Harley Benton Vintage Overdrive Test

Neben einer Vielzahl von Instrumenten und Verstärkern vertreibt das Musikhaus Thomann unter dem Namen Harley Benton auch eine stattliche Anzahl an Bodeneffekten. Einige von ihnen hatten wir bereits auf dem Prüfstand und nicht wenige sorgten dabei für positive Überraschungen. Vor allem Verzerrer konnten dabei durch ihre Qualität bei erstaunlich niedrigen Preisen überzeugen.

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Nicht selten erfahren wir bei bonedo, dass ein niedriger Preis nicht automatisch mit der Qualität eines Testkandidaten verknüpft sein muss. Und für einen Tester ist es immer wieder ein Fest, wenn ein vermeintlicher Underdog das Feld von hinten aufrollt. Mit dem Harley Benton Vintage Overdrive stellt sich ein weiterer Spross der Verzerrerfamilie zum Test, und wer weiß, vielleicht kann auch er mit Überraschungen aufwarten.

DETAILS
Die Elektronik des Vintage Overdrive steckt in einem handlichen stabilen Gussgehäuse in den bekannten MXR-Maßen. Bis auf die schwarze Unterseite mit dem abgeteilten Batteriefach ist das Pedal apfelgrün lackiert. Nach dem Abschrauben der Bodenplatte offenbart sich eine saubere Verarbeitung. Zumindest gilt das, so weit das Auge reicht, denn sämtliche Bauteile befinden sich auf der entgegengesetzten Seite der Platine, auf der auch die Potis aufgelötet sind, die ihrerseits das gesamte Innenleben in Position halten. Die rein mechanische Verarbeitung des Vintage Overdrive kann man als makellos bezeichnen und man kratzt sich verwundert am Kopf und stellt sich die Frage, wie es überhaupt möglich ist, ein Pedal für so wenig Geld herzustellen und zu vertreiben.

Betrachtet man das Gerät aus der Vogelperspektive, stechen die drei gelben Regler ins Auge. Sie sind farblich zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schließlich sollen sie keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern klanglich überzeugen. Zur Klangverbiegung stehen dem Benutzer die drei Regler Drive, Tone und Volume zur Verfügung, eine Konstellation, die wohl jeder kennt, schließlich sind die meisten Verzerrerpedale genau so bestückt.
Drive steuert den Verzerrungsgrad während Volume für die Ausgangslautstärke des Pedals zuständig ist. Der Tonregler macht den Sound beim Aufdrehen dünner und höhenreicher und beim Zurückdrehen dumpfer.
Mit dem Fußschalter wird das Pedal geschaltet, wobei eine kleine LED Auskunft darüber gibt, ob es gerade aktiv ist oder nicht. Der Vintage Overdrive ist übrigens mit einem True-Bypass ausgestattet, was bei vielen Pedalherstellern mittlerweile zum guten Ton gehört. Bleiben noch die seitlich angebrachten Ein- und Ausgänge sowie der Anschluss für das 9-Volt-Netzteil auf der Stirnseite.

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Niklas sagt:

#1 - 30.04.2013 um 12:41 Uhr

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Super Review!
Ich bin umso erstaunter, dass mir das Pedal im Direktvergleich mit nem Maxon OD808 nicht so sehr gefallen hat (obwohl ichs wegen dem Preis und dem komischen Design gerne behalten hätte).
Eine Anmerkung: BITTE nächstes Mal die Beispiele ohne Stereodelay!! Ich finde, das verfälscht den Eindruck einfach.

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    ChildrenoftheReaper sagt:

    #1.1 - 13.09.2015 um 08:33 Uhr

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    Das Maxon OD 808, HB Vintage OD und das Ibanez T808 sind vom Sound her identisch, daher hätte dir im Vergleich vom HB und Maxon überhaupt kein unterschied auffallen dürfen/können.....Es hätten dir also beide gleicher massen gefallen müssen.......

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stratkus sagt:

#2 - 14.08.2013 um 20:47 Uhr

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Zu allererst ein Dickes Lob für den Test und Danke. Der Harley Benton VOD ist ein absolutes Schnäppchen. Ich benutze Ihn zusammen mit meinem Fender Twin RE, damit lassen sich schöne "angedickte" Sounds erzeugen, so schalte ich von glasig-klar auf dick durchdringend. Auch vor dem Deluxe Reverb und vor dem Plexi tut dieses Pedal seinen Dienst bestens. Ich bin beeindruckt. Habe mir gleich noch 3 weitere Exemplare als Vorrat bestellt.... übrigens, es gibt auch noch einen guten OCD Clone von Harley Benton, der "Ultimate Overdrive" ist ein weiterer Geheimtipp!

