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the box pro Achat 110 MA MKII und 112 MA MKII Test

Praxis

Der Praxistest fand in einem Rockclub statt, wo die Achat 110 und 112 MA MKII problemlos bis an ihr Limit betrieben werden konnten. Ich starte den Praxistest mit der the box pro Achat 110 MA MKII. Nachdem ich das Netzkabel gesteckt und den Netzschalter betätigt hatte, fiel mir folgendes positiv auf: Das Ampmodul ist nach bestehender Netzversorgung sofort einsatzbereit, und demnach muss nicht erst ein digitaler DSP langwierig booten. Des Weiteren war ich erstaunt, wie wenig Grundrauschen die Box von sich gibt. Das dürfte in diesem Preissegment eher die Ausnahme darstellen.

the box pro Achat 110, 112 und 115 MA MKII im Praxistest
the box pro Achat 110, 112 und 115 MA MKII im Praxistest

Ein Zuspieler-Medley zeigte, dass die Box eher gutmütig abgestimmt ist. Ein unauffälliger Grund-Sound, der mir gefällt. Die Hochtonauflösung ist nicht sonderlich ausgeprägt. Mit dem SM58 besprochen, klingt die kleine Box erstaunlich groß. Mit Hilfe der On-Board-Klangregelung drehte ich ein wenig die Höhen zurück und gab mit dem EQ etwas Bass hinzu. Als Voicing kam die „Flat“-Einstellung zum Einsatz. Damit klang meine Stimme angenehm und dennoch durchsetzungsfähig. Was nicht weiter verwundern sollte: Die Kleine 10/1-Zoll-Box verfügt nicht wirklich über Fullrange-Kapazitäten.

Man kann einen Bass-Schub erzwingen, indem man das „Bass Boost“-Voicing nutzt und zudem mit dem EQ die Bässe reindreht. Das klingt allerdings nur mäßig überzeugend und lässt die Box auch recht schnell ins Clipping gehen. Als Topteil, Monitor oder für moderate Band-Auftritte ist die 110 MA MKII allerdings problemlos einsetzbar. Hier passen der Sound und auch die Performance, wenn man den Ladenpreis von 250 Euro im Hinterkopf behält.

Fotostrecke: 4 Bilder Der Hochtöner der 110 MA MKII
Fotostrecke

Sound

Klanglich und pegeltechnisch ist die 112 MA MKII eine andere Hausnummer. Diese klingt mit dem „Flat“-Voicing“ transparenter als ihre kleine Schwester und wartet auch mit deutlich mehr Pegel auf. Der Box gelingt der Spagat zwischen einer prominenten Mittenabbildung ohne gleich die gefürchtete Kreissäge im 2-4-kHz-Bereich auszupacken. Etwas „zu viel“ hat die Box für meinen Geschmack in den Höhen. Das entspricht zwar dem gerade herrschenden Zeitgeist, ist mir aber gerade im Bereich von 8-10 kHz bei der Stimmenwiedergabe ein Tick zu viel. In der Elf-Uhr-Stellung des Treble-Potis gefällt mir die Box dagegen gut. Das direkt angeschlossene SM58 fühlt sich mit der „Flat“-Einstellung und etwas Bassschub über den eingebauten EQ sehr wohl. Das klingt definiert und durchsetzungsfähig.

Auch die 112 MA MKII ist keine Fullrange-Box, obwohl sie dank höherer Endstufenreserven den künstlichen Bass Boost über den EQ deutlich besser wegsteckt als ihre kleine Schwester. Dagegen macht sie sowohl als Topteil als auch als Monitor eine gute Figur. In puncto Maximallautstärke weiß die Box ebenfalls zu überzeugen. Dieser Pegel ist definitiv Band-tauglich und sollte mit entsprechender Subwoofer Unterstützung auch für lautere Bands bei ihren Kneipen- und Club-Konzerten genug Dampf erzeugen.

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EL sagt:

#1 - 25.10.2021 um 12:42 Uhr

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Hallo, wie sieht es mit Eigenrauschen der 112 MA MK2? ( wenn kein Signal kommt.)

Kommentare vorhanden
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