Waldorf Attack ist ein echter Hardware und VST-Klassiker. Nach 25 Jahren springt die Plugin-Nummer des Percussion-Synths auf 3, das Konzept bleibt aber weitestgehend vertraut: 24 Slots, sechs Busse, subtraktive Synthese – dazu kommt Sample-Support sowie eine Batterie neuer Effekte.

- Waldorf Attack Sound mit 2026 GUI
- Flexibler Drum-Synth
- viele Effekte
- Preset-Library zu klein

Attack 3 versteht sich weniger als Emulation klassischer Drum-Machines, sondern als flexibler Drum-Synth mit universeller Architektur – zwar ohne eigenen Sequenzer aber mit internen Mixer sowie klarer GUI-Struktur.
DETAILS
Aufgebohrt und hübsch gemacht
Waldorf Attack 3 ist ein Drum-Synthesizer mit bis zu 64 Stimmen auf 24 Spuren und lässt sich dadurch in jedem Instrument polyphon spielen. Die Synth-Engine ist auf allen Spuren identisch aufgebaut – es kommen also keine speziell auf Kick, Snare oder Toms zugeschnittenen Algorithmen zum Einsatz.

Jeder Instrument-Slot basiert auf zwei Oszillatoren oder alternativ Samples, ergänzt um einen Click-/Crack-Generator sowie Mixer, in dem die Klanganteile zusammengeführt werden. Das Summensignal eines Instruments durchläuft anschließend Filter und Amp-Sektion, beide jeweils mit eigener Hüllkurve.
Sämtliche Parameter lassen sich in Echtzeit steuern sowie vollständig automatisieren. Pro Stimme stehen zudem zwei LFOs, ein Kompressor, ein flexibler FX-Slot sowie ein 3-Band-EQ zur Verfügung – jede Menge Möglichkeiten für flinke Modulationen mit den roten Reglern und ihren direkten Dropdown-Menüs für die Source gibt es nahezu jeder Stelle!

Die Hüllkurven arbeiten ferner wahlweise klassisch als ADSR oder im erweiterten Multi-Stage-Modus sogar als ADBDSR mit einstellbaren Kurvenverläufen. Auch hier sind sämtliche Zeiten und Pegel vollständig modulierbar.
Bessere Verwaltung, flexible Klangerzeugung
Darüber hinaus wurde das Sample-Playback deutlich erweitert: Eigene Samples lassen sich importieren, inklusive Velocity-Mapping, Round-Robin-Funktionen und frei definierbaren Startpunkten.
Ein integrierter Browser für Kits, Sounds und Samples erleichtert die Navigation. Über MIDI-Learn sind zudem umfangreiche Zuweisungen möglich – inklusive Definition von Minimal- und Maximalwerten.

Shape what ya synth gave ya
Im Filterbereich stehen nun auch 24-dB-Varianten sowie positive und negative Comb-Filter zur Verfügung. Alternativ kann eine Sample-Rate-Reduktion eingesetzt werden.
Die sich anschließende Drive-Sektion bietet verschiedene Charaktermodelle – darunter Clip, Transistor, Diode, Tube, Crunch, Pick und Overdrive – das klangliche Spektrum wird damit bereits an dieser Stelle deutlich erweitert!

Effekte und Busse
Effektseitig verfügt jedes Instrument über einen zusätzlichen Insert-FX-Slot sowie eine Send-Option zu einem der sechs Busse oder direkt auf einen der sechs Einzelausgänge.
Jeder Bus ist fest strukturiert: Am Anfang steht ein neutral abgestimmter Kompressor, am Ende ein funktionaler 3-Band-EQ. Dazwischen befinden sich drei frei belegbare FX-Slots. Zur Auswahl stehen jeweils Delay, Drive, Phaser, Flanger, Chorus und Reverb.
Auf den Einzelspuren gibt es ein frei wählbaren Insert-Effekt. Der Drive in den Bussen entspricht klanglich der nach dem Filter platzierten Drive-Stufe der Einzelinstrumente, lässt sich hier jedoch auch parallel betreiben. Insgesamt sind die Effekte praxisnah, aber eher nüchtern und funktional parameterisiert.