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Seri sagt:

#3 - 05.12.2013 um 19:51 Uhr

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Im Grunde erübrigen sich bei dem Preis des Pedals alle weiteren Kommentare. Weil aber ein gewisser Hype (gerade in Foren) um den Treter vom "großen T" gemacht wird, hier mal ein kurzer Eindruck von mir. Künstlicher Overdrive, ohne musikalische Note und fehlendem Charme!
Macht auch im True Bypass so ziemlich das ganze erstrebte Klangbild kaputt.
Wer eine billig Klampfe sein eigen nennt und keinen großen Wert auf den nuancierten Sound legt, ist hier genau richtig! Alle anderen sollten sich im höherpreisigen Segment umschauen! Gruß Seri

    Profilbild von ChildrenoftheReaper

    ChildrenoftheReaper sagt:

    #3.1 - 13.09.2015 um 08:24 Uhr

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    Totaler Blödsinn, dein Kommentar, denn der Harley Benton Vintage Overdrive leistet Soundmässig das gleiche wir der TS 9, nur für über 150 € billiger. Der Sound ist ein reiner Overdrive und KEIN Distortions-oder Fuzzound, wer mehr Distortion / Fuzz / Verzerrung erwartet, der sollte zum Harely Benton British True Tone, American True Tone, Callifornia True Tone, AC30 True Tone oder für Metal, zum Extrem Metal greifen, je nachdem was man lieber hat oder benötigt. Ich habe zur Sicherheit den Britsh, und den American True Tone so wie den Extrme Metal, plus jetzt den Vintage Overdrive.
    Zum andicken der Ampzerre würde ich ihn (Vintage Overdrive) aber nicht nehmen, brauche ich bei meine Amp auch nicht. Mit allen meinen Zerrpedalen von Harley Benton und mit den Ampzerren an meinem Bugera 333 XL kann nun im Bereich Verzerrung / Overdrive / Klang nichts mehr schief gehen. Klare Kaufempfehlung, für alle die, wie ich, ein dezentes Sahnesound mäßiges Overdrive Pedal suchen um einem reinen Cleankanal, bei Bedarf einen dezenten schwebenden Overdrive zu geben.

    +1
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Uwe sagt:

