Test
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05.04.2019

LD Systems Maui P900 Test

Aktive Säulen-PA

Akustisches Designmobiliar

Die Maui P900 katapultiert die beliebte LD Systems Stäbchenserie von der heißen Low-Budget-Empfehlung in die exklusive Oberklasse. In Kooperation mit dem Porsche Design Studio entstand eine luxuriöse Stäbchen-PA im durchgestylten Aluminiumgehäuse, die es in sich hat. 50 Treiber inklusive zwei 10-Zoll-Tieftöner arbeiten an 1400 Watt (RMS) und erzeugen 131 dB maximale Lautstärke zwischen 42 Hz und 20 kHz. Der Lautsprecher kann dabei per Kabel oder via Bluetooth in einem Umkreis von bis zu 70 Metern angefahren werden. Die bewährte Bluetooth-Stereo-Schaltung erlaubt, die Anlage drahtlos mit einer weiteren P900 als Stereosystem zu betreiben. So viele technische Finessen und die aufwändige Gestaltung haben ihren Preis. Knapp 4.000 Euro sind für eine Maui P900 anzulegen. Ob sich das lohnt und was die sportliche Säule kann, erfahrt ihr hier.

Details

Am Anfang stand die Vision, reine Ästhetik mit Spitzentechnologie zu einem Audiosystem der Moderne zu verschmelzen. Was klingt wie eine Produktanforderung der Firma mit dem angebissenen Apfel, ist die Voraussetzung der Kooperation zwischen dem Porsche Design Studio und LD Systems. Herausgekommen ist ein Anwärter für einen künftigen Designklassiker und schon jetzt hat sie mehrere Designpreise eingefahren.

Stäbchensysteme haben ohnehin schon einen unauffälligen bis eleganten optischen Fußabdruck, eine perfekte Basis für Porsche. Die Grundform der P900 ist ein Dreieck, dessen Spitze abgerundet ist. Das kühle Aluminium des Gehäuses wird von der mehrschichtigen Boxenbespannung als organischer, warmer Akzent kontrastiert. Die Maui P900 wird in drei Farbkompositionen angeboten, markiert durch das Kürzel hinter dem Modell Namen: P900 W in cocoon white, P900 B in graphite black und P900 G für platinum grey. Letztere steht hier zum Test.

In der Maui P900 arbeiten zwei 10-Zoll-Tieftöner im mit Aluminium-plattierten Sperrholz-Bassreflex-Kabinett des Subwoofers. 16 Mitteltöner (2,8-Zoll) und 32 Hochtöner (1-Zoll) werkeln in der Aluminium-Tonsäule. Trotz Verwendung von Neodym Magneten für die Treiber und Leichtmetall für das Gehäuse, bringt die 2,17 Meter hohe Box stattliche 46 kg auf die Waage.

In bewährter LD Systems WaveAhead-Technologie sind die Hochtöner direkt vor den Mitteltönern montiert. Über Luftkanäle wird der Sound der Mitteltöner an den Hochtönern vorbeigeleitet und vereint sich frontal mit den Schallwellen der Tweeter, denen ein Diffusor vorgesetzt ist. Der Abstrahlwinkel der Box beträgt dabei 140° horizontal  x 15° vertikal.

Klarheit bis ins letzte Detail

An dem Gehäuse ist auf den sichtbaren Flächen nirgends ein einziger Schraubenkopf zu sehen, noch nicht mal bei den Bedienelementen auf der Rückseite der Box. Optisch steht Minimalismus auch hier ganz weit vorne. Zwei große, beleuchtete Regler stehen für die Gesamtlautstärke und den Bassanteil des Subwoofers. Zwei Taster mit blauen Signalleuchten aktivieren zum einen die Bluetooth-Verbindung zu einem Abspielgerät, zum anderen die drahtlose Stereokopplung mit einer weiteren Maui P900.

Vier weitere LEDs geben Auskunft über eventuell aktivierte Schutzschaltung, Aktivität des Limiters, Signalfluss und Betrieb der Box. In der unteren Hälfte des Terminals sind die XLR-Buchsen für den Stereo-Eingang und Through elegant in das Gehäuse integriert. Darunter befindet sich die IEC-Buchse und der Betriebsschalter inklusive Schmelzsicherungsfach.

Im Subwoofer-Gehäuse sind die drei lüfterlose Class-D Verstärker mit der Gesamtleistung von 1400 Watt (RMS) / 2800 Watt (Peak) untergebracht. Der Stromverbrauch ist mit 11 Watt im Leerlauf und 1000 Watt unter Maximallast angegeben. Der DynX DSP arbeitet mit 48 kHz/24 Bit und einem Rauschabstand von 106 dB. Zu den Schutzschaltungen gehören Kurzschluss, Gleichstromschutz, Multiband-Limiter und Überhitzung. Der Bluetooth-Stream läuft über das A2DP Protokoll und überträgt die verlustbehafteten SBC, AAX und aptX Formate.

Optionales Zubehör

Für die rauen Bedingungen im Tour- und Transportwesen bietet LD Systems das gepolsterte Maui P900 Flightcase zum Preis von 899 Euro an. Einige Nummern leichter und günstiger sind die Gigbags Maui P900 Sat Bag (199 Euro) und Maui P900 Sub PC (139 Euro) für die Säulenelemente und den Subwoofer. Für den ebenerdigen Transport und Ausrichtung am Zielort wird das passende Rollbrett Maui P900 CB für 129 Euro angeboten. Beachtet den Hinweis, dass für den Betrieb der Box das Rollbrett entfernt werden muss, da sich der Lautsprecher sonst selbständig macht.

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