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Harley Benton Fusion-T EMG HT Roasted SBK Test

Die Gitarre liegt sehr gut am Körper und macht das Bespielen zum Vergnügen. Lediglich die nicht polierten Bünde mindern den ansonsten sehr positiven Eindruck der tadellos in Indonesien gefertigten und gut eingestellten Gitarre.

Schon trocken angespielt zeigt die Fusion-T unmissverständlich, wohin die Reise geht, denn sie ist ausgesprochen schwingungsfreudig und liefert einen trockenen, perkussiven Grundsound mit jeder Menge frischer Höhen, zu denen vermutlich auch der geröstete Ahornhals seinen Teilbeiträgt. Die Bespielbarkeit ist sehr gut und dank des bereits beschriebenen Profils liegt der Hals satt in der Hand, ohne dabei klobig zu wirken.

Jeder Anschlag wird mit deutlichem „Twang“ quittiert, dabei schwingen die Saiten etwas länger als der Durchschnitt aus.

Es wird Zeit, die Gitarre an den Amp zu hängen. Zu diesem Zweck aktiviere ich meinen EVH 5150 III und führe das Boxensignal in eine Universal OX Box. Natürlich wurden die Audiofiles nicht weiter im Klang bearbeitet.

Ich beginne im cleanen Kanal des Amps, spiele durch alle drei Pickup-Positionen des Wahlschalters und beginne am Hals. Das wiederhole ich in den folgenden Beispielen, um alle klanglichen Möglichkeiten der Pickups auszuloten.

Audio Samples
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Neck Clean Strum Middle Clean Strum Bridge Clean Strum Neck Clean Pick Middle Clean Pick Bridge Clean Pick

Schon hier zeigen die Pickups, dass sie mit jeder Menge Output gesegnet sind und die Vorstufe des 5150 III hörbar in den Schwitzkasten nehmen. Werden die Saiten leichter angeschlagen, verringert sich die Verzerrung und umgekehrt. Klanglich kommen die Tonabnehmer sehr modern daher, Bässe wie auch Höhen sind ausgeprägt vorhanden, was ich im Vergleich mit diversen anderen Gitarren verschiedener Fabrikate feststellen konnte. Auffällig ist auch der entstehende Kompressionseffekt, der den Klang formt – gespielte Töne kommen hörbar dicker aus den Speakern.

Ausgestattet mit einem Set EMG Retro Aktive 70-Humbucker liefert die Fusion-T einen satten, fetten Rocksound.

Weiter geht es im Crunch-Kanal des Amps und auch hier geht es mit dem Hals-Pickup los.

Audio Samples
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Neck Crunch Riff Middle Crunch Riff Bridge Crunch Riff Neck Crunch Single Note Riff Middle Crunch Single Note Riff Bridge Crunch Single Note Riff

Wie erwartet fühlt sich die Fusion-T EMG im Zerrkanal einer Amps am wohlsten und legt in Sachen Druck im Vergleich zu den erwähnten Gitarren einen Zahn zu, was sich mit dem Mehr an Gain und auch in Sachen Klang sehr deutlich zeigt. EMG-Pickups sagt man ja eine gewisse Sterilität nach, die sich auch hier nicht von der Hand weisen lässt. Erfreulicherweise zeigt sich das Mittenbild aber ausgeprägter als beispielsweise bei meiner alten mit EMG 81/89 bestückten Ibanez. Die Attacks werden schmatzend wiedergegeben und sorgen für Definition bei höheren Gain-Settings.

Ich schalte jetzt in den High-Gain-Kanal des Amps und bin sehr gespannt, wie sich unsere Kandidatin hier zeigt.

Audio Samples
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Neck High Gain Middle High Gain Bridge High Gain Neck Drop D Middle Drop D Bridge Drop D

Kein Wunder, dass die aktiven Pickups des US-Herstellers EMG gerade in der Rock- und Metal-Welt gerne eingesetzt werden. Hier kommen all ihre Stärken zutage, die für einen modernen Sound sorgen. Die Kombination aus Fertigungsqualität, Bespielbarkeit und eben den Pickups ist mit der Fusion-T wirklich sehr gut gelungen, die den Vergleich mit deutlich teureren Instrumenten nicht zu scheuen braucht! Die gespielten Töne werden ausgesprochen breit und mit der nötigen Portion “Fleisch“ wiedergegeben, was für viel Spielspaß sorgt, da durch die Kompression auch das Bespielen der Gitarre erleichtert wird.

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Songbeispiel
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