Heute haben wir dieXVive AT-2 und AT-3 Audio-Tools im Test, schließlich kennt jeder Tontechniker das folgende Problem. Auf der Bühne gibt es plötzlich kein Signal mehr, ein Mikrofon rauscht verdächtig oder die Phantomspeisung scheint nicht zu funktionieren. In solchen Momenten ist schnelles Handeln gefragt. Die XVive AT-2 und AT-3 Audiotester wollen genau hier Abhilfe schaffen. Die kompakten Troubleshooting-Tools aus dem Hause XVive versprechen schnelle Fehlerdiagnose bei Kabeln, Mikrofonen, PA-Systemen und anderen Audiogeräten. Der chinesische Hersteller, bekannt für seine Wireless-Systeme, setzt auf eine durchdachte Kombination aus Signalgenerator, Kabeltester und Phantomspeisung-Check. Aber können die handlichen Helfer auch in der Praxis überzeugen? Nützliches Werkzeug oder überflüssiges Gadget? Das klären wir in diesem Test.

- Signalgenerator mit 1-kHz-Sinuston und Pink Noise
- XLR-Kabeltester für Pin-Durchgangsprüfung
- XLR-Input-Metering (-20 dBu bis +10 dBu)
- Phantomspeisung-Test (24-52V)
- Kopfhörer- und Lautsprecher-Monitoring
- drei Ausgangspegel (-10, -20, -40 dB)
- USB-C-Aufladung in 1,5 Stunden
- bis zu vier Stunden Akkulaufzeit
- kompakte Bauform (188 g)
- inklusive Transporttasche
- AT-3: Split-Unit-Design für lange Kabelwege
- Lautsprecher mit begrenzter Maximallautstärke
- keine Cinch-Anschlüsse

Was ist im Lieferumfang der XVive AT-2 und AT-3?
Beide Audiotester werden in einer praktischen Verpackung geliefert. Der AT-2 kommt mit einer Transporttasche mit Gürtelclip, einem USB-C-Ladekabel und einem 6,35-mm-Klinkenadapter. Der AT-3 bringt ebenfalls eine Transporttasche sowie ein spezielles USB-C-Ladekabel (mit zwei USB-C-Anschlüssen für beide Einheiten) und außerdem einen 6,35-mm-Klinkenadapter mit. Eine Bedienungsanleitung liegt jeweils bei. Die Geräte sind ab Werk einsatzbereit und können nach dem ersten vollständigen Ladevorgang sofort verwendet werden.



Wie ist das Gehäuse der XVive AT-2 und AT-3 Audiotester beschaffen?
Beide Audiotester kommen in robusten Gehäusen in einer schwarz-silbernen Farbkombination mit matter Oberflächenstruktur. Mit Abmessungen von 210 x 70 x 110 mm und einem Gewicht von nur 188 Gramm sind die Geräte perfekt für den mobilen Einsatz geeignet. Die Verarbeitung ist hochwertig und vermittelt einen soliden Eindruck. Die Oberfläche ist griffig und liegt gut in der Hand. Auf der Oberseite befinden sich die wesentlichen Bedienelemente und Anschlüsse.
Beim AT-2 sind alle Funktionen in einem Gerät vereint: ein XLR-Male-Ausgang, ein XLR-Female-Eingang, eine 6,35-mm-Klinkenbuchse für Ein- und Ausgang sowie ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang. Die Bedienung erfolgt über einen zentralen Drehschalter mit mehreren Positionen und verschiedene Taster. LEDs signalisieren den jeweiligen Betriebsmodus und Messwerte.



Welche Unterschiede sind beim XVive AT-3 auszumachen?
Der AT-3 verfolgt ein anderes Konzept: Hier gibt es zwei separate Einheiten – eine mit XLR-Male-Ausgang und eine mit XLR-Female-Eingang. Diese können unabhängig voneinander oder zusammen verwendet werden. Das Split-Unit-Design ermöglicht besonders bei langen Kabelwegen eine komfortable Fehlerdiagnose, bei der man nicht mehr zwischen Sender- und Empfängerseite hin- und herlaufen muss.
An der Seite befinden sich bei beiden Modellen der integrierte Lautsprecher und der USB-C-Ladeanschluss.
Die mitgelieferte Gürteltasche ermöglicht das bequeme Tragen am Gürtel oder an der Hose. Ideal für Live-Situationen, in denen man beide Hände frei haben möchte.



