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Akai MPK 261 Test

Praxis

Zu den Testbedingungen: In dem immer noch relativ frischen Testobjekt verrichtet die Firmware 1.0 ihren Dienst, der Test erfolgte in Verbindung mit einem Macbook Pro unter OSX 10.9.4. 
Zunächst ein paar Takte zum grundlegenden Geräteprinzip: Sämtliche Regler, Pads und fast alle Taster des MPK 261 lassen sich vielfältigen MIDI Messages zuweisen. Diese Zuweisungseinstellungen des kompletten Geräts lassen sich als eines von 30 Presets speichern. Verschiedene Presets, die beispielsweise bereits Zuweisungen zur Bedienung populärer DAWs und Plug-Ins oder der im Bundle enthaltenen Instrumente beinhalten, sind schon vorkonfiguriert.
Eine kurze Stichprobe der Presets:

  • Preset 1: (Ableton) „LiveLite“
  • Preset 5: (SONiVOX) „Eighty8“
  • Preset 7: „Reason“
  • Preset 10: „Cubase“
  • Preset 13: „Logic“
  • Preset 19: „Battery4“
  • Preset 20: „Stylus“

Das Ganze klingt hoffnungsvoll nach Plug & Play. Ganz so einfach ist es aber leider nicht, wobei eventuell auftretende Probleme weniger am MPK 261, dessen Bedienung absolut logisch und selbsterklärend ist, sondern eher an speziellen DAW-spezifischen Voreinstellungen liegen. Ich habe mich in diesem Test überwiegend darauf konzentriert, das MPK 261 als DAW Controller für Cubase (5), Logic Pro X und Pro Tools 10 nutzbar zu machen und bin überall zu – wenn auch unterschiedlichen – Ergebnissen gelangt. Ein Blick in die sogenannte „Knowledge Base“ auf Akais Homepage https://www.akaipro.com/kb ist äußerst hilfreich. Hier findet man konkrete Anleitungen, was in der jeweiligen DAW einzustellen ist sowie teilweise DAW-spezifische „Preset Setup Files“ zum Download. Es folgt eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke: 

Pro Tools 10

Neben der Temposynchronisation lässt sich das MPK 261 als MMC Master zur Kontrolle der Transportfunktion einsetzen. Sofern man das Akai-Gerät gemäß der folgenden Abbildung als M-Audio Keyboard anmeldet, kann man die acht Kanäle per Fader steuern. Eine sinnvolle Panoramasteuerung ist lediglich bei Monoobjekten möglich. Erwartungsgemäß fällt die DAW-Steuerung für Pro Tools etwas mager aus.

Akai im „M-Audio-Modus“
Akai im „M-Audio-Modus“

Cubase (5)

Mit Hilfe eines verlinkten Preset Setup Files der Knowledge Base gelang mir neben der Kontrolle der Transportfunktionen die Steuerung von 24 Kanälen (Volume, Pan, Mute) per MPK 261. Mehr aber auch nicht.

Logic Pro X 

Auch hier existiert ein spezifisches Preset Setup File, dessen Einsatz bei mir allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Ein anschließendes manuelles Mapping in Logics Fenster „Controller-Zuweisung“ verlief allerdings problemlos. Hier lassen sich ebenfalls 24 alle Fader (Pan, Mute) Audio Objekten zuweisen, wobei ich persönlich die Zuweisung eines einzelnen „MPK Channelstrips“ zur „Ausgewählten Spur“ (siehe Abbildung) in Logic bevorzuge, um die verbleibenden Regler zur Bedienung von Plug-Ins (Hüllkurven, Filter, EQ-Bänder etc.) zu nutzen. Letzten Endes ist dies natürlich Geschmackssache – alles ist möglich!
Mit Logic funktioniert nur das manuelle Mapping!
Mit Logic funktioniert nur das manuelle Mapping!

Um die Möglichkeiten eines derartigen Controllers effektiv zu nutzen, ist zunächst einmal etwas Disziplin erforderlich. Je nach DAW ist die Integration zwar manchmal etwas hakelig, aber am Ende dann doch meistens von Erfolg gekrönt. Weiterhin muss man sich in der Regel zunächst einmal die Mühe machen, häufig verwendete Plug-Ins sinnvoll zu mappen. Belohnt wird man durch einen besseren Workflow und häufig präziseres Arbeiten als lediglich mit einer Maus.
Nicht zu vergessen ist natürlich die hohe Performance-Tauglichkeit des MPK 261 mit seiner aussergewöhnlich guten Tastatur und den Pads, deren Konfigurationsmöglichkeiten, wie beispielsweise unterschiedliche Messagearten (Note, Programm Change) und MIDI Channel je Pad (!) vielfältige Einsatzszenarien denkbar machen.

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