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Behringer Neutron Test

Fazit

Für viel Diskussionsstoff haben die letzten Behringer Ankündigungen gesorgt. Eines ist aber sicher! Was Uli Behringer mit seinem britischen Entwickler-Team hier für schlanke 299 € anbietet, ist erstaunlich. Ein vollwertiger und komplexer Synthesizer für so wenig Geld. Alles geclont oder was? Hier nicht! Der Neutron stillt das Interesse zweier Gruppen in einem Gerät. Freunde der klassischen subtraktiven Synthese werden ihren Spaß an den fett klingenden Oszillatoren haben, wie auch dem etwas anderen Filter-Charakter. Musiker, die es lieber semi-modular mögen, werden durch die sehr vielseitige und umfangreiche Patchbay lange erfreut. Auch Anfänger ziehen ihren Nutzen: Der Neutron bietet Neulingen Möglichkeiten, die ersten Schritte mit Patchkabeln zu unternehmen.
Was auffällt ist das noisige Delay. Das auffallend rote Design ist Geschmacksache. Für den geforderten Preis kann man damit leben. Der Neutron konnte mich seit der Beta Phase überzeugen, vor allem weil er kein Clone eines bekannten Vintage-Geräts ist. Der Neutron ist nach meiner Meinung perfekt für Einsteiger, als auch für erfahrene Musiker, da er eine breite Palette an Sounds anbietet: Monofone oder parafone fette analoge Bass- und Lead-Sounds, experimentelle Klänge (Drones, Soundscapes …) mit einem Hauch Schmutz, aber auch für verrückte Lo-Fi Effekte eignet er sich.
Der Behringer Neutron bietet viel Synthesizer für sein Geld und ermöglicht vor allem Neulingen, die ersten Schritte in die vielschichtige Eurorackwelt zu machen, ohne dabei das eigene Sparkonto extrem zu belasten.

Pro
  • Semi-modularer Aufbau mit fast modularem Spielgefühl
  • Fett klingende Oszillatoren
  • Oszillator & LFO steppen/blenden
  • Charaktervoller 12dB Multimode Filter
  • Digitaler LFO
  • Knackige Hühlkurven
  • Vielseitige Patching-Möglichkeiten
  • Clevere Utility Funktionen
  • Eurorack kompatibel
  • Preis/Leistung
Contra
  • Einzelne Oszillator-Volume Regler fehlen (Mixer)
  • Größe des Tune- vs. Filter-Reglers
  • Filter-Tracking nur über 3 Oktaven perfekt
  • Klangqualität des Delay-Effekts
  • Verzögerungsausgang gelangt in trockenen Signalpfad bei Mix-Regler ‘0’-Stellung
  • Farbliche Abstimmung im Patchfeld
  • Stromversorgung nicht Eurorack kompatibel

Der Behringer Neutron bietet viel Synthesizer für sein Geld. (Foto: Tom Wies)
Der Behringer Neutron bietet viel Synthesizer für sein Geld. (Foto: Tom Wies)
  • Parafonischer Synthesizer mit 2 analogen „3340“-Oszillatoren
  • Rein analoger Signalweg
  • Semimodulare Architektur mit vordefiniertem Routing
  • Oszillatoren mit 5 stufenlos überblendbaren Schwingungsformen (Tone Mod, Puls, Sägezahn, Dreieck, Sinus)
  • Individuelle Pulsbreiten-/Shape-Regler
  • Paraphonic-Modus
  • Umschaltbarer, selbstoszillierender analoger Multimode-VCF mit 12 dB/Oktave
  • Zwei analoge ADSR-Generatoren
  • Mehrstufiges Analog-Delay basierend auf BBD-Technologie
  • Overdrive-Schaltung
  • Flexibler LFO mit fünf Wellenformen, MIDI Clock Sync und Key Sync
  • Rauschgenerator
  • 36 Bedienelemente und 7 Tasten für Echtzeitzugriff auf alle Parameter
  • Inkl. Utility-Funktionen wie Attenuator, Multiples, Slew-Rate-Limiter und Summer
  • 32 In/24 Out-Patch-Matrix für flexible Patching-Optionen
  • Sample & Hold mit anpassbarer Audio-Rate und Glide
  • Kopfhörerausgang mit Pegelsteuerung
  • Audio-Eingang für externe Audioquellen
  • USB/Midi-Implementierung für Anschluss an Tastatur oder Sequenzer

Weitere Informationen zu diesem Produkt gibt es auf der Webseite des Herstellers.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,0 / 5
Pro
  • Semi-modularer Aufbau mit fast modularem Spielgefühl
  • Fett klingende Oszillatoren
  • Oszillator & LFO steppen/blenden
  • Charaktervoller 12dB Multimode Filter
  • Digitaler LFO
  • Knackige Hühlkurven
  • Vielseitige Patching-Möglichkeiten
  • Clevere Utility Funktionen
  • Eurorack kompatibel
  • Preis/Leistung
Contra
  • Einzelne Oszillator-Volume Regler fehlen (Mixer)
  • Größe des Tune- vs. Filter-Reglers
  • Filter-Tracking nur über 3 Oktaven perfekt
  • Klangqualität des Delay-Effekts
  • Verzögerungsausgang gelangt in trockenen Signalpfad bei Mix-Regler ‘0’-Stellung
  • Farbliche Abstimmung im Patchfeld
  • Stromversorgung nicht Eurorack kompatibel
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Behringer Neutron Test
Für 311,00€ bei
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Der Behringer Neutron bietet viel Synthesizer für sein Geld. (Foto: Tom Wies)

