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Wah-Wah – Gitarren-Effekte richtig einsetzen – Workshop

Sieht man mal vom Verzerrer ab, ist das Wah-Wah wohl das von Gitarristen am meisten benutzte Effektpedal. Egal, ob Vintage-Blues oder Thrash-Metal, ein Wah-Wah hat fast jeder Gitarrist in seinem Fuhrpark. Böse (Keyboarder) Zungen behaupten, das würde nicht zuletzt auch an der einfachen, Gitarristen-kompatiblen Bedienung liegen: Einschalten und „Gas geben“ ist genau das, was Gitarristen brauchen. Tatsächlich wird der eigentliche Effekt über ein Pedal gesteuert. Das macht das Ganze natürlich noch interessanter. Man ist nicht von vorgefertigten, elektronischen Klangveränderungen abhängig, sondern hat die Steuerung des Sounds selbst in der Hand bzw. im Fuß.

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In seinem Video-Clip stellt Thomas nicht nur den Wah-Effekt vor, sondern gibt auch wertvolle Tipps für einen besseren Umgang mit dem Schrei-Hals.

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GESCHICHTE UND FUNKTION
Doch der Effekt wurde ursprünglich eigentlich gar nicht für  Gitarristen entwickelt. Es war ein Trompeter namens Clyde Mc Coy, der einen Techniker bat, ihm ein Pedal zu bauen, das den typischen Sound einer kontinuierlich gedämpften Trompete elektronisch imitierte. Der Techniker hieß Brad Plunkett – und er löste dieses Problem recht simpel. Bratt nahm ein Poti und steuerte seinen Regelweg mit einem Pedal. Das Poti  wählte Frequenzen des Mittenbereichs aus, die dann leicht angehoben wurden. War das Pedal oben, kickte es die tiefen Mitten, es entstand ein muffiger Sound, drückte man das Pedal komplett durch, wurden die hohen Mitten angehoben, und ein heller Sound ertönte. Durch die schnelle Pedalbewegung kam es zum typischen Klang. Plunkett arbeitete für die Firma Thomas Organ, die mit Vox in England kooperierte. Dort entschied man allerdings, dass dieser Sound viel besser zur E-Gitarre passe, und so bot man das Wah-Pedal den Gitarristen an. So  kann das gehen… Aber in den siebziger Jahren hat immerhin Miles Davis mit der Trompete über ein Wah-Wah Pedal gespielt.
Weltberühmt wurde der Sound Ende der 60er durch Jimi Hendrix. Das Intro von Voodoo Chile (Slight Return) ist wohl die bekannteste Aufnahme dieses Effekts. Doch nicht nur  Rock-Gitarristen wie Jimmy Page (Led Zeppelin) und Slash (Guns´n´Roses) nutzten das Wah. Auch von Funk & Soul Musikern wurde das Wah-Wah gerne eingesetzt. Filmmusik aus den Seventies ist geprägt von Wah-Gitarren-Sounds. Zum Beispiel die Titelmelodie von „Die Straßen von San Francisco“ oder der Soundtrack des Krimis „Shaft“ von Isaac Hayes. Steve Vai hat auf der CD „Alien Love Secrets“ beim Song „Bad Horsie“ sein gleichnamiges Morley-Pedal ordentlich wiehern lassen.  Ein großartiger Wah-Spieler ist auch Tom Morello (Rage Against The Machine, Audioslave), der in Verbindung mit Wah, Feedback und Toggle-Switch ziemlich abgedrehte Sounds aus seiner Gitarre holt.
Das meistbenutzte Wah-Pedal dürfte heutzutage das Dunlop Cry Baby sein. Weiterhin sind aber auch das Vox Wah-Pedal und die Morleys sehr beliebt. Dank der Modeling-Technik gibt es seit geraumer Zeit ein Gerät, das alle eben genannten Pedale in simulierter Form beinhaltet, das Boss PW-20.
Weitere Infos zum Wah und seinen Einstell- und Einsatzmöglichkeiten parken auf der nächsten Seite.

WAS KANN EINGESTELLT WERDEN?
Die meisten Wah-Wahs bieten, außer dem Pedal, keine Regelmöglichkeiten.
Bei manchen Wah-Wahs lässt sich mit einem Range-Regler die jeweilige Frequenzbreite einstellen.
WIE KLINGT DER EFFEKT?
Hier ein paar Hörbeispiele mit unterschiedlichen Wah-Pedalen.

Audio Samples
0:00
Chords Funky Ghostnotes One Note Riff Fixed Wah Lead

WO KANN MAN DEN EFFEKT HÖREN?
Bei vielen Gitarren-Soli, vor allem im Rock-Bereich, wird der Wah-Effekt eingesetzt. Dementsprechend könnte die folgende Liste locker um unzählige Seiten erweitert werden…
Metallica – Enter Sandman (Solo) 
Voodoo Chile – Jimi Hendrix (Intro)
Dazed And Confused – Led Zeppelin
One And The Same – Audioslave (Intro)
Sweet Child O´Mine – Guns´N´Roses (Outro Solo)
Papa Was A Rolling Stone – The Temptations
Starchild – Jamiroquai
H Gang – Donald Fagen (Solo)
Steve Vai – Bad Horsie
Shaft Theme – Isaac Hayes
Dire Straits – Money For Nothing (Wah mit fest eingestellter Position im Intro)

Fotostrecke: 3 Bilder Jimi Hendrix Voodoo Chile (Album:Electric Ladyland)
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von Thomas Dill

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