gary, mixonline.com)

Doug’s ungewöhnlich große Hi-Hats kann man sehr gut in diesem Video bei 3:25 min sehen:

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören und Nachspielen der Soundfiles. Bis zum nächsten Mal!
Jonas

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02.09.2022
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von Jonas Böker

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