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Sly Dunbar ist tot – Herzschlag von Sly & Robbie

Lowell „Sly“ Dunbar wurde am 10. Mai 1952 in Kingston, Jamaika, geboren und begann schon als Kind, sich für Musik zu begeistern. Seine ersten „Instrumente“ bestanden aus Konservendosen. Als Jugendlicher spielte er dann regelmäßig in lokalen Kingstoner Klubs, ab 1973 meistens mit seinem Freund Robert „Robbie“ Shakespeare am Bass. Das Duo wurde von nahezu allen jamaikanischen Reggae-Stars gebucht; das legendäre Channel One Studio in Kingston wurde zu einer Art Homebase für die beiden.

Sly Dunbar, hier bei einem Auftritt 2018 in Norwegen.
Credit: Alamy Stock Foto / ZUMA Press, Inc.

Auf die Frage, mit wem sie in Jamaika gespielt haben, antwortete Sly in einem Interview: „with everyone“. Bob Marley, Peter Tosh, Mighty Diamonds und Jimmy Cliff waren nur einige der bekanntesten Künstler. Sly gilt als Erfinder des Rockers Beat, eines ikonischen Grooves, der dazu beigetragen hat, Reggae weltweit populär zu machen. Das enorm erfolgreiche Album „Right Time“ der Mighty Diamonds gilt als richtungsweisendes Beispiel für den Stil, den Sly und Robbie etabliert haben.

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Sly & Robbie: Das einflussreichste Rhythmus-Duo des Reggae

Anders als viele Musiker seiner Zeit beschränkte sich Sly nicht auf seine Rolle als Drummer; stattdessen wollte er volle Kontrolle über seine Projekte haben und gründete – zusammen mit Robbie Shakespeare – im Jahr 1980 das eigene Label Taxi Records. Auch blieb Sly nicht bei akustischen Instrumenten. Bereits früh experimentierte er mit Produktionstechniken wie Overdubbing, Layering sowie dem Reamping durch Effekte wie Hall und Echo. Auch digitale Drum-Maschinen wie die Linn Drum gehörten zu seinem Sound-Arsenal. So entstanden nicht nur legendäre Grooves, sondern auch deren charakteristischer Sound, der heute mit Reggae, Rocksteady oder Dancehall assoziiert wird.

Das legendäre Duo "Sly & Robbie", hier 2001 in Birmingham. (Credit: Alamy Stock Foto /  ZUMA Press, Inc.)
Das legendäre Duo “Sly & Robbie”, hier 2001 in Birmingham. (Credit: Alamy Stock Foto / ZUMA Press, Inc.)

Mehr als ein Drummer: Produzent, Innovator, Visionär

International wurde Sly durch seine Arbeit mit Bob Dylan, den Rolling Stones, Sinéad O’Connor, Herbie Hancock und unzähligen anderen Stars weiter bekannt. Auch hier arbeitete er fast immer im Duo mit Robbie. Auch der Anteil der beiden am Aufstieg von Grace Jones zum Superstar zeigte, wie ihr Sound zu einer Art internationaler „Geheimzutat“ wurde. Als Vorlage diente Black Uhurus Album „Sensimilla“, ebenfalls produziert von Sly und Robbie. Insgesamt wird geschätzt, dass Sly Dunbar auf Hunderttausenden von Songs zu hören ist, die gesampleten Beats gar nicht eingerechnet. Sly hat bis zuletzt aktiv gespielt und ist auf Festivals weltweit aufgetreten. Er starb am 26. Januar 2026 in Jamaika.

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