E_Drum_Monitor_Millenium_DM30
Test
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17.07.2017

Millenium DM-30 Test

E-Drum-Monitor

Der Kleine von Millenium

Der Millenium DM-30 ist der günstigste auf E-Drums spezialisierte Lautsprecher, den wir im Rahmen unseres Testmarathons für E-Drum-Monitore unter die Lupe genommen haben. Mit seinem Straßenpreis von 139 Euro schlägt er mit dem exakt gleichen Betrag zu Buche wie der als allgemeiner Monitor konzipierte MA120 MKII von The Box. Der Kampf um den Sieg in der Tiefstpreis-Liga wird also von zwei Produkten ausgefochten, die beide unter Eigenmarken von Thomann angeboten werden.

Was mich persönlich für diesen Test brennend interessiert, ist die Frage, inwieweit sich bei einer Monitorbox die Spezialisierung auf E-Drums bemerkbar machen kann. Dass die Anschlüsse konkret für Soundmodule elektronischer Schlagzeuge ausgelegt sein mögen, ist die eine Sache, ob der Klang besser wiedergegeben wird als bei gewöhnlichen Boxen, wird das Review beantworten.

Details

Parallelen zu Roland

Nicht nur preislich, sondern auch gemessen an den technischen Spezifikationen bewegt sich der Millenium DM-30 im unteren, aber durchaus noch annehmbaren Bereich unseres Testmarathons. Der Verstärker arbeitet mit einer Leistung von 30 Watt, und das ist in der Tat nicht viel, andererseits aber auch nicht weniger als bei so manchem kostspieligeren Konkurrenten. Es ist durchaus möglich, dass sich die Entwickler hier am mehr als doppelt so teuren Roland PM-10 orientiert haben, denn dieser bietet die gleiche Ausgangsleistung und verwendet ebenso wie der DM-30 ein koaxiales Zweiwege-System, bei dem der Hochtöner in der Mitte eines 10er Basslautsprechers sitzt.

In Hinblick auf die Verarbeitung ist beim DM-30 alles im grünen Bereich. Das 15 kg schwere Holzgehäuse ist mit schwarzem Strukturlack überzogen und wirkt mit seinen kompakten Maßen von 35,1 cm x 34,5 cm x 36,7 cm absolut stabil. Das Schutzgitter vor dem Speaker sitzt fest an seinem Platz, und auch die Anschlüsse gehen vollkommen in Ordnung. Die Potis der Lautstärke- und Klangregelung fassen sich sogar nahezu edel an.

Wozu ein Stereo-Eingang?

Stereo-Wiedergabe ist mit einer einzelnen Box natürlich nicht möglich, trotzdem sind beim DM-30 die beiden mit „Drum-In“ betitelten 6,3er Klinkenbuchsen dazu ausgelegt, mit dem linken und rechten Kanal eines Stereo-Signals beschickt zu werden. Das wirkt auf den ersten Blick ein wenig widersprüchlich. Die meisten Soundmodule von E-Drumsets mischen bei der Verwendung von nur einem Kabel am Ausgang (dort in der Regel beschriftet mit L/Mono-Out) beide Stereo-Kanäle auf dem einzelnen Mono-Kanal zusammen, so dass die Verwendung eines zweiten Kabels nicht nötig ist.

Wenn sich ein Soundmodul allerdings nicht von der Stereo-Wiedergabe abbringen lassen will, dann macht die Verbindung über zwei Strippen durchaus Sinn. In diesem Fall werden die beiden Kanäle im DM-30 summiert, und so kann man sicher sein, dass nicht eine Seite des Stereo-Signals verloren geht. In den meisten Fällen sollte eine einzelne Mono-Verbindung aber ausreichen.

AUX-Eingang und Dreiband-EQ

Der AUX-Eingang ist zur Verbindung mit einer weiteren Line-Quelle wie einem Smartphone oder Tablet vorgesehen und verfügt über einen eigenen Lautstärkeregler. Die meisten E-Drumsets bieten entsprechende Eingänge auch an ihren Soundmodulen, und so kann man entscheiden, welchen man verwenden will, um beispielsweise Playalong-Tracks hörbar zu machen. Ein Equalizer mit je einem feststehenden Bässen-, Mitten- und Höhenband ist ebenfalls an Bord und beeinflusst das gesamte Ausgangssignal.

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