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ALTO Black 12 Top & Black 15 Sub Test

Praxis

Einsatz als Bodenmonitor

Alto Black 12

Schnell ist ein SM 58 angeschlossen und eingepegelt. Als DSP-Preset wähle ich Nummer 3 „80 Hz HP“. Der Monitor liefert einen klaren und präzisen Sound, ohne nasal zu klingen, sehr angenehm. Durch die hohen Schalldruckreserven bleibt diesbezüglich kein Wunsch offen. Als Nächstes aktiviere ich das vierte DSP-Programm „Ext LF“. Der Einsatz damit funktioniert ebenfalls sehr gut. Der Monitor ist im unteren Frequenzbereich noch ein wenig schlanker im Sound, was eine noch höhere Lautstärke zulässt. Hier sollen der Geschmack und die örtlichen Gegebenheiten entscheiden. Als sehr vorteilhaft erweisen sich hier die breiten Gummifüße an der Seite, die ein Wegrutschen bei aufgestelltem Fuß auf die Box sicher verhindern.  

Einsatz als PA

Zuerst wähle ich das Preset „Flat“. Ich höre verschiedene Genres, als Zuspieler dient mein iPod. Metall, Rock, Pop oder RBM, die Black 12 lässt sich gar nicht aus der Ruhe bringen. Sie liefert einen klaren, druckvollen Sound, welcher sehr kompakt und keinesfalls schwammig oder nervig daherkommt. Dieses Bild setzt sich auch bei höheren Lautstärken fort. Auch im Grenzbereich macht es mir immer noch Spaß. Die Limiter arbeiten erst sanft, dann aber doch hörbar, so wie ich mir das vorstelle.  
Nun ist es an der Zeit, das zweite Preset „Contour“ auszuprobieren. Wie schon vermutet, ist dieses Programm für geringere Lautstärken entwickelt, um dann einen fetteren Sound zu erzeugen. Die Box klingt sehr satt im Bass und ist auch etwas präsenter geworden, ohne dabei zu harsche Höhen zu entwickeln. Diese Abstimmung ist sehr gelungen. Bei etwas höheren Lautstärken ist es aber empfehlenswert, wieder auf „Flat“ zurückzuschalten, da das Klangbild sonst zu schwammig und aufdringlich wirkt.
Als am nächsten Tag eine Band ins Studio kommt und mit Drums, Bass, E-Gitarren, Keyboard und Gesang proben möchte, benutzen wir die Black 12 als Monitoring für Bass, Drum, Keyboards und Vocals. Hier machen sich die hohen Leistungsreserven bezahlt. Der Schalldruck ist weit mehr als ausreichend für unser Setup. Alle Musiker sind von dem Punch und dem klaren Sound begeistert. Bei der Gelegenheit probiere ich das erste Mal die Bluetooth-Option aus. Schnell ist das Programm aus dem App-Store geladen und ebenso zügig werden die beiden Lautsprecher per Funk „entdeckt“, und man kann auf die gewünschten Parameter zugreifen. Ich wähle das Preset 5 für Custom-Einstellungen. Nun habe ich über einen einfachen Bildschirm die Möglichkeit, meinen eigenen Low-Cut und verschiedene EQ-Einstellungen auszuprobieren. Dies erwies sich als sehr praktisch, weil ich so im laufenden Bandbetrieb die Koppelfreudigkeit der Anlage minimieren konnte und so entspannt noch höhere Lautstärken erzeugen konnte, auch wenn der Sänger einmal das Mikro vom Ständer in die Hand nahm.  

Einsatz als kombiniertes System

Black 12 Top mit Black 15 Sub An den Tops aktiviert man das Preset „Ext LF“ und am Sub das Programm 1 „80 Hz“. Nun wird wieder der DJ-Mix aus verschiedenen Musikrichtungen abgefahren, den ich auch schon bei dem Hörtest mit den Tops gehört hatte. Das Hörergebnis ist wahrlich mächtig. Ungeahnte, präzise Tiefbässe, dass es nur so kracht. Das lässt beim Hörer Freude aufkommen. Ich bin beeindruckt, wie wenig das System verfärbt. Die Endlautstärke ist dabei zudem wirklich imposant. Ich habe das Gefühl, dass sich die massiven Sperrholzgehäuse absolut bezahlt machen. Die Anlage klingt sehr stramm und sauber. Impulstreue und Griffigkeit sind die Klangeigenschaften, die mir zuerst auffallen, was sicherlich an der potenten, gut abgestimmten Elektronik liegt.  Bei dem Versuch, das System an die Grenze zu fahren, fallen die Limiter positiv auf, erst soft, dann deutlich hörbar. An dieser Stelle ist es wieder an der Zeit, die Bluetooth-Option zu aktivieren. Sofort werden alle drei Boxen erkannt und man kann die drei separat regeln. Ich versuche mich an den verschiedenen DSP-Programmen des Subs. Es wird sauber umgeschaltet, und man kann den Sub ebenso einfach hinsichtlich der Laustärke regeln. So kann man das System schnell und unkompliziert auf die Gegebenheiten anpassen und so wie ich einen etwas höheren Crossover wählen, der besser zu dieser Räumlichkeit passt.

Fotostrecke: 4 Bilder Levels und Metering
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