Hersteller_Digitech Gitarre
Test
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08.05.2015

Digitech Mosaic Test

12-Saiter Simulations-Pedal

Aus 6 mach 12

Mit den Pitch-Shift-Sounds des Whammy-Pedals schrieb Digitech einst Geschichte, und das neue Digitech Mosaic nutzt die Technologie, um aus einer 6-saitigen Gitarre eine 12-saitige zu machen. Und das geschieht laut Hersteller in guter Klangqualität, ohne Latenzprobleme und ohne spezielle Tonabnehmer. Grundsätzlich eine gute Idee, denn dann wäre man von dem Umstand befreit, für den einen Song extra eine Westerngitarre mit 12 Saiten mitzuschleppen. Wobei der Transport das geringere Problem ist - das Stimmen nervt einfach.

Spannend also, wie sich das Digitech Mosaic beim Einsatz an elektrischer und akustischer Gitarre schlagen wird. Um so mehr, als reine Marketingsprüche sich in der Realität schnell als solche entlarven. Ich bin also guten Mutes und hoffe, dass wir hier tatsächlich die Lösung für den schnellen und unkomplizierten Einsatz von Zwölfsaiter-Sounds vor uns haben.

Details

Gehäuse/Optik

Die kunstvolle Grafik, die das Digitech Mosaic ziert, ist per Folie auf die Oberseite aufgeklebt. Ansonsten präsentiert sich das Pedal absolut spartanisch: An Bedienelementen gibt es lediglich einen Level- und einen Tone-Regler sowie den obligatorischen Fußschalter. Die beiden stabilen, schwarzen Potiknöpfen besitzen zur besseren Orientierung einen kleinen weißen Markierungsstreifen auf der Oberseite, der Fußschalter wird begleitet von einer roten Status-LED. Zeitgemäß ist die True Bypass Schaltung, die das eingegebene Signal direkt an den Ausgang schickt und nicht den digitalen Schaltkreis durchlaufen lässt, wenn das Pedal außer Betrieb ist. Was die AD/DA-Wandlung anbelangt, sind durchaus amtliche Werte am Start, denn das Mosaic arbeitet mit 24 Bit und einer Sampling Rate von 44,1 kHz. So eine digitale Schaltung braucht natürlich einiges an Energie, daher hat Digitech von vornherein auf Batteriebetrieb verzichtet. Dass beim Mosaic dann tatsächlich auch das passende Netzteil im Karton liegt, ist absolut löblich und beileibe nicht selbstverständlich. Denn nicht wenige Pedale, gerne auch in höheren und hohen Preislagen, verzichten nicht nur auf den Batteriebetrieb, sondern auch auf die Beigabe des unumgänglichen Netzteils. Wer das Gerät ins Pedalboard schrauben und mit einem Multi-Netzteil speisen möchte, der sollte hierfür 300 mA Strom reservieren. Die Anschlüsse findet man seitlich, den Eingang rechts und den Ausgang links. An der Stirnseite ist die Standardbuchse (Negativ innen) für das Netzteil angebracht.

Bedienung

Die Bedienung mit den beiden Potis gestaltet sich denkbar einfach. Der Volume-Regler bestimmt die Lautstärke des Effektsignals (Pitch Shift Effekt), das zum Original hinzugemischt wird. Der Pitch Shifter ist aber so konzipiert, dass beim Anschlagen der tiefen vier Saiten (E, A, D, G) ein nach oben oktaviertes Signal hinzugefügt wird. Schlägt man die B- und die E-Saite an, wird das Signal auf der gleichen Tonhöhe ausgegeben, also genau so, wie es bei einer 12-saitigen Gitarre auch der Fall ist. Der Tone-Regler bestimmt die Klangfarbe des Pitch-Shift Signals.

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