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Das sind die 6 besten Cajon-Pedale (2022)

Es ist schon beeindruckend, wie vielseitig diese schlichte Holzkiste namens Cajon einsetzbar ist. Auch wenn es ursprünglich in der peruanischen und kubanischen Folklore beheimatet war, fand das Instrument seinen Weg über den Flamenco in die moderne westeuropäische Musik. Und auch hier scheinen seine Beliebtheit und seine Weiterentwicklung noch längst nicht am Ende angelangt zu sein. Immer neue Zubehörteile und Erweiterungen tauchen auf dem Markt auf und das Cajon wird immer öfter zum Herzstück kleiner oder größerer Setups. Ein nicht ganz unwichtiges Cajon-Add-On ist dabei ein Cajon-Pedal, welches es ermöglicht, das Cajon gleichzeitig mit den Händen und dem Fuß zu spielen oder es zum Bassdrum-Ersatz umzufunktionieren.

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Inhalte
  1. Millenium CP-777
  2. DG De Gregorio Cajon Pedal
  3. DW 5000CJDL Direct Link Cajon Pedal
  4. Schlagwerk CAP200 Cajon Pedal
  5. Meinl TMCP Cajon Pedal
  6. Ortega OCJP-GB Cajon Pedal
  7. Cajon-Pedale: Funktionsweise und Kraftübertragung 
  8. Sitzposition beim Spiel mit dem Cajon-Pedal
  9. Auf- und Abbau des Cajon-Pedals
  10. Beater & Beater-Sounds
  11. Gelegenheits-Pedal vs. Arbeitstier

Wenn auch ihr mit einem solchen Pedal liebäugelt, aber nicht sicher seid, welches für eure persönlichen Zwecke am besten geeignet ist, haben wir hier ein paar Infos gesammelt und stellen euch sechs Pedale vor, die uns beim Testen besonders aufgefallen sind. Falls ihr noch gar kein Cajon besitzen solltet, wird euch hier geholfen.

Die Top-6 Cajon-Pedale aus unseren Tests

Im Folgenden haben wir sechs Pedale aus unseren Tests ausgesucht, die wir euch kurz vorstellen. Anhand dieser kleinen Auswahl könnt ihr die Suche nach dem richtigen Pedal etwas eingrenzen. Ein Blick über den Tellerrand hinaus und ein persönlicher Test im Musikgeschäft eures Vertrauens sei dennoch wärmstens empfohlen!

Millenium CP-777

Aus dem Hause Thomann kommt das sehr beliebte und leichtgängige CP-777 Cajon-Pedal mit Kardanwellen-Antrieb für aktuell 89 Euro. Seine Vorzüge liegen im günstigen Anschaffungspreis, den hervorragenden Spieleigenschaften, den vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten und dem variablen Beatersound. Negativ fielen die eingeschränkte Positionierbarkeit und leichte Verarbeitungsmängel an der Kardanwelle auf. Aus eigener Erfahrung kann der Autor noch hinzufügen, dass der Antriebsriemen aus Gummi sowie die Schweißnaht an der Halteplatte des Befestigungsbügels Schwachstellen darstellen.

DG De Gregorio Cajon Pedal

Durch einen kleinen Kniff in der Konstruktionsweise lässt sich das DG De Gregorio Cajon Pedal besser positionieren als der vorgenannte Mitstreiter mit Kardanwelle. Trotz frappierender Ähnlichkeiten mit dem Millenium Pedal kostet es mit 159 Euro auch spürbar mehr. Dennoch ist der erhöhte Spielkomfort nicht unerheblich, was dem Pedal schließlich eine tolle Bewertung bescherte. Es läuft flott, lässt sich umfassend einstellen und kann sogar seitlich am Cajon angebracht werden. Ein Umbau auf links ist ebenso kein Problem. Lediglich die auch beim CP-777 monierte Schweißnaht sorgte für Punktabzug.

Ein schnelleres, direkter ansprechendes Pedal als das DW 5000CJDL Direkt Link ist uns bisher nicht unter die Füße gekommen… mit 419 Euro allerdings auch noch kein teureres. Dafür werden höchste Ansprüche an Spielbarkeit, Justiermöglichkeiten und Qualität uneingeschränkt befriedigt. Zwei unterschiedliche Beater-Köpfe werden mitgeliefert, und auch ein Umbau zur Leftie-Version ist möglich. Wer keine Kompromisse eingehen will, kommt nicht umhin, dieses Pedal einmal auszuprobieren. Falls man ein etwas weniger direktes Spielgefühl und die fehlende Möglichkeit des Umbaus auf links verkraften kann, könnte übrigens auch der etwas günstigere Vorläufer 5000CJ (ohne DL) eine hervorragende Alternative sein.

