Chauvet D-Fi Hub und FlareCon Air Test

Praxis

Aufbau und Verarbeitung

Beide Transceiver machen beim Auspacken trotz ihres geringen Gewichts einen soliden Eindruck. Insbesondere die Antennen, die beim Auf- und Abbau sicherlich häufig ein- und ausgeklappt werden, sind solide konstruiert.
Der Hersteller rät, die Transceiver mindestens 1,5 Meter über dem Boden anzubringen, um einen störungsfreien Signalempfang zu gewährleisten. Hat man sich für eine hängende Installation entschieden, bei der ein Sicherungsseil eingesetzt werden muss, so kann man in eine der M10/M12-Buchsen eine noch zu erwerbende Ringschraube eindrehen. Dann hat man eine solide Möglichkeit, ein Safety zu befestigen. Ich schlage die beiliegenden Bedienungsanleitungen auf. Damit alles funktioniert, ist die Reihenfolge der nun folgenden Konfigurationsschritte entscheidend.

Fotostrecke: 2 Bilder Gleich geht’s per Wireless-DMX in den Live-Test

Konfiguration des D-Fi Hubs als Empfänger

Als erstes bereitet man den Empfänger des DMX-Signals auf die Wireless-DMX-Übertragung vor. Nutzt man als Receiver einen zweiten D-Fi Hub, stellt man daran mit den Tasten Menu, Up, Down und Enter im Menüpunkt Settings/Receive Mode den Kanal ein, auf dem das DMX-Signal empfangen werden soll.
Sind Scheinwerfer der Chauvet Freedom-Serie mit bereits eingebautem D-Fi-Receiver die Empfänger, so macht man an ihnen das Gleiche und wählt zusätzlich den DMX-Kanal-Betrieb, den man gleich verwenden möchte, in ihrem Menü aus.
Werden Scheinwerfer anderer Hersteller mit dem DMX-Ausgang eines D-Fi Hubs verbunden, so müssen auch sie auf den passenden DMX-Kanal-Betrieb eingestellt sein. Befinden sie sich beispielsweise in einem Autoprogramm-Modus, so wird dieser nämlich nicht automatisch nach Anschluss eines WLS-DMX-Senders umgestellt. Übrigens kann man beliebig viele Receiver mit einem Sender verwenden.

Konfiguration des D-Fi Hubs als Sender

Anschließend sind die DMX-Kabel zu verbinden und erst danach der Hub an das Stromnetz anzuschließen. Für das Stromkabel hätte ich eine Zugentlastung sinnvoll gefunden, damit es nicht versehentlich aus der Buchse rutscht. Dass verschiedentlich der Netzanschluss von Transceivern durch eine Batterie ersetzt wird, schafft meiner Meinung nach eher ein Ausfallrisiko als dass es Vorteile bringt.
Am D-Fi Hub wählt man noch im Menüpunkt Settings/Transmit Mode denselben Kanal, den man zuvor am Empfänger als Receive Mode eingestellt hat. Alternativ kann man die im Menü unter Settings/Receive Auto bzw. Settings/Transmit Auto befindliche Auto-Funktion aktivieren und per Druck auf die unter dem Display befindliche Taste den Hub synchronisieren. Sollten allerdings weitere drahtlose Netzwerke am Ort vorhanden sein, rät Chauvet zur manuellen Kanalwahl.

Konfiguration des FlareCon Air

Hierfür sind zwei Wireless-Verbindungen herzustellen: eine D-Fi-Verbindung vom Transceiver zum Empfänger des DMX-Signals und eine WiFi-Connection zwischen Smartphone/Tablet und FlareCon Air. Den Quick Reference Guide des FlareCon Air finde ich als Konfigurationsanleitung sehr ungeordnet. Er hat zu viele Querverweise. Teilweise werden Konfigurationsschritte unter verschiedenen Überschriften doppelt beschrieben.
Ich schließe den Transceiver ans Stromnetz an und wähle im Menüpunkt Manual Channels den D-Fi-Kanal aus, den ich bei meinem Empfänger schon eingestellt habe. Alternativ bietet das FlareCon Air wie der D-Fi Hub den Auto-Channel-Mode in Verbindung mit der unter dem Display befindlichen Auto-Taste zur automatischen D-Fi-Kanalsynchronisation.
Ich aktiviere im Menüpunkt Input Mode dann WiFi. Das FlareCon Air bietet 16 WiFi-Kanäle, aus denen man im Menüpunkt Information/WiFi-Channel einen aussucht. Ein FlareCon Air-Transceiver kann nur mit jeweils einem Smartphone oder Tablet angesteuert werden.

Bedienung des D-Fi Hubs

Ist der Wandler erst einmal konfiguriert, klappt die Nutzung reibungslos. Man kann sein vertrautes Lichtpult verwenden und den Hub quasi vergessen. Das WLS-DMX-Signal wird anstandslos durchgeleitet.

Fotostrecke: 2 Bilder Der D-Fi Hub im Einsatz mit einem Chauvet Freedom Stick…

Bedienung des FlareCon Air mit der FlareCon App

Zwar kann man den Transceiver auch mit DMX-Signal vom Lichtpult versorgen, aber dann würde sich der im Vergleich zum D-Fi-Hub höhere Anschaffungspreis nicht lohnen. Sinnvoll ist der Einsatz erst mit der FlareCon App. Ich habe sie zuvor bereits auf meinem Smartphone installiert, schalte das WLAN auf dem Smartphone ein und wähle das FlareCon Air-WLAN aus.
Wer sicher sein möchte, dass er sich mit dem richtigen WLAN verbindet, kann am FlareCon Air im Menüpunkt Information/Wi-Fi SSID den Namen des WiFi-Netzwerks anschauen. Dann öffne ich die App.
Am einfachsten funktioniert sie mit Scheinwerfern der Freedom-Serie. Man wählt das verwendete Scheinwerfermodell an und kann loslegen. Zwar ist auch die Ansteuerung anderer LEDs möglich, dabei ist jedoch zu beachten, dass die Farben RGBAW+UV in der App fest den Kanälen 1 bis 6 zugeordnet sind. Haben Scheinwerfer eine andere Belegung, wird’s knifflig.
Arbeitet man mit Freedom-Strahlern, kann man hingegen einfach alle gängigen Einstellungen wie Master Dimmer, Farben, Farb-Presets, Stroboskop, Auto-Programme und Autospeed und sogar Dimmer Mode am Smartphone bzw. Tablet vornehmen. Bei Scheinwerfern von Drittanbietern lassen sich Channel Mode, DMX-Adresse und Farben beeinflussen. In beiden Fällen kann man Szenen mit Fade-Zeiten kreieren. Diese können gespeichert und in der Rubrik Show abgerufen werden.
Beim Test fällt auf, dass es zwischen 0,5 und 1,5 Sekunden dauern kann, bis sich die Eingabe auf dem Smartphone auf die Scheinwerfern auswirkt. Im Handbuch fehlt mir der Hinweis, welche Funktion die rechts neben dem Display befindliche Signal-LED hat. Sie flackert, wenn sie DMX-Werte von der App erhält. Dies kann bei der Fehlersuche ein wertvoller Hinweis sein.

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