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von Tom Wies

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Profilbild von Marco Heger

Marco Heger sagt:

#1 - 25.11.2018 um 08:32 Uhr

Empfehlungen Icon 1

Der Neutron ist sein Geld wert. Die Soundbeispiele könnt ihr euch sparen, die sind einfach lieblos katastrophal, zum Glück gibt es Youtube . Der Uli macht hier Nägel mit Köpfen. Es wird immer besser. Ich freue mich besonders auf das Modular System vom Uli.

Profilbild von Andy Franke

Andy Franke sagt:

#2 - 20.01.2019 um 21:16 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Schöner Bericht. Habe meinen Neutron erst zwei Tage und wirklich, dass was mir auch gleich störend aufgefallen ist, sind die zu leicht gehenden Tuning-Regler und der kleine Cutoff und wiederum unnötig große LFO-Regler, sowie das farbliche Design des sonst wirklich tollen Gerätes. Ich habe die Kappen des Cutoff und LFOs einfach gegeneinander ausgetauscht. Beim surfen durch das Web bin ich auf die Seite heinakroon.net gestoßen, dort werden Overlays für den Neutron angeboten die eine komplett neue Farbgestaltung des Neutrons ermöglichen. Alle Funktionen sind dann auch farbkodiert und auch das Tauschen des Cutoff und LFO-Knobs kann bei der Bestellung berücksichtig werden. Leider nimmt man wegen der riesigen Nachfrage zur Zeit (Jan 2019) keine Bestellungen mehr entgegen. Da hat wohl jemand eine super Idee gehabt. https://www.heinakroon.net/After_hours/p5751465_18987280.aspxLG Andy

Profilbild von Marco Heger

Marco Heger sagt:

#3 - 12.04.2021 um 03:20 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Nachdem ein paar Jahre ins Land gegangen sind steht der rote Kasten immer noch hier und begeistert. Inzwischen hat er einige Brüder und Schwestern bekommen, allesamt vom Robinhood der Musiker Ulli Behringer. Hier gibt's endlich vernünftige analoge Synthesizer für gutes Geld. Die meisten von uns verdienen keine Kohle mit der schönen Musik, aber die schöne Zeit damit ist unbezahlbar! Seit die Corona Zeit kannst Musik und Geld verdienen komplett vergessen. Also bleiben wir besser als Hobbygärtner und Hobbymusikant zuhause und warten bis der Virus sich wieder verpisst. Sehr schöner Testbericht! Nur dass die Farbe nicht gefällt zeigt mir allzuoft wie verwöhnt die Menschen sind. Bekommen sie einen geilen Synthesizer für wirklich wenig Geld nachgeschmissen, dann zicken sie immer noch rum ohne zu den wahren Wert des Gerätes zu erkennen. Der Synthesizer ist wirklich sehr gut durchdacht, und ja 1x lfo ist wenig, und ich hätte mir auch einen cv out und gate out gewünscht um einfach mal einen externen oscillator mit einzubinden. Aber das geht auch anders. Egal, für den Preis? Wer immer noch meckert der sollte vielleicht an seinen wirklichen Problemen im Leben arbeiten, aber der Synthesizer ist nicht schuld ??

Profilbild von Ginodagostino

Ginodagostino sagt:

#4 - 09.05.2021 um 22:53 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ich bin wirklich auch nur begeistert von diesem Teil...
Der Sound ist perfekt und jallert (zum Glück) nicht jedem Minimoog(verschnitt) nach.
Extrem flexibel und mal ein anderes Soundstatemend.
Lässt sich super mit Crave und vor allem 2600 verpatchen oder allem anderen Eurostuff.
Farbe?
Find's ok!!!
Sch.... drauf (hab auch seit 25 Jahren nen Virus 1b... da beisst sich nix ;))
Trotzdem einfach leider geil.
Das Einzige was nicht so gut gelöst ist, finde ich wirklich den Balanceregler zwischen den Osci's... da verstell man echt mal schnell die Stimmung :|
Sonst...
Enorm bassig und schön, teils auch mal schön ungehobelt im Sound...
Ein echtes Plus!
Selbst das Lowfi Delay empfinde "ich" dazu authentisch!
Und man muss es ja auch nicht nutzen wenn es einem doch zu gruselig wird.
Trotzdem nice to have...
Distotion ist auch recht amtlich...
Für mich eines der besten analogen (Mono) Geräte zur Zeit und mit nem Hang zum Klassiker bzw, auch gerade für den Preiss ein best buy...

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