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Ignite VST Heat Up 2 Test

Praxis

Eine Lizenz, drei Computer!

Nach dem Kauf der Lizenz stehen die Downloads im Ignite VST-Account bereit. Dabei kann eine Heat Up-Lizenz auf bis zu drei Rechnern installiert werden, die sich natürlich auch gleichzeitig nutzen lassen.

Skins

Zur Inspiration diente sicherlich ReFX Nexus, Heat Up sieht dem ROMpler nämlich zum Verwechseln ähnlich. Wer schon einmal mit Nexus gearbeitet hat, wird sich in Heat Up auf Anhieb zurechtfinden. Und genau wie das Vorbild lässt sich auch Ignite VSTs Klangerzeuger optisch mit 30 Skins verändern.

Fotostrecke: 3 Bilder 30 Skins bieten optisch viel Abwechslung bei der Arbeit mit Heat Up.

In den Settings ist Heat Up mit einem praktischen Dropdown-Menü ausgestattet, mit dem sich einige Parameter – jedoch nicht alle – dem Mod Wheel zuordnen lassen.

Praktisch: Mod Wheel Settings mit Dropdown-Menü
Praktisch: Mod Wheel Settings mit Dropdown-Menü

Klang

Wenn sich eine Library auf wenige Genres spezialisiert, ist man mit 580 Presets umfangreich ausgestattet. Die Presets sind durch die Bank weg einfach top und sofort einsatzbereit. Die Drum Kits sind in sich stimmig, was glücklicherweise auch für die Lautstärkeverhältnisse gilt! Diese lassen sich nämlich nicht verändern.
Unter all den Presets tummeln sich natürlich auch Stereotyp-Sounds, die man so oder so ähnlich schon einmal gehört hat. Damit meine ich typische 808- und 909-Drumkits, 808-Subbässe sowie stiltypische Brass- und Bellsounds und weiteres. Besonders bei Trap und Grime greifen viele Producer allerdings gerne auf solche Standardsounds zurück, von daher geht das absolut in Ordnung.
Um euch einen kleinen Einblick in die Library zu verschaffen, habe ich einen Beat mit Heat Up arrangiert. In den folgenden Klangbeispielen und dem fertigen Beat wurden ausschließlich die Sounds der Standard-Library verwendet.

Audio Samples
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01. Bells „Vantassy“ 02. Brass „Dragon Orchestra“ 03. Organ „Ham“ 04. Choirs „Illuminate“ 05. Drumkit 01 06. Song

Zum Standardrepertoire kommen viele Samples dazu, die frischen Wind in die Sache bringen und so ganz sicher nicht in anderen Libraries vertreten sind. Beispielsweise sind bei den Choir-Klängen auch Phrasen von orientalischen Solisten dabei. Auch die Expansion Packs haben es in sich und legen den Fokus noch genauer auf bestimmte Klänge. Die Expansion „808 Massacre“ konnte mich besonders überzeugen. Hier erhält man beispielsweise für 24 Dollar insgesamt 50 Subbässe der 808, die sich natürlich auch in unterschiedlichen Tonhöhen spielen lassen – die Presetnamen sprechen wohl für sich. Zu guter Letzt das Ganze noch mal im Mix.

Audio Samples
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07. Choirs „Rita Diff“ 08. Choirs „Smurda“ 09. Hit „Getting Ready“ 10. Expansion: 808 Massacre „100 Rackz“ 11. Expansion: 808 Massacre „Bugatti“ 12. Expansion: 808 Massacre „Dark Knight 2“ 13. Mix

Heat Up hat es nicht so mit Multifunktionalität

Wirklich schade ist, dass Heat Up nur einen Stereo-Ausgang bietet, jedoch keine Multi-Outputs. Dadurch können die Klänge leider nicht an verschiedene Ausgänge geleitet werden, wie man es von vielen aktuellen Sampler-Instrumenten gewohnt ist. Bei einem Drumkit ist es somit nicht möglich, die Drumsounds eines Kits an entsprechende Kanäle der DAW zu routen – das ist wirklich unpraktisch, wenn man die Drums später im DAW-Mixer abmischen möchte. So ist man beim Mixdown gezwungen, jeden Drumsound auf eine separate Spur inklusive eigener Heat Up-Instanz zu legen. Und das wiederum stört bei der Drum-Programmierung.
Ebenso ist Heat Up nicht multitimbral, wodurch eine Heat Up-Instanz nicht gleichzeitig mehrere Presets ausgeben kann. Demnach ist der Klangerzeuger nicht als Workstation anzusehen. Auf Nachfrage bei Ignite VST erfahre ich, dass es nicht auszuschließen sei, dass diese beiden Funktionen mit einem Update nachgereicht werden. Das alles schreit nach einem Update! (Stand: Version 2.6)

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