Anzeige

Coppersound Polaris Test

Das Coppersound Polaris Chorus-Vibrato-Pedal des US-amerikanischen Boutique-Effektpedalbauers orientiert sich nach Herstellerangaben am legendären Small Clone von Electro Harmonix und arbeitet sogar mit demselben analogen Schaltkreis. Wie bei vielen kleinen Pedal-Edelschmieden stand auch bei Coppersound am Anfang die Idee, Effekte für den eigenen Gebrauch zu bauen, was letztendlich der Startschuss zur Gründung der eigenen Firma war.

Copper_Sound_Polaris_Chorus_Vibrato_009FIN


Alex Guaraldi und Tris Coffin heißen die beiden Gründer, die mittlerweile ein solides Arsenal an Effektpedalen vorzuweisen haben, zum Teil verpackt in überraschend kreativen Designs, wie zum Beispiel der als Morsetaster ausgelegte Telegraph Stutter. In dieser Beziehung eher konventionell präsentiert sich dagegen unser Testkandidat, das Polaris Chorus-Vibrato-Pedal im rechteckigen Gehäuse. Ob und wo es seine Extravaganzen hat, soll unser Test herausfinden.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Details

Optik/Verarbeitung:

Das 111mm x 91mm x 50 mm große und 387 Gramm schwere Polaris steckt in einem Stoffsäckchen und wird in einem Karton geliefert, in dem sich zusätzlich eine Kurzbeschreibung der Funktionsweise der Bedienelemente befindet. Das tadellos in Lila-Sparkle lackierte Metallgehäuse macht einen überaus robusten und hochwertigen Eindruck und trägt, passend zum Namen, das Abbild eines weißen Iglus auf der Oberseite.

Fotostrecke: 3 Bilder Das Coppersound Polaris Chorus-Vibrato-Pedal erzeugt seine Effekte mit Hilfe der Eimerkettenspeicher-Technologie.
Fotostrecke

Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich an der Stirnseite, ebenso der Anschluss für ein 9-Volt-Gleichstromnetzteil, das jedoch nicht Teil des Lieferumfangs ist. Die Buchse umschließt den Netzteilstecker komplett und gibt ihn nur mit einem beherzten Ruck frei, was ich positiv bewerte, denn so wird verhindert, dass er versehentlich herausgezogen wird, aber auch, dass Schmutz oder Flüssigkeiten in die Buchse eintreten können.
Die Unterseite des Gehäuses ist wie üblich mit vier Kreuzschlitzschrauben befestigt, allerdings gibt es, außer im Service-Fall, keinen Grund, diese zu lösen und Licht ins Innere fallen zu lassen. Das Polaris kann nämlich ausschließlich mit einem Netzteil betrieben werden, Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Ich habe die Bodenplatte trotzdem einmal gelupft und konnte mich von der tadellosen Verarbeitung auch im Inneren überzeugen. Bei einigen Boutique-Herstellern hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, den eigenen Pedalen wenigstens kleine Gummifüßchen und/oder Klett beizulegen, lobenswerterweise auch in unserem Fall.

Fotostrecke: 2 Bilder Alle Anschlüsse sind auf der Stirnseite des Gehäuses platziert,…
Fotostrecke

Die Oberseite bietet Platz für diverse Bedienelemente in Form von fünf Potis, einem Kippschalter und zwei satt einrastenden Metall-Fußtastern.
Die vordere Poti-Reihe ist komplett mit Metallknöpfen versehen, deren Stellung dank eines schwarzen Skalenstrichs auch im Stehen gut zu erkennen ist. Sie lassen sich samtig und feinfühlig regulieren, eine Riffelung an der Seite ermöglicht zudem ein sicheres, rutschfreies Einstellen. Da das Polaris über Vibrato und Chorus verfügt, sich aber jeweils nur einer der beiden Effekte betreiben lässt, wird Letzterer mit einem Kippschalter ausgewählt. Nach links wird das Vibrato aktiviert, nach rechts zeigend kommt der Chorus zum Einsatz.

Fotostrecke: 4 Bilder Auf der Oberseite finden sich fünf Potis, ein Kippschalter und zwei satt einrastende Metall-Fußtaster.
Fotostrecke

Der jeweilige Effekt kann mit den vier Potis folgendermaßen beeinflusst werden:
Volume bestimmt die Lautstärke und Tone die Intensität, mit der die Bassfrequenzen gepusht oder abgesenkt werden. Das Rate-Poti legt die Modulationsgeschwindigkeit fest und Focus reguliert die Modulationstiefe des Effektes. Der linke Fußschalter aktiviert den Effekt, was durch eine blaue LED angezeigt wird.
Aber das ist noch nicht alles, denn es befinden sich noch ein weite rer Fußschalter und ein mit Focus II beschriftetes Poti auf der Oberseite des Polaris. Wird der rechte Fußschalter gedrückt, kommt Focus II zum Einsatz und ersetzt mit seiner individuellen Reglerstellung den ansonsten aktiven Focus-Regler. So lässt sich zwischen zwei “Focus-Presets” schalten. Angezeigt wird der aktivierte zweite Focus von einer lila LED.

Das Herz des Coppersound Polaris ist ein MN3007 BBD-Chip, der ebenfalls im Electro Harmonix Small Clone zu finden ist. Erwartungsgemäß besitzt das Pedal einen True-Bypass, der im inaktiven Zustand das Signal vom Eingang direkt an den Ausgang weiterleitet und so die Schaltung unangetastet passieren lässt.
Das Coppersound Polaris wird auf hohem Niveau in den USA per Hand gefertigt und lässt, was die Verarbeitung betrifft, keinerlei Kritik zu.

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.