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Ultrasone Signature Master & Signature Natural Test

Praxis

Verwendungszweck

Geschlossene Kopfhörer mit Wiedergabeeigenschaften, die zudem eine professionelle Klangbeurteilung beim Mix und Mastering erlauben, sind wahre Allrounder. Genau das trifft auf den Signature Master und Signature Natural zu. Beide Kopfhörer lassen sich als Mobilkopfhörer und natürlich primär zu jeglichen Szenarien bei der Audio- und Musikproduktion gewinnbringend einsetzen. Die hohe passive Dämmung begünstigt auch den Einsatz in einer lauten Umgebung oder bei sensiblen Mikrofonierungen, wo Übersprechungen zu vermeiden sind.

Fotostrecke: 2 Bilder Dank dieser Kabeloption bieten sich beide Signature-Modelle auch als Mobilkopfhörer an.

Testbedingungen

Die Wiedergabeeigenschaften beider Signature-Modelle habe ich an den jeweils mit doppelten Ausgangsbuchsen bestückten Universal Audio Apollo X4 und Lake People G93 unmittelbar miteinander vergleichen können. Als weitere Vergleichskopfhörer habe ich den „Halbbruder“ Adam Audio Studio Pro SP-5 herangezogen, der ebenfalls auf der bayerischen Signature-Serie basiert, zudem den offenen Referenzkopfhörer Focal Clear MG Professional. Diesen hatte ich erst kürzlich im Test und sah mich aufgrund der beispiellosen Wiedergabeeigenschaften zu einem Kauf genötigt. Zwar handelt es sich um einen Kopfhörer offener Bauart mit zum Teil abweichenden Anwendungsszenarien, dennoch erschien mir ein Vergleich zu den ambitionierten Ultrasones interessant. Als Audiomaterial kamen vertraute Fremd- und Eigenproduktionen – auch ungemastertes – sowie diverse DAW-Instrumente, Signalgeneratoren und auch ein iPad zum Einsatz.

Klang

Beide Kopfhörer haben durchweg exzellente Wiedergabeeigenschaften! Sowohl die ausgewogene Frequenzabbildung als auch die erstklassige Dynamik mit lebendigen Transienten erlauben kritische Beurteilungen in Mix und Mastering. Ebenfalls lebendig und stimmig austariert: Die Tonalität und der Mittenbereich, was eine Künstler-Performance beim Recording durchaus begünstigen kann. Doch wo liegt nun der Unterschied zwischen beiden Modellen und wie ordnen sich der Signature Natural und der Signature Master gegenüber den Vergleichsmodellen ein?

Für mein Empfinden unterscheiden sich beide Modelle in nur wenigen Klangaspekten und teilweise auch nur marginal voneinander: Am auffälligsten ist der für mein Empfinden geschmackvoll dezente Boost im Bass und Subbass des Signature Natural gegenüber der Master-Variante. Eine noch etwas stärkere Anhebung (was übrigens auch für die Höhen gilt) findet man übrigens im Adam Audio-Kopfhörer, während der Subbassanteil des offenen Focal Referenzkopfhörers in etwa dem Signature Master gleicht. Weiterhin empfinde ich die dreidimensionale Raumtiefe und Separierung, die bei beiden Testmodellen für Kopfhörer der geschlossenen Bauart exzellent ist, beim Signature Master als marginal(!) höher aufgelöst. Ob dies eine beabsichtigte minimale Abstimmungsänderung der S-LOGIC-3-Technologie ist oder schlicht an den andersartigen Ohrpolstern liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Wie gesagt ist der genannte Unterschied nur minimal, während der Adam Audio-Kopfhörer eine spürbar engere Stereobühne mit präsenterem Mittensignal aufweist, wodurch Gesangsstimmen nuanciert etwas deutlicher wahrzunehmen sind – eher eine Feststellung als eine Bewertung. Bauartbedingt und daher wenig überraschend spielt der offene, extrem hochauflösende und noch einmal spürbar teurere Focal-Kopfhörer bezüglich der Raumabbildung allerdings immer noch in einer anderen Liga. Dafür ist dieser aber nicht so flexibel einsetzbar wie die geschlossenen Signature-Modelle.

Die Impulstreue und „Spritzigkeit“ ist sowohl bei den beiden Test- als auch Vergleichskopfhörern absolut erstklassig, ohne dass ich irgendwelche Qualitätsunterschiede innerhalb der vier Modelle benennen könnte.

Fotostrecke: 4 Bilder Die spezielle Richtwirkung der Wandler bewirkt einen deutlich natürlicheren Raumeindruck als bei Kopfhörern mit herkömmlich positionierten Membranen.

Tragekomfort

Ein Attribut von Kopfhörern der geschlossenen Bauart ist der häufig kräftigere Anpressdruck gegenüber offenen Kopfhörern. Hierdurch wird eine optimale Dämmung und ein sicherer Sitz gewährleistet, was beides auf die neuen Signature-Modelle zutrifft. Trotz der augenscheinlich identischen Gehäusekonstruktion mit meinem Adam Audio SP-5 sitzen beide Ultrasone-Kopfhörer spürbar komfortabler auf meinem Kopf, was an den weicheren Polstern und im Falle des Kopfbügels auch der dickeren Polsterung liegt. Der Signature Master mit seinen Polstern aus Merinoleder sitzt sogar noch bequemer als das Natural-Modell mit den veganen Polsterüberzügen. Zusammenfassend bewerte ich den Tragekomfort beider Kopfhörer als der Bauart entsprechend ausgezeichnet, langzeittauglich und mit einer guten Anpassung an meine Kopfform.

Fotostrecke: 7 Bilder Kopfpolster aus Echtleder beim Signature Master
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