Mit der Fender American Professional Classic Series stellt der Branchenprimus aus Arizona eine neue Produktreihe mit drei Bässen und sechs Gitarren vor, die in den USA gefertigt werden. Laut Fender sollen die Instrumente moderne Spielbarkeit und Technik mit Vintage-Charme kombinieren. Preislich liegt die Serie unter der American Professional II-Reihe, ersetzt gleichzeitig die American Performer-Serie und besetzt dementsprechend die Preisklasse unter 2.000 Euro.

Gemeinsamkeiten und Abgrenzung zur Reihe American Professional II
Die Modelle der Reihe Fender American Professional Classic unterteilen sich in Stratocaster, Stratocaster HSS, Telecaster, Hot Shot Telecaster, Jazzmaster und Jaguar, allesamt nur für Rechtshänder erhältlich. Diese sind in insgesamt sieben Farben verfügbar: 3-Color Sunburst, Butterscotch Blonde, Faded Black, Faded Lake Placid Blue, Faded Sherwood Green, Faded Dakota Red und Faded Firemist Gold. Die Faded-Lackierungen aus Polyurethan sollen an gut eingespielte Instrumente erinnern, die schon einige Jahre in Benutzung sind.

Im Gegensatz zur teureren American Professional II-Reihe liegt der Fokus hier stärker auf Vintage-Elementen. So kommen Staggered Classic Gear-Mechaniken und Vintage Inspired Coastline-Tonabnehmer zum Einsatz. Weitere Unterschiede finden sich im angenehm spielbaren Modern-C-Halsprofil mit abgerundeten Kanten und – im Falle der Stratocaster – einem Vibratosystem mit sechs Einzelsätteln.
Fender American Professional Classic Stratocaster und Stratocaster HSS
Die sechs Stratocaster-Modelle teilen sich in jeweils drei Gitarren mit Ahorn- und drei mit Palisandergriffbrett auf (Faded Firemist Gold, Faded Lake Placid Blue, 3-Color Sunburst sowie Faded Black, Faded Dakota Red, Faded Sherwood Green Metallic). Die Konstruktion setzt auf einen Korpus aus Erle, kombiniert mit einem verschraubten, satinierten Ahornhals im Modern-C-Profil. Das Griffbrett besitzt einen Radius von 9,5″, 22 Medium-Jumbobünde und Dot-Inlays.

Typisch ist das Vintage-Vibratosystem, während Modelle mit fester Brücke bislang nicht vorgesehen sind. Die Hardware ist chromfarben, ebenso obligatorisch sind die drei Coastline ’57 Single-Coils. Die Steuerung erfolgt über einen 5-Wege-Schalter, einen Lautstärke- und zwei Tonregler. Ein Greasebucket Tone Circuit kommt für den Stegtonabnehmer zum Einsatz.
Die Fender American Professional Classic Stratocaster HSS ist in vier Farbvarianten erhältlich – drei davon mit Ahorn- (Faded Lake Placid Blue, Faded Black, 3-Color Sunburst) und eine mit Palisandergriffbrett (Faded Sherwood Green Metallic). Der Unterschied liegt im Einsatz eines Coastline-Humbuckers in der Stegposition.

Beide Modelle sind ab sofort im Musikhaus Thomann erhältlich. Die Preise liegen bei 1.699 Euro beziehungsweise 1.769 Euro für die HSS-Modelle (inklusive Deluxe Gigbag).
Fender American Professional Classic Telecaster und Hot Shot Telecaster
Auch die klassische Telecaster ist in sechs Farbvarianten erhältlich. Die Holzauswahl entspricht der Stratocaster: Erlekorpus mit verschraubtem Ahornhals. Die Farben 3-Color Sunburst, Faded Black und Faded Dakota Red kommen mit Palisandergriffbrett, die Modelle in Butterscotch Blonde, Faded Sherwood Green Metallic und Faded Lake Placid Blue mit Ahorngriffbrett.
Auch hier gibt es ein Modern-C-Halsprofil, einen 9,5″-Griffbrettradius, 22 Medium-Jumbobünde und Dot-Inlays. Der Steg arbeitet mit Saitenführung durch den Korpus und drei Sätteln, die über gekerbte Saitenreiter aus Messing verfügen. Die Hardware ist verchromt. Als Tonabnehmer dienen zwei Coastline ’63 Single-Coils, angesteuert über einen 3-Wege-Schalter, Lautstärke- und Tonregler.

