Mapex Black Panther “Fastback” Test

Mapex Black Panther Fastback Snare – Auf der Suche nach den Namen für die aktuellen Black Panther Snare Modellen hatte die Mapex Marketingabteilung sicherlich ein paar lustige Tage. Der Begriff Fastback zum Beispiel stammt ursprünglich aus der Automobilbranche und bedeutet Fließheck. Soll das etwa bedeuten, dass diese Trommel der VW Golf unter den Snaredrums ist? Sicher nicht. Wahrscheinlich haben es die Damen und Herren hier eher auf die Assoziation mit der Verbindung aus schneller Ansprache und fettem Backbeat angelegt. Das genau sollen nämlich die Eigenschaften der Fastback sein.

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Die Fastback gehört zu den 14 aktuellen Black Panther Serienmodellen. Diese wurden Mitte 2010 auf den Markt gebracht und haben inzwischen vollständig und mit etlichem “Hurra” die Bonedo Testmühlen durchlaufen. Auch die Fastback scheint, mit ihren etwas ungewöhnlichen Abmessungen, wieder etwas Besonderes zu sein. Auf die Katze, fertig, los geht der Test.

Details

Frisch ausgepackt wirkt meine Testsnare wie just aus dem Urlaub zurückgekehrt, mit Beach-Figur und Sonnenteint. Die Mapex Konstrukteure haben die Fastback, gemessen am Standard, um zwei Zoll im Durchmesser verschlankt und ihr dafür etwas mehr Tiefe gegeben. Das Ergebnis ist eine grazile Trommel mit den Maßen zwölf mal sieben Zoll. Der Effekt der Verschlankungskur soll eine bessere Stimmbarkeit in höheren Lagen sein. Zusätzlich soll sich das Plus an Kesseltiefe in größerer klanglicher Fülle auswirken. Der Kessel der Fastback ist, ganz klassisch, aus sechs Lagen American Maple gefertigt, soweit nichts Außergewöhnliches. Allerdings ist er nur zierliche 5,1 Millimeter stark, was der Snare, laut Mapex, einen sehr warmen und attackreichen Sound beschert.

Fotostrecke: 3 Bilder Der dünne Kessel mit der 45° Fräsung

Die letzte Zutat zum Fastback-Spezialrezept ist der fein gefräste Fellauflagegrat mit nur minimalem Gegenschnitt und 45° Winkel. Dieser liegt auf der äußeren der sechs Holzlagen. Dadurch, so verspricht der Werbetext auf der Mapex Website, reagiert die Trommel schnell wie ein Blitz auf jedes Spielmanöver. Nicht schlecht: Wärme, Attack, schnelle Ansprache und klangliche Tiefe. Das klingt wie die perfekte Snare. Jetzt bin ich wirklich gespannt auf den Soundcheck. Beim Rest der Ausstattung der Fastback treffe ich auf alte und liebgewonnene Bekannte. Da wären zum Beispiel die 2,3 Millimeter starken Sonic Saver Hoops, die nach dem Vorbild der altehrwürdigen Slingerland Sticksaver Spannreifen entworfen wurden. Ihre Besonderheit ist die nach innen geflanschte Oberkante. Damit verringern sie nicht nur den Stockverschleiß, sondern wirken sich zudem noch zähmend auf die Fellobertöne aus.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Abhebung der Black Panther Fastback trägt den Namen Cylinder Drive

Auch der Snare-Strainer ist immer wieder erwähnenswert. Er wird von Mapex “Cylinder Drive Strainer” genannt, was sich mit einem Blick auf die Fotos sofort erklärt. Der Strainer, zu Deutsch Snareabhebung, lässt sich beidseitig verstellen. So kann man den Snareteppich immer ganz einfach im Zentrum des Fells halten. Dazu sind die Einstellköpfe fein gerastert, damit sich der Teppich beim Spielen nicht losruckeln kann. Letztens habe ich die Snareabhebung einer meiner Black Panthers unfreiwillig einem Extrembelastungstest unterzogen, indem ich aus Versehen auf den ausgeklappten Umleger getreten bin. Don´t try this at home! Die Trommel machte dabei einen Salto. Das beruhigende Ergebnis dieses Versuchs: Die Abhebung funktioniert völlig unbeeindruckt wie eh und je. Da es sich bei meiner Testsnare um eine Black Panther handelt, ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass die Kesselhardware insgesamt als Anti-klapper-Maßnahme mit Kunststoff unterlegt ist. Ich tu´s der Vollständigkeit halber trotzdem.

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