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Airbourne – Interview und Play-Alike

Equipment und Sound

Bevor wir uns an den Workshop machen, möchten wir aus erster Hand erfahren, wie Airbourne ihren Rocksound auf die Platte gepresst haben. Welches Equipment wurde denn im Studio benutzt? Türmten sich die Verstärkerwände kilometerweit auf? Weit gefehlt:

“Wir sind mit sehr einfachem Equipment an die Platte herangegangen, ich hatte lediglich einen Verstärker und eine Box in Benutzung, Roadsy zwei Verstärker und eine Box. Sonst haben wir alles einfach gehalten, keine Bodentreter, keine Effektgeräte, einfach nur unsere besten Amps. Ich benutzte einen 1979er JMP von Marshall und Roadsy einen 1974er JMP ohne Master-Volume. Außerdem haben wir beide 25 Watt Celestion Greenbacks in unseren Cabinets. Als Instrumente kamen von meiner Seite eine 1970er Gibson SG und meine Explorer-Gitarren zum Einsatz, die ich mit Seymour Duncan 59’s und Screamin’ Demon Pickups bestückt habe. Roadsy spielte ebenfalls diverse Explorer Gitarren und eine schwarze 1976er Les Paul. Wir probieren immer verschiedene Kombinationen aus, wobei wir jedoch meistens mit dieser Standardkombination starten und dann versuchen, diesen Sound mit einer anderen Kombination zu schlagen. Meine SG ist dabei meist die größte Plage. Die Gitarre weiß ganz genau, wie gut sie klingt, und dass sie zweifelsohne auf der Platte landen wird. Daher zickt sie quasi die komplette Produktion rum. Das Biest zufriedenzustellen ist wirklich nicht leicht.“

Ein Hammerriff nach dem anderen: Joel ist auch ohne Amp nicht zu stoppen!
Ein Hammerriff nach dem anderen: Joel ist auch ohne Amp nicht zu stoppen!

Gibt es denn eine schöne Anekdote, welche die Aufnahmen für ihn unvergesslich machen?

“Oh, da fällt mir etwas ein: Am ersten Tag der Produktion hatten wir alle unser bestes Equipment aufgefahren. Auf dem Rasen vor dem Studio reihten wir unsere Amps auf. Wir öffneten all die heiligen Roadcases, stellten die Verstärker auf dem Rasen ab, betrachteten unsere Schätze. Wir waren ja in LA, in der Stadt regnet es wirklich nie. Wir machten uns also keine Sorgen, sondern gingen erst mal was Essen. Als wir so beim Essen saßen, sagte Brian auf einmal: ,Eh, ich glaube, die Sprinkleranlage müsste gleich loslegen.‘, und als wir zurückkamen, standen alle Amps unter Wasser… Aber was soll ich sagen, wir haben sie über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag liefen alle Heads, als wäre nie was gewesen.”

Da es nicht praktikabel ist, die eigenen Amps auf Tour durch die ganze Welt zu kutschieren, interessieren wir uns natürlich noch für das Live-Equipment der Jungs:

“Wir lieben live den Sound der JCM800, aber die können wir auf Tour leider nicht immer bekommen. Wir benutzen deshalb meist den Marshall Kerry King Signature Amp, der eigentlich ein JCM800 mit diesem extra “Beast”-Schalter ist, den wir aber nicht einsetzen. Auf Tour haben wir meistens noch ein paar JCM2000 DSLs dabei – aber das ist auch schon das Maximum an Potis, mit denen ich mich auskenne. Für die Triple Super Lead braucht man ja fast schon jemanden von der NASA.”, lacht Joel.

„Falls es euch interessiert, meine Verstärkereinstellung auf einem Marshall ist normalerweise:
Bass: 5
Middle: 5
Treble: 6 oder 7
Volume: 8-10
Gain: 3-4
Presence meistens auf Mittelstellung – aber wenn ich sie brauche, geht es auch mal hoch bis 6-7.

Wir nutzen mehr den Power-Amp statt des Gains für die Verzerrung. Außerdem arbeite ich viel mit dem Volume-Poti an meiner Gitarre, der für die Strophen zumeist auf Mittelstellung und für die Refrains und Soli auf Full gedreht wird. Wir haben keinerlei Pedale oder Effektgeräte im Einsatz, alles geht direkt von der Gitarre über den Verstärker in die Boxen. Lediglich ein Wireless-System kommt zum Einsatz.

Also: Anlage & Amp aufreißen und zu “Black Dog Barking” mal wieder richtig die Matte schütteln. Soundbeispiele und Tabs übernehmen wir, für das Bier müsst ihr selbst sorgen. Hier kommen vier Songs vom Album “Black Dog Barking” zum Nachspielen.

Kommentieren
Profilbild von Jamila

Jamila sagt:

#1 - 09.07.2013 um 16:05 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Mensch, Leute, DANKE!!! Der Bericht ist absolut geil, ausführlich bis ins letzte Detail! Einfach super! :)

Profilbild von Korni

Korni sagt:

#2 - 21.05.2014 um 15:25 Uhr

Empfehlungen Icon 0

nice! nice! nice! Ich habe schon einige Blasen an der Greifhand... :)

Profilbild von eric

eric sagt:

#3 - 19.06.2014 um 12:34 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Das gibt einem doch direkt Inspiration!!!!

Kommentare vorhanden
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