Schlagwerk CAP200 Cajon Pedal

Zehn Jahre, nachdem sie mit dem CAP100 das erste Cajon-Pedal überhaupt auf den Markt brachten, schicken die Schlagwerker und Schlagwerkerinnen aus Gingen das komplett neu konstruierte, kabelgebundene Modell CAP200 ins Rennen. Es überzeugt mit deutlich verbesserten Spieleigenschaften, robuster Konstruktion und freier Positionierbarkeit, wobei die Ausführung der Pedalplatte als Longboard eher nach Heel-Up Spielweise verlangt und leises Spielen etwas schwerer macht. Knapp 240 Euro kostet das Pedal, das mit Bodenplatte und passgenauem, wenn auch sehr großem, Transportcase geliefert wird. Im Direktvergleich mit dem zuvor genannten DW 5000CJ Kabel-Pedal ist das CAJ200 zwar etwas schwergängiger, dafür aber viel flexibler beim Platzieren.

Meinl TMCP Cajon Pedal

Wer es in Sachen Positionierung sehr flexibel haben möchte, ist mit Meinls TMCP Cajon Pedal bestens beraten. Es ist leicht aufzubauen, gut verarbeitet und bietet einen guten Beatersound. Die sonst bei Kabel-Pedalen übliche Trägheit fällt bei diesem Pedal sehr gering aus, was auch flotte Figuren mit allen Spieltechniken zulässt. Auch die Möglichkeiten, es an die eigenen Vorlieben anzupassen, sind ausreichend gegeben. 209 Euro kostet dieses Pedal, welches auch professionellen Ansprüchen gerecht wird.

Ortega OCJP-GB Cajon Pedal

Für 109 Euro gibt es das schwarz-gelbe OCJP-GB Cajon Pedal von Ortega, welches über einen direkt mit der Beater-Welle verbundenen Hebelantrieb verfügt. Es ist simpel, kompakt, günstig und einfach zu montieren. Die Federspannung und der Beatersound lassen sich einstellen. Allerdings ist das Spielen flotter und virtuoser Bassfiguren auf der dünnen Metallstange kein Zuckerschlecken. Wer das aber sowieso nicht braucht, kann mit dem schlichten Pedal durchaus glücklich werden. Für Linksfüßer gibt es eine eigene Version mit dem Namenszusatz „L“.

Cajon-Pedale: Funktionsweise und Kraftübertragung 

Anders als bei normalen Fußmaschinen, wie wir sie vom Schlagzeug her kennen, muss bei Cajon-Pedalen die Kraft vom Fuß auf den Schlägel nicht nach vorne sondern rückwärts übertragen werden. Das geht im Prinzip ganz einfach, indem die Kette oder das Band auf der Sechskantwelle andersherum geführt wird. Doch es gibt noch die Strecke vom Pedal zum Cajon zu überwinden, was wiederum nicht ganz so einfach ist. Um das zu ermöglichen, setzen die Hersteller auf drei grundsätzliche Lösungsansätze:

1.) Pedal- und Beater-Einheit werden mit einem Bowdenzug miteinander verbunden. Der Vorteil dieser Bauweise liegt in der absolut freien Positionierbarkeit des Pedals – auch wenn es mit dem linken Fuß gespielt werden soll. Durch den Reibungswiderstand im Bowdenzug fühlen sich diese Pedale jedoch häufig etwas träge an.

2.) Die Kraft wird über eine Kardanwelle geleitet, was ein sehr direktes Spielgefühl ermöglicht. Diese Bauart lässt jedoch nur eine eingeschränkte Positionierung des Pedals zu, da sich die Gelenke der Kardanwelle nicht beliebig stark knicken lassen, ohne zu blockieren.

3.) Statt eines Pedals kommt ein Hebel zum Einsatz, der die Kraft über ein Gelenk direkt auf den Beater überträgt. Durch den starren Aufbau ist eine Veränderung der Position und oft auch die Verwendung unter dem linken Fuß nicht möglich. Dem sehr direkten Spielgefühl dieser Pedale steht der – wegen des fehlenden Pedals – eingeschränkte Spielkomfort gegenüber.

Fotostrecke: 5 Bilder Das Millenium CP777, …
Fotostrecke

Sitzposition beim Spiel mit dem Cajon-Pedal

Wie gerade schon beschrieben, unterscheiden sich die Cajon-Pedale in ihrer Konstruktion deutlich voneinander. Während sich die Bowdenzug-Pedale absolut unproblematisch am Cajon positionieren lassen, können die Kardanwellen- und Hebel-Pedale nicht immer optimal an die eigene Sitz- und Spielposition angepasst werden. Wer längere Sessions mit einem Cajon-Pedal bestreiten möchte, sollte also vorher unbedingt ausprobieren, ob sich das gewünschte Pedal ausreichend gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Muss das Bein zu weit nach außen oder der Fuß verdreht werden, um das Pedal erreichen zu können, kann eine ausufernde Probe oder ein längeres Konzert zur Qual werden.

