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Test
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05.12.2015

Zildjian A-Series Sweet Ride Box Test

Beckensatz

Ich kauf’ ein „A“ ...

Heute halten wir ein weiteres vorkonfiguriertes Beckenset aus der Profiliga mit augenscheinlich interessantem Preis-Leistungs-Verhältnis für euch bereit. Der Name Zildjian ist legendär, genauso wie die enthaltenen Avedis Becken, die seit über fünf Jahrzehnten zu den meistgespielten Tellern weltweit gehören. Das Kürzel A steht für den Namen des Firmengründers Avedis Zildjian und unterscheidet die Serie von den ebenso legendären K. Zildjians, für die der gute alte Kerope Pate stand. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die A-Serie komplett überarbeitet, wobei die Namen der Modelle und Bezeichnungen indes alte Bekannte sind. Was die Modelle können und für wen von euch sich der Kauf lohnt, beleuchten wir hier.

Details

Fünf Bleche verbergen sich in der „süßen Box“

In einem großen Karton (Box) verpackt steht es vor mir, das Sweet Ride Box Set. Die Becken sind zwar einzeln in Tüten verpackt, schwirren aber doch etwas lieblos im Karton herum. Auffällig sind, neben der strahlenden Politur des Regular-Finish, die neuerdings deutlich größer gestalteten Zildjian Logos. Hier lässt die Schmiede aus Boston im Zeitalter von YouTube und Overhead-GoPros augenscheinlich keine Werbemöglichkeit liegen. Über dem bekannten, feinmaschigen Avedis-typischen Abdrehmuster, welches sich bis über die Glocke hinaus über die Becken erstreckt, finde ich auf den Flächen noch eine neue, kettenförmige Struktur. Wie alle Zildjian Oberklassemodelle bestehen die A-Series Becken aus B20 Bronze und werden augenscheinlich maschinell hergestellt.

Die Modelle im einzelnen

Das 21 Zoll Sweet Ride besitzt eine große, auf der Oberseite flach gestaltete Glocke als nicht zu übersehendes Gewichtszentrum, wird zum Rand hin aber sehr dünn, was auf eine gute Crashbarkeit schließen lässt. Insgesamt fällt es mit 2553 Gramm für ein Becken dieser Größe relativ leicht aus.

New Beat Hi-Hats gibt es seit den 70er Jahren durchgehend im Zildjian Portfolio, wir sprechen hier also von einem bewährten Standard, bei dem der Hersteller augenscheinlich alles richtig gemacht hat. Unser 14-Zöller präsentiert sich mit 1001 Gramm auf der Oberseite und 1395 Gramm auf der Unterseite als Medium-Heavy Kombination.

Ebenfalls im Set enthalten sind zwei Medium Thin Crashes mit 16 und 18 Zoll Durchmesser. Neben der unverhältnismäßig großen Gewichtsdifferenz – das 16“ Crash wiegt nur 973 Gramm, dafür kommt das 18“ Crash auf pfundige 1472 Gramm – ist auch die Optik der Glocken unterschiedlich. Während das 16er eine kleine, spitz zulaufende Glocke, vergleichbar mit den Hi-Hat-Becken, hat, ähnelt die Bell des 18er Crashes mehr der des Sweet Rides, ist also ebenfalls ausladend und auf der Oberseite abgeflacht.

Etwas Abstriche im Feinschliff

Auf den ersten Blick machen alle Aveden einen imposanten Eindruck, ganz schnell mehren sich allerdings die Fingerabdrücke auf den Oberflächen. Und auch in einigen Details gibt es Grund zur Beanstandung. Das Mittelloch des 16er Crash-Beckens ist etwas unrund und scharfkantig und hat auf der Unterseite offenbar zu wenig Politur abbekommen. Bei fast allen Becken finde ich auf den Unterseiten der Außenränder mehr oder weniger scharfe Kanten. Hier wurde wohl etwas am Feinschliff gespart. So, nach aller Theorie will ich die Bleche jetzt endlich auf meine Beckenständer hieven. Auf geht’s in die Praxis!

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