#4 - 07.03.2022 um 07:09 Uhr

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Wer ein Overdrive Pedal benötigt wird auf eine lange Suche gehen müssen, wenn man nicht gerade die Pedale von Harley Benton mag. Um diese Marke ranken sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Meinungen von Schrott bis Spitzenklasse. Von Anfängerequipment bis Fortgeschrittene. Die schlechten oder Anfängeraussagen, liegen sicherlich an den Preisen, weil es viele Musiker nicht Wahrhaben können oder wollen, das man auch für wenig Geld, sehr wertige Instrumente und Zubehör bekommt und sie für ihr Equipmet einfach zuviel bezahlt haben. Weil ich ein reines Overdrive Pedal und KEINEN Tube Screamer benötige, Ibanez und Konsorten zu teuer und zudem meisten Tube Screamer sind und weil ich mein Pedalequipment auf Harley Benton umgestellt habe, habe ich mir natürlich auch den Vintage Overdrive von Harley Benton bestellt.Nicht wegen dem Vintage sondern ganz einefach weil es eine Overdrive und zudem noch von Harley Benton ist.Ich benötige das Pedal um bei Bedarf meinen (den vom AMP) Cleankanal etwas anzuzerren. Und meine Harley Benton British und American True Tone sind zu Zerrmässig, der Crunch Distortion zu rau und der Ultimate Drive geht mir persönlich zu sehr in Richtig Distortion und nicht in Richtung Overdrive. Also bleibt als Alternative nur das Vintage Overdrive. Details: Wie das vermeintliche Vorbild, der Ibanez TS ist der Vintage Overdrive auch in Grün gehalten, ABER als Tube Screamer im Sinne von andicken des Sounds, würde ich bei dieses Pedal nicht bezeichnen und dafür auch nicht gebrauchen, eher wie es die Bezeichnung schon aussagt für einen Overdrivesound. Auf Grund der farblichen Gestaltung, nämlich dem Grün, sind wohl einige Gitarristen fehlgeleitet und meinen, hier einen preiswerten Tube Screamer ähnlich dem Ibanez TS zubekommen, dem ist NICHT so !!! Hier bekommt man ein fantastisches, Sahnesound mäßiges Overdrive Pedal zu einem wirklich sensationellen Preis. Die Aufdrucke sind weiß und die Regler gelb. Ich persönlich hätte für ein besseres Gesamtbild, weiße Regler genommen. Die Verarbeitung des Harley Benton Vintage Overdrive ist wie bei allen meinen Harley Benton Pedalen makellos, am Gehäuse selber wie auch an der Lackierung, den Podis, Buchsen, Aufdrucken und dem Schalter. Zur Klangeinstellung stehen die drei Regler Drive, Tone und Volume zur Verfügung, eine Konstellation, die wohl jeder kennt, und die wohl gerade bei Overdrive und Tube Screamern die Standard Konstellation ist. Zudem zeigt eine kleine rote LED den Schaltzustand AN / AUS an. Was die einzelnen Regler bewirken, kann jeder in der Bedienungsanleitung selber nachlesen, erklärt sich aber auch durch die Bezeichnung der Regler von selbst. Zudem ist der Vintage Overdrive mit einem True-Bypass ausgestattet, was bei vielen Pedalherstellern mittlerweile wohl Standard ist.. Die Ein-und Ausgänge für die Gitarren bzw. Verbindungskabel sind wie immer seitlich angebrachten. Der Anschluss für das 9-Volt-Netzteil auf der Stirnseite. Das leicht zuöffnende Batteriefach ist auf der Unterseite angebracht, weil ich aber alle Pedale auf meinem Board mit Netzteil betreibe, kann ich zu dem Batterieverbrauch keine Aussage tätigen. Und auf dem Pedal befindet sich neben den Funktions- und Typenbeschriftungen auch noch ein Aufdruck mit 4 Affen !!! Das soll wohl anzeigen, dass das Gerät Affenstark ist. Praxis: Die Bedienung des Pedals ist, kinderleicht. Einfach an den Knöpfen drehen, bis der Sound passt und fertig. Beim einschalten, befindet man sich schon in einer anderen Klangwelt, selbst bei minimalem Drive ist der Ton schon angezerrt und in den Bässen leicht beschnitten. Richtig zum Leben erwacht das Vintage Overdrive erst ab Medium Drive (Regler ab der 12 Uhr Stellung), dann aber fügt es dem Sound eine dezente, Verzerrung hinzu, deren Grad und Tiefe auch bei voll aufgerissenem Driveregler immer noch unaufdringlich bleibt, so sollte es bei einem sehr guten Overdrive auch sein.Dabei dringt der Sound nie in Metallregionen vor, soll er ja auch nicht, sondern bleibt immer in gemäßigten, Sahnesound Zerrbereichen, genau das was ich (und auch andere) zum anzerren eines reinen Cleankanals benötigen, excellent geeignet für Chords und / oder Solis bei Balladen oder anderen langsamen Songs. Ich schreibe extra immer nur Drive und nicht Gain, weil es wirklich KEIN Gain im Sinn von Distortion ist, sondern wirklich ein reiner Overdrive. Hier geht auch nichts, in Richtung Fuzz, wie einige behaupten. Wer also bei diesem Pedal eine richtige Gainverzerrung, Fuzzsound oder gar einen Tube Screamer, erwartet, ist fehl am Platz und sollte sich andere Pedale zum Beispiel von der True Tone Serie von Harley Benton zulegen Ich persönlich tendiere dazu, das der Sound nicht in die Richtung des TS 09 sondern vielmehr in die des TS 808 geht, der etwas schwebender / tragender als beim TS 9 ist. Den Sound des Harley Benton Vintage Overdrive kann man dann auch schwerlich vom Original unterscheiden. Stellt sich die Frage, warum ca. 150 Euro mehr für den TS ausgeben, wenn man den TS nicht unbedingt als Tube Screamer benötigt? Ach wenn es einige erstaunen sollte, ich nutze das Harley Benton Equipment (Gitarre, 4x12Box und Effektgeräte) auch im Livebandeinsatz, daher dürfte das Thema "Anfängerequipment" wohl wiederlegt sein. Fazit: Der Harley Benton Vintage Overdrive leistet Soundmässig das gleiche wir der TS, nur für über 150 Euro billiger. Der Sound ist ein reiner Overdrive und KEIN Distortions-oder Fuzzound, oder gar ein Tube Sreamer, wer mehr Distortion / Fuzz / Verzerrung erwartet, der sollte zum Harley Benton British True Tone, American True Tone, Ultimate Drive, California, AC Tone, Crunch Distortion oder für Metal, zum Extrem Metal greifen, je nachdem was man lieber hat oder benötigt.. Ich habe das British, das American, das Extreme Metal plus jetzt den Vintage Overdrive. Zum andicken der Ampzerre würde ich , das Vinatge Overdrive, aber nicht nehmen, brauche ich bei meine Amp auch nicht. Mit allen meinen Zerrpedalen von Harley Benton und mit den Ampzerren kann nun im Bereich Verzerrung / Overdrive nichts mehr schief gehen. Klare Kaufempfehlung, für alle die, wie ich, ein dezentes Sahnesound mäßiges Overdrive Pedal und KEINEN Tube Screamer suchen, um einem reinen Cleankanal bei Bedarf einen dezenten schwebenden Overdrive zu geben.

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