Welche Ein- und Ausgänge bieten die XVive AT-2 und AT-3?
Die Anschlussausstattung ist durchdacht und deckt die wichtigsten Szenarien ab. Beide Modelle verfügen über XLR-Anschlüsse (male und female beim AT-2, jeweils getrennt beim AT-3), 6,35-mm-Klinkenbuchsen und einen 3,5-mm-Kopfhörerausgang. Die XLR-Anschlüsse sind als Combobuchsen ausgeführt und ermöglichen sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Verbindungen.
Die Eingangsimpedanz am XLR-Eingang beträgt 3 kOhm, die Ausgangsimpedanz 350 Ohm. An der 6,35-mm-Klinkenbuchse liegt die Ausgangsimpedanz bei 600 Ohm. Diese Werte entsprechen professionellen Standards und gewährleisten eine korrekte Anpassung an gängige Audiogeräte.
Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-C-Anschluss. Die Ladezeit beträgt etwa 1,5 Stunden, und eine vollständige Ladung reicht für bis zu vier Stunden Betrieb. Das ist für typische Live-Einsätze mehr als ausreichend. Beim AT-3 hat das Ladekabel zwei USB-C-Anschlüsse, sodass beide Einheiten gleichzeitig geladen werden können.
Welche Signalgeneratoren, Testfunktionen und Pegelstufen bieten XVive AT-2 und AT-3?
Das Herzstück beider Audiotester ist der integrierte Signalgenerator. Dieser kann wahlweise einen 1-kHz-Sinuston oder Pink Noise ausgeben. Die Ausgangspegel lassen sich in drei Stufen einstellen: -10 dB, -20 dB und -40 dB. Diese Abstufung ist sinnvoll gewählt, da sie die gängigsten Pegel im professionellen Audiobereich abdeckt.
Der Signalgenerator gibt das Testsignal gleichzeitig über den XLR-Male-Ausgang, die 6,35-mm-Klinkenbuchse und die 3,5-mm-Miniklinkenbuchse aus. So kann man verschiedene Geräte und Kabeltypen direkt testen, ohne umstecken zu müssen.
Der XLR-Kabeltester prüft alle drei Pins eines XLR-Kabels auf Durchgang. Die Prüfspannung beträgt 3,3 V. Bei korrekter Verkabelung leuchten alle drei Status-LEDs auf. Ist ein Pin unterbrochen oder kurzgeschlossen, zeigt die LED-Anzeige sofort, welcher Pin betroffen ist. Die Funktion ist schnell und zuverlässig – ideal für die schnelle Fehlersuche bei defekten Kabeln.

Das XLR-Input-Metering misst den Eingangspegel an der XLR-Female-Buchse. Es werden zwei Schwellwerte angezeigt: “SG” (Signal) bei -20 dBu und “PK” (Peak) bei +10 dBu. So kann man schnell feststellen, ob ein Signal mit ausreichendem Pegel ankommt.
Der Phantomspeisung-Check testet die Spannung der Phantomspeisung. Bei korrekter Spannung zwischen 44 V und 52 V leuchtet die LED dauerhaft. Bei niedriger Spannung zwischen 24 V und 44 V blinkt die LED. So erkennt man sofort, ob die Phantomspeisung funktioniert und ausreichend Spannung liefert.
XVive AT-2 Audiotester Pro – das All-in-One-Tool
Der AT-2 ist das kompaktere der beiden Modelle und vereint alle Funktionen in einem einzigen Hosentaschen-Gerät. Die Bedienung erfolgt über einen zentralen Drehschalter, mit dem man zwischen den verschiedenen Betriebsmodi wechselt: Signalgenerator, Kabeltester, Input-Metering und Phantomspeisung-Check. Ein zusätzlicher Taster ermöglicht die Auswahl der Ausgangspegel (-10, -20, -40 dB).
Besonders praktisch ist die Monitoring-Funktion: Schließt man eine Signalquelle an den XLR-Female-Eingang an, kann man das Signal über den integrierten Lautsprecher oder über Kopfhörer abhören. Der integrierte Lautsprecher ist laut genug für die meisten Situationen, stößt aber in sehr lauten Umgebungen (Festival Bühne o. ä.) an seine Grenzen.
Für kritisches Monitoring empfiehlt sich daher der Kopfhörerausgang mit einem geschlossenen Kopfhörer. Die LED-Anzeigen sind auch bei Tageslicht ablesbar. Eine sichere Bedienung ist nach etwas Einarbeitungszeit gegeben.
XVive AT-3 Audiotester Ultra – das Split-Unit-Konzept
Der AT-3 geht einen anderen Weg: Er besteht aus zwei separaten Einheiten, die unabhängig voneinander verwendet werden können. Eine Einheit verfügt über den XLR-Male-Ausgang (Sender), die andere über den XLR-Female-Eingang (Empfänger). Beide Einheiten haben einen integrierten Signalgenerator, Kabeltester und alle weiteren Funktionen des AT-2.
Der große Vorteil dieses Konzepts zeigt sich bei langen Kabelwegen. Ein Gruß aus den 80er-Jahren: Will man beispielsweise Wege eines 100 Meter langen analogen Multicores von der Bühne zum FOH-Platz testen, steckt man eine Einheit an ein Ende des Kabels und die andere ans andere Ende. Über die LED-Anzeigen an beiden Einheiten sieht man sofort, ob das Signal korrekt übertragen wird. Man muss nicht mehr zwischen beiden Enden hin- und herlaufen. Auch bei der Fehlersuche in komplexen Installationen ist das Split-Unit-Konzept von Vorteil. Man kann beide Einheiten an verschiedenen Stellen im Signalweg platzieren und so systematisch eingrenzen, wo das Problem liegt.
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Natürlich kann man die beiden Einheiten auch zusammen verwenden – dann hat man im Prinzip zwei AT-2 zur Verfügung. Das ist praktisch, wenn man gleichzeitig an verschiedenen Stellen arbeiten muss oder wenn mehrere Techniker im Team zusammenarbeiten.
XVive AT-2 und AT-3 im Praxischeck
In der Praxis überzeugen beide Audiotester durch ihre unkomplizierte Handhabung. Die Testfunktionen arbeiten zuverlässig und liefern schnell die gewünschten Informationen. Der Signalgenerator gibt saubere Testsignale aus, die sich gut für Pegelmessungen und Funktionsprüfungen eignen.
Der XLR-Kabeltester hat sich als besonders nützlich erwiesen. Defekte Strippen findet man damit in Sekundenschnelle. Auch Wackelkontakte lassen sich schnell identifizieren, indem man das Kabel während des Tests bewegt und auf Unterbrechungen in der LED-Anzeige achtet.
Das Input-Metering ist eine wertvolle Hilfe bei der Fehlersuche. Oft weiß man nicht, ob überhaupt ein Signal anliegt oder ob es nur zu leise ist. Mit dem AT-2/AT-3 sieht man sofort, ob Signal vorhanden ist und in welchem Pegelbereich es liegt.

