Gitarre Hersteller_Xotic
Test
1
06.11.2013

Xotic SL Drive Test

Overdrive Pedal für E-Gitarre

Mini Plexi

Der Xotic SL Drive im bonedo-Test - Zuerst waren es die Amps, jetzt weist auch bei Effektpedalen der Trend eindeutig in Richtung Mini und Mikro. Aber wie ich uns Gitarristen kenne, wird das an der Größe unserer Pedalboards mit Sicherheit wenig ändern, sie werden nur üppiger bestückt sein. Schaut man sich in der Szene um, dann wird man kaum einen Hersteller finden, der bei diesem Trend nicht dabei sein möchte. Hier reicht das Angebot vom fernöstlichen Billig-Hersteller bis zur renommierten Boutique-Schmiede.

Zur letzteren Kategorie zählt auch Xotic aus dem sonnigen Kalifornien, derzeit mit drei Mini-Tretminen im Rennen um die Gunst des Gitarristenvertreten. Unter dem Slogan „Three Little Giants“ vereinen sich dort ein Kompressor(SP Compressor), ein Booster (EP Booster) und ein Overdrive (SL Drive). Und genau den haben wir für euch in die Mangel genommen, weil er den Anspruch erhebt, den beliebten Marshall Plexi- Sound auf engstem Raum erzeugen zu können. Schau’n mer mal!

Details

Gehäuse/Optik

Das Pedal passt locker in die Brusttasche, so klein ist das schwarz lackierte Druckguss-Kästchen mit der leicht rauen Oberfläche. Allerdings ist es kein Fliegengewicht, denn in dieser Disziplin hält der SL Drive locker mit den „Großen“ mit. Auf der schmalen Oberfläche findet man sämtliche Regelmöglichkeiten und den Schalter (True Bypass). Aus Platzgründen ist das Volume-Poti nur mit einem Mini-Knopf bestückt, während Drive und Tone mit schicken, durchsichtigen Reglerknöpfen in Standardgröße aufwarten können.

Wie üblich findet man den Eingang auf der rechten und den Ausgang auf der linken Seite, am Kopfende ist der Anschluss für das optionale Netzteil angebracht. Während die Mini-Pedale der Konkurrenz überwiegend mit Netzstrom betrieben werden, ist der SL Drive das erste Pedal dieser Art, das ich in den Fingern habe, das sich mit einer Batterie zufriedengibt. In diesem kleinen Gehäuse noch eine 9V Batterie unterzubringen, Respekt! Aber es lohnt sich, denn unser Testkandidat frisst laut Hersteller gerade einmal 5 mA, ein Wert, der auch einer Batterie eine lange Lebenszeit abtrotzt. Zum Wechsel muss zwar die Bodenplatte mit vier Schrauben gelöst werden, aber das wird bei diesem geizigen Stromkonsum nicht oft der Fall sein. Wo wir gerade beim Lösen der Bodenplatte sind: Im Inneren des Pedals befindet sich zusätzlich zur Elektronik eine kleine Platine mit vier Mini-Switches, die einem eventuellen Finetuning dienen sollen. 

Diese Dip-Switches bestimmen den Grundsound. Ab Werk befindet sich das Pedal im Super Lead Modus, die Einstellung dazu seht ihr in der folgenden Grafik.

Mit den vier DIP-Switches können folgende Parameter beeinflusst werden:

1.  High/Mid Setting #1

2.  High/Mid Setting #2

3.  High/Mid Cut

4.  + 6 dB Boost (bei Stellung Off)

Mit diesen Möglichkeiten ist man etwas breiter aufgestellt und wählt je nach Geschmack seine Grundvariante. Den Klangunterschied der einzelnen Settings werdet ihr im Praxisteil zu hören bekommen. Ansonsten präsentiert sich die Oberseite in Standardausstattung:  Der Zerrsound wird mit Drive (Verzerrungsgrad), Tone (Klangfarbe) und Volume (Gesamtlautstärke) in die gewünschte Form gebracht. Zwar gestaltet sich das Einstellen der Regler etwas eng, aber daran gewöhnt man sich recht flott.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare