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The Groove Donut 13“ und 14“ Snare Dämpfer Test

Portugal ist nicht nur ein sehr schönes Reiseland mit freundlichen Menschen, es ist auch einer der größten Produzenten von Kork. Dieses aus der Rinde der Korkeiche gewonnene Naturmaterial dient nicht nur als Weinflaschenverschluss und für Bodenbeläge, es kommt auch bei unzähligen anderen Produkten zum Einsatz – Lady Gaga hat sich sogar mal ein Kleid daraus nähen (?) lassen.

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Es ist also nicht verwunderlich, dass der portugiesische Customdrum-Hersteller Groove Drum auf der Suche nach neuen Dämpfungsalternativen für Snares und Toms bei diesem nationalen Superwerkstoff gelandet ist. The G Donut heißen die elastischen Ringe, die in allen gängigen Größen angeboten werden. Zum Test hat uns der Vertrieb zwei Exemplare in 13 und 14 Zoll zugeschickt. Wie sie klingen, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details & Praxis

Dank Gummianteil sind die Groove Donuts sehr elastisch

Als ich zum ersten Mal von Kork als Material für Trommeldämpfer gehört habe, war ich zunächst etwas skeptisch, schließlich wirkt das Material in seiner ursprünglichen Form etwas spröde und ist zudem auch sehr leicht. Beim Auspacken der beiden G Donuts aus stabilen Pappbriefen wird jedoch klar, dass Groove Drum gar nicht auf reines Kork setzt, sondern auf ein Verbundmaterial namens Korkgummi. Daraus werden etwa drei Zentimeter breite und drei Millimeter starke Ringe geschnitten, die man einfach auf die Schlagfelle legt. Ein aufgeklebtes, metallenes „G“ als Firmenlogo verleiht den Teilen einen durchaus noblen Look. Auch haptisch sind die G Donuts interessant. Der Gummianteil sorgt für zusätzliches Gewicht und eine bemerkenswerte Elastizität. Eine halbkreisförmige Aussparung am Rand der Ringe soll das Abnehmen erleichtern.

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Zwei Snaredrums mit den Durchmessern 13 und 14 Zoll sowie zwei alte Yamaha Recording Toms dienen als Klangquellen für diesen Test. Zunächst lege ich die beiden Ringe auf die Snarefelle und stelle fest, dass sie exakt den erwarteten Effekt bewirken, nämlich die nahezu vollständige Eliminierung der Obertöne. Der Klang beider Trommeln wird soft, trocken, gleichzeitig aber auch etwas leiser, schließlich wandeln alle Dämpfungen Schwingungsenergie in Wärme um. Im Video habe ich euch eine Vergleichssequenz zwischen den Groove Donuts und anderen, gängigen Dämpfern aufgenommen. Dabei wird klar, dass die Donuts tatsächlich zu den radikalen Obertonkillern gehören, während beispielsweise ein Mini Muff oder ein Snareweight (nur die Lederfläche) noch Teile der Mittenresonanzen übrig lassen. 

Fotostrecke: 4 Bilder Post aus Portugal: Die G Donuts kommen in stabilen Pappschubern.
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Auf den Toms zeigt sich ein ähnliches Bild, hier begünstigen die Groove Donuts einen trockenen, aber nicht völlig „toten“, mixfreundlichen Tomsound. Interessanterweise meine ich, den Gummianteil herauszuhören, denn die Toms bekommen tatsächlich einen leicht gummiartigen Attack, der sich jedoch sehr gut in den Gesamtklang integriert. Wer die Groove Donuts jedoch in sehr kritischen Studiosituationen aufnimmt, wird feststellen, dass sie beim Anschlag in manchen Tunings ein surrendes Kontaktgeräusch mit dem Fell verursachen. Dies dürfte in 95 Prozent aller Fälle nicht relevant sein, ich möchte es hier der Vollständigkeit halber aber nicht unerwähnt lassen. Eine kleine Kritik verdient auch der Umstand, dass das erhaben verklebte „G“-Logo speziell bei schlechten Lichtverhältnissen nicht gut zu sehen ist. Sollen die Donuts jedoch vollflächig aufliegen, sollten sie richtig herum platziert werden. In Sachen Stabilität und Flexibilität haben sich die G Donuts sehr gut geschlagen, wer sie nicht mutwillig beschädigt, wird lange Freude dran haben.

Audio Samples
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13×3 Pearl Piccolo, ohne Dämpfung 13×3 Pearl Piccolo, mit G Donuts 13×9“ und 14×14“ Yamaha Recording Toms, ohne Dämpfung 13×9“ und 14×14“ Yamaha Recording Toms, mit G Donuts
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