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Test
10.04.2012
Test

Universal Audio Apollo Quad Test

DSP-Audio-Interface

Houston, wir haben kein Problem!

Universal Audio ist ein ur-amerikanisches Unternehmen. Das kann man zum Beispiel daran merken, dass das Company-Video zum neuen Apollo-Interface alles andere als duckmäuserisch daherkommt. Es gebe eben keinen definierten Weg für Innovation, sondern nur einen verschlungenen, heißt es dort. Universal Audios Weg habe vor einem halben Jahrhundert begonnen und bis zum neuen Audio-Interface namens Apollo geführt, dem Gegenstand dieses Testberichts. „Höhö, ein Audio-Interface, nein wie spannend“, mag man denken.

Die zweite Möglichkeit, die Verbindung von Universal Audios selbstgewählter Abbreviatur “UA” und der bekannten Abkürzung mit dem “S” zwischen diesen beiden Buchstaben herzustellen, kann man anhand der auf diesem langen Pfad entstandenen Produkte nachvollziehen: “USA” ist wohl die Assoziation, die zu den auch heute noch topaktuellen Kompressoren LA2A und 1176 sowie 610er Preamps am Besten passt. Sie klingen dick-amerikanisch, groß und wichtig(-tuerisch) und eben nach dem Alleinherrschaftsanspruch einer selbstbewussten Mondfahrer-Nation.

Was sich zu Beginn vielleicht wie ein typischer kritischer Kommentar auf den Seiten eines großen deutschen Nachrichtenportals liest, ist aber gar nicht böse gemeint. Im Gegenteil: In Musikproduktionen ist der massive U(S)A-Sound auf der ganzen Welt beliebt und begehrt. Zurecht: UAs Hardware gehört schlicht und einfach zu den wahren Schwergewichten der Audiotechnik. Im letzten Jahrzehnt hat bei Universal Audio zudem ein Wandel stattgefunden, der verhindert hat, dass das Unternehmen nur noch mit “historischem Equipment” in Verbindung gebracht wird. Neben bezahlbareren Geräten in nutzerfreundlichen Kombinationen und Größen sind es vor allem die unter der Bezeichnung “UAD” verkauften DSP-Systeme samt der zugehörigen Plug-Ins, die die Amerikaner auch im digitalen Zeitalter der Musikproduktion zu den großen Namen zählen lässt. Technologie aus dem mittlerweile eingestellten Zweikanal-AD/DA 2196, Preamps und DSPs, welche die UAD-Plugs zudem in Echtzeit nutzbar machen, zusammen in einem 19”/1HE-Audiointerface, das ist wirklich ein Griff nach den Sternen. Es stellt sich also die Frage, ob wir es hier eher mit der glorreichen Apollo 11 oder dann doch leider mehr mit Apollo 13 zu tun haben.

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Das Zweitgehirn für die DAW

User Kommentare

Gregor schrieb:19:15 | 08.01.2013

Zwei wirklich blöde Sachen zu dem Teil : a) Die Headphone - bzw. Aux- Wege sind nicht Pre oder Post-Fader schaltbar! b) Es gibt kein separates FW-Return aus der DAW heraus. Man kann beispielsweise die bereits aufgenommenen Tracks nicht in die Aux-Wege routen! Ich wollte ursprünglich die Aux-Wege für weitere 2 Kopfhörer-Mischungen nutzen. Aber so wirds zusammen mit dem ersten genannten Problem ein schönes Gemurkse... Punch-Ins sind somit nicht möglich!Schade!Aber sonst 1A !

Autor

Nick Mavridis Der bonedo-Redakteur ist studierter Tontechniker und doziert seit 2000 für SAE Institute. Er arbeitet freiberuflich als Fachjournalist, Workflow-Trainer, Engineer und Fotograf. Bei der Garage-Prog-Band “mouth” bedient Nick das Schlagzeug, “the angst automaton” ist sein IDM-/Trip-Hop-Projekt.

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Bewertung

4.5 / 5
Universal Audio Apollo Quad Test
Universal Audio Apollo Quad Test

Pro + Contra

  • Pro
  • Gerätekonzept
  • Option für Thunderbolt-Schnittstelle
  • Steuerungssoftware/Monitoring
  • Qualität der DSP-Effekte
  • Mic-Pres
  • hervorragende AD/DA-Qualität

  • Contra
  • Ausstattung mit Hardware-Bedienelementen sowie “Kleinigkeiten”

Bereich

Produkttyp

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