Die Fender American Professional Classic Hot Shot Telecaster setzt auf dieselbe Basis und ist in vier Farben erhältlich – zwei mit Ahorn- (Butterscotch Blonde, Faded Sherwood Green Metallic) und zwei mit Palisandergriffbrett (3-Color Sunburst, Faded Lake Placid Blue). Diese Modelle verfügen über einen zusätzlichen Stratocaster-Tonabnehmer in der Mittelposition – konkret den Coastline ’57 Single-Coil Stratocaster RWRP, der auch in den Stratocaster-Modellen verwendet wird.

Das Musikhaus Thomann bietet die Telecaster ab sofort für 1.699 Euro, die Hot-Shot-Modelle für 1.769 Euro inklusive Deluxe Gigbag an.
Fender American Professional Classic Jazzmaster
Auch beim Jazzmaster-Modell entspricht die Konstruktion im Wesentlichen den anderen Modellen: ein Offset-Korpus aus Erle und ein vierfach verschraubter Ahornhals mit Modern-C-Profil. Alle vier Jazzmaster-Modelle verfügen über ein Palisandergriffbrett.

Wie gewohnt gibt es 22 Medium-Jumbobünde, Dot-Inlays und verchromte Hardware, darunter die typische Jazzmaster-Brücke mit Mustang-Sätteln und Vibratosystem. Als Tonabnehmer dienen zwei Coastline ’65 Single-Coil Jazzmaster-Pickups in Steg- und Halsposition, gesteuert über einen 3-Wege-Schalter sowie globale Lautstärke- und Tonregler.
Erhältlich ist die Fender American Professional Classic Jazzmaster im Musikhaus Thomann für 1.799 Euro, inklusive Deluxe Gigbag.
Fender American Professional Classic Jaguar
Den Abschluss bildet die Jaguar, deren Formgebung der Jazzmaster gleicht. Bei identischen Hölzern und Halsprofilen sind Modelle in 3-Color Sunburst, Faded Sherwood Green Metallic und Faded Firemist Gold mit Palisandergriffbrett, sowie eines in Faded Lake Placid Blue mit Ahorngriffbrett erhältlich.

Die Unterschiede zur Jazzmaster liegen in der Tonabnehmerbestückung: Die Jaguar verfügt über zwei schmalere Coastline ’62 Single-Coil Jaguar-Pickups, die über einen 3-Wege-Schalter, Lautstärke- und Tonregler gesteuert werden. Auf dem modifizierten Schlagbrett befinden sich zudem drei Aluminiumplatten sowie der markante 2-Positionsschalter mit Strangle-Circuit, der einen Kondensator für den Stegtonabnehmer zuschaltet.
Preislich liegt die Fender American Professional Classic Jaguar im Musikhaus Thomann inklusive Deluxe Gigbag bei 1.799 Euro.
























Sascha sagt:
#1 - 21.10.2025 um 22:59 Uhr
wo habt ihr denn die Info mit dem Koffer her? Es werden ALLE Fender Am Pro Classic nur mit einem Deluxe Gig Bag geliefert. Und das soll alles andere als Deluxe sein. Eher billig ... wie man liest. Und weiter "Preislich liegt die Serie unter der American Professional II-Reihe ... ". Klar, ohne Koffer kein Wunder, wäre der mit dabei, kämen um die 170-180 € noch drauf. Dann wären die Preise gleich denen der AM Pro II. Und die sind von der HW besser ausgestattet. Da sind wohl Fender Preis-Tricks ... Hält mich zwar nicht davon ab, mich dafür zu interessieren, aber ein fader Beigeschmack bleibt.
Ulf Kaiser sagt:
#1.1 - 22.10.2025 um 10:14 Uhr
Hallo Sascha, danke für den Hinweis zum Koffer vs. Gigbag. Wir haben das entsprechend korrigiert.
Antwort auf #1 von Sascha
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenSascha sagt:
#1.1.1 - 23.10.2025 um 14:52 Uhr
Hallo Redaktion, hallo Ulf, leider gibt es noch einen Fehler in der Beschreibung. Alle 4 Fender Am Pro Clsc Jazzmaster haben lt. Fender Webseite (und auch bei den Händlern zu sehen) ein Palisander Griffbrett. Hier gibt es kein Griffbrett mit Ahorn. Neben der in Faded Firemist Gold + 3-Color Sunburst, ist das Griffbrett auch bei den anderen beiden, Faded Dakota Red + Faded Sherwood Green Metallic, aus Palisander. Bei den Jaguar stimmt es 3x Palisander und 1x Ahorn Griffbrett. Viele Grüße Sascha
Antwort auf #1.1 von Ulf Kaiser
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenUlf sagt:
#1.1.1.1 - 23.10.2025 um 18:13 Uhr
Danke nochmals für den Hinweis. Wo Du recht hast ....
Antwort auf #1.1.1 von Sascha
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