Es sollte auch bedacht werden, dass es mit montierten Cajon-Pedalen nicht möglich ist, mit dem Cajon nach hinten zu kippeln und somit der Spielkomfort im „Handbetrieb“ leicht eingeschränkt ist. Probiert also am besten selber aus, welche Lösung am besten zu eurer individuellen Spielweise passt und behaltet im Hinterkopf, dass ihr unter Live-Bedingungen gegebenenfalls deutlich länger auf der Kiste ausharren müsst als die paar Minuten beim Testen im Musikgeschäft.

Auf- und Abbau des Cajon-Pedals

Wer viel unterwegs ist und auf- und abzubauen hat, weiß jeden gesparten Handgriff zu schätzen. Dazu kommt noch, dass das Arbeitslicht nicht auf allen Bühnen optimal ist. Glücklicherweise sind die Cajon-Pedale, die wir bei bonedo bisher testen durften, allesamt recht einfach zusammenzubauen. In den meisten Fällen wird eine Halteschiene unter das Cajon geschraubt, an der die Beater-Einheit des Pedals befestigt wird. Bei Kabel-Pedalen muss dann nur noch der Beater selbst befestigt und die Pedaleinheit nach Gusto platziert werden. Bei Modellen mit Kardanwelle müssen dazu die Pedal- und Beater-Einheit mit der Welle selber verbunden werden. Hebelpedale bestehen sowieso aus nur einer Einheit, was die Montage besonders simpel macht.

Wer ein Cajon-Pedal öfter auf- und abbauen muss, wird – wie generell bei Percussion- und Schlagzeug-Hardware – deutliche Unterschiede bezüglich der Qualität bemerken. Das fängt damit an, dass bei günstiger Hardware oft noch Grate zu fühlen sind. Doch auch bei den Schrauben wird gespart, sodass gerade bei den günstigen Pedalen ein wenig Vorsicht beim Anziehen der Schrauben geboten ist, damit diese nicht durchnudeln.

Auch bieten nicht alle Cajon-Pedale dieselben Möglichkeiten, um etwa Pedal- oder Beater-Neigung einzustellen und das Pedal so den eigenen Vorlieben anzupassen. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist, dass nicht alle Pedale auch mit links spielbar sind.

Beater & Beater-Sounds

Um einen satten Bass aus dem Cajon zu holen und auch, um es nicht zu beschädigen, kommen bei Cajon-Pedalen besonders weiche Schlägel, auch Beater genannt, zum Einsatz. Diese können aus dickem Schaumgummi bestehen oder aber einen weichen, mit Leder oder gar Fell überzogenen Kern haben. Auch kleine Tennisball-ähnliche Beater sind erhältlich. Inzwischen gibt es viele Varianten im Handel, die sich einerseits in ihrer Farbe, Form und Festigkeit, aber nicht zuletzt auch in Sachen Klang und Spielgefühl unterscheiden.

Cajon-Pedale werden bereits mit einem geeigneten Beater ausgestattet, doch wenn ihr auch mal Lust auf einen anderen Sound mit mehr oder weniger Attack- oder Bass-Anteil habt, bietet der Markt reichlich Auswahl. Als grobe Orientierungshilfe lässt sich gut die Faustregel heranziehen, dass ein härterer Beater mit glatter Oberfläche und flacher Schlagfläche für viel Attack und Durchsetzungsfähigkeit sorgt, während ein weicher und runder Fell-Beater mehr Bass und einen dezenteren Ton erzeugt.

Gelegenheits-Pedal vs. Arbeitstier

Welches Pedal für euch schlussendlich in Betracht kommt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie sehr es beansprucht wird. Wer gelegentlich mal eine kleine Lagerfeuer-Session damit bestreiten möchte, wird sich zu Recht scheuen, tief in die Tasche zu greifen. Ganz ohne Kompromisse geht es im Einsteigerbereich zwar nicht, doch auch hier gibt es Pedale, mit deren Mankos es sich dennoch ganz gut leben lässt. Eine eingeschränkte Positionierung ist nicht so wild, wenn sich die Spielzeiten in Grenzen halten. Dass sich manche Fußtechniken auf Kabel- oder Hebel-Pedalen nicht umsetzen lassen, juckt auch nur diejenigen, die ihre Füße bereits am Drumset mit flinken Pedalen verwöhnt haben. Wer sein Pedal nicht ständig auf- und abbaut und zum Transport achtlos in die Hardware-Tasche wirft, wird die Verarbeitungsqualität und Haptik eines teureren Pedals wohl auch nicht allzu sehr vermissen.

Wie bei allem anderen auch, lohnt sich aber der Blick in die Mittel- und Oberklasse für alle, die auch auf Dauer komfortabel und leichtfüßig mit einem Cajon-Pedal unterwegs sein möchten und zudem eine hohe Zuverlässigkeit erwarten.

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Cajon-Pedale im Vergleich

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von Sven von Samson

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Fred Durst sagt:

#1 - 26.08.2021 um 15:25 Uhr

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