Der Phantomspeisung-Check ist Gold wert. Dein Hi-Hat-Kondensormikrofon verweigert den Dienst? Mit den XVive Audiotestern zeigt sich sofort, ob eine passende Phantomspeisung anliegt oder nicht. Die Monitoring-Funktion über den integrierten Lautsprecher ist praktisch für schnelle Checks.
Die Akkulaufzeit von bis zu vier Stunden ist in der Praxis mehr als ausreichend. Die meisten Tests dauern nur wenige Sekunden, und selbst bei intensivem Einsatz über einen ganzen Arbeitstag kommt man gut über die Runden. Das schnelle Laden über USB-C ist ein weiterer Pluspunkt. Notfalls kann man das Gerät auch mit einer Powerbank laden.
Einsatzgebiete und typische Anwender
Die XVive Audiotester richten sich an alle, die regelmäßig mit Audio-Equipment zu tun haben. Für Live-Tontechniker sind sie unverzichtbare Helfer beim Soundcheck und bei der Fehlersuche. PA-Verleihfirmen können mit ihnen schnell defekte Kabel und Geräte identifizieren. Auch in Festinstallationen sind die Tester nützlich, um Signalwege zu überprüfen und Fehler einzugrenzen. Generell profitieren alle „Freunde der Fehlersuche“ (Studiobetreiber, Bands, Musiker) von den schnellen Diagnosemöglichkeiten.
Der AT-2 ist das ideale Werkzeug für Einzelanwender, die ein kompaktes All-in-One-Tool suchen. Der AT-3 empfiehlt sich besonders für größere Installationen und längere Kabelwege. Wer oft mit komplexen Setups arbeitet oder im Team unterwegs ist, sollte das Split-Unit-Konzept bevorzugen.
XVive AT-2 und AT-3 – mögliche Alternativen
| XVive AT-2 | XVive AT-3 | Digital Sound 8930B | Sound Tools XLR Sniffer/Sender | |
| Signalgenerator | ja | ja | ja | nein |
| XLR-Kabeltester | ja | ja | nein | ja |
| Split-Unit-Design | nein | ja | nein | ja |
| Input-Metering | ja | ja | nein | nein |
| Phantomspeisung-Check | ja | ja | nein | ja |
| Integrierter Lautsprecher | ja | ja | nein | nein |
| Akkulaufzeit | 4 Std. | 4 Std. | 4 Std. | 12 Std. |
| Preis in Euro | 159,- | 199,- | 75,- | 119,- |























