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Orange FX Pedal Acoustic Test

Das Orange FX Pedal Acoustic basiert auf der gleichen Technologie, die auch schon der Akustik-Combo Crush Acoustic 30 und der Acoustic Pre TC Preamp beinhalten. Bislang bewegte sich der britischen Traditionshersteller bekanntlich hauptsächlich in lauten und verzerrten Gefilden. In der Ampschmiede, die seit 1966 die Entwicklung der Rockmusik begleitet und ohne Übertreibung eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung des klassischen britischen Gitarrensounds neben Marshall und Vox innehatte, wurden lange hauptsächlich “heavy weights” wie Röhrenamp, Boxen, Stacks und Combos für hauptamtliche E-Gitarristen produziert.

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Auf der Oberseite haben insgesamt sechs Potis und ein Schalter Platz genommen,…


Nun widmet man sich aber mit den genannten Produkten auch der akustischen Welt und präsentiert den FX Pedal Acoustic mit einem rauscharmen Class-A JFET Vorverstärker, einem Dreiband-Equalizer mit parametrischem Mittenfilter und einer DI-Box unter einem Dach. Das Pedal, das ohne Fußschalter auskommt, punktet außerdem mit einem gepufferten Effektweg, hat allerdings selbst keine Effekte an Bord.

Details

Konzept und Aufbau

Die Elektronik hat in einem mattgelb-schimmernden Metallgehäuse mit überschaubaren Abmessungen (10,5 x 6 x 13,7 cm) Platz gefunden. Die mit tropfenförmigen Ornamenten reichlich verzierte Oberfläche kommt im psychedelischen Flower-Power-Look der 60er-Jahre. Insgesamt bringt das Orange FX Pedal Acoustic 700 Gramm auf die Waage.

Fotostrecke: 3 Bilder Das Orange FX Pedal Acoustic hat zwar das “FX” im Namen, allerdings selbst keine Effekte an Bord.
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Ein- und Ausgänge

In die Stirnseite ist ein symmetrischer XLR-Ausgang implantiert, mit dem man sich die externe DI-Box spart. Daneben wartet die Hohlstecker-Buchse für das Netzteil, das im Lieferumfang enthalten ist. Mit 18 Volt Gleichstrom sorgt es für jede Menge Headroom, Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.

Fotostrecke: 5 Bilder Der Eingang des Pedals befindet sich auf der rechten Gehäuseseite.
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Die Gitarre wird mit dem Input an der rechten Seite verbunden. An der linken Seite befindet sich der Output, der zum Amp führt und gleichzeitig für das Monitoring am Akustikcombo benutzt werden kann. Außerdem wartet dort der Einschleifweg mit Send und Return für externe Effektgeräte/Looper. Lautstärke und Klangfarbe müssen an diesen Geräten geregelt werden, da das Pedal selbst dafür keine Möglichkeiten vorsieht, was aber kein Problem darstellt.

Die Bedienelemente

Die Bedienelemente an der Oberseite sind übersichtlich angeordnet, sechs Regler und ein Phasenumkehrschalter stehen bereit. Eine LED zeigt rotleuchtend den Betriebszustand des Gerätes an. Mit Volume wird das Ausgangssignal gepegelt, das über den Klinkenausgang und gleichzeitig über den XLR-Ausgang abgeht, eingestellt wird der Ton mit den Potis Bass, Middle und Treble. 

Fotostrecke: 3 Bilder Auf der Oberseite haben insgesamt sechs Potis und ein Schalter Platz genommen,…
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Der Mittenregler arbeitet zusammen mit Notch und Q-Faktor vollparametrisch. Eine mit dem Notch-Poti bestimmte Frequenz wird von ihm angehoben bzw. abgesenkt, die im Frequenzband zwischen 68 Hz und 1,2 kHz liegen kann. Der Q-Faktor schließlich bestimmt die Weite des Bereichs um die ausgewählte Frequenz, auf den der Mittenregler Einfluss hat. Wenn man das Frequenzband mit seiner Hilfe absenkt, kann Notch auch als Kerbfilter dienen, wenn der Q-Faktor entsprechend schmalbandig eingestellt wird. Allerdings führt dieser Einsatz als Notch-Filter zu unbefriedigenden Ergebnissen, da damit auch der Mittenregler für den Sound verloren geht. Der Phasenumkehrschalter beseitigt Phasenauslöschungen oder Rückkopplungen.

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