Hersteller_Yamaha
Test
3
24.07.2018

Yamaha PSR-S975 Test

Entertainer-Keyboard

Sinnvolle Modellpflege

Mit dem Modell PSR-S975 präsentiert Yamaha den Nachfolger des bewährten PSR-S970 Entertainer Keyboards. Das PSR-S975 ist somit das Spitzenmodell der Yamaha PSR-Serie, danach folgt nur noch das Flagschiff „Genos“. Die größten PSR-Modelle verfügten schon immer über viele Sounds und Styles der Tyros-Serie, waren aber erheblich preiswerter und somit eine günstige Alternative zu den Oberklasse-Keyboards.

Den Testbericht des Yamaha PSR-S970, den Bonedo vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlichte, kann man übrigens hier nachlesen. Damals wurde dem Gerät eine große Nähe zum Tyros 5 bescheinigt. Das PSR-S970 bot mit den beiden Live-Control-Reglern sogar Features, die noch nicht einmal im großen Bruder zu finden waren. Nach der Ablösung des Tyros 5 durch Genos, steht die Frage im Raum: Wie groß ist die Nähe des neuen PSR-S975 zu Genos? Ist es Yamaha nun gelungen, einen “kleinen Genos” anzubieten, der eine preiswerte Alternative zum Oberklassemodell darstellt? Dieser Frage gehen wir in unserem Test auf den Grund.

Details

Erscheinung

Beim Auspacken des Yamaha PSR-S975 wurde mir eines schnell klar: Das Instrument ist optisch mit seinem Vorgänger PSR-S970 fast identisch. Die äußeren Unterschiede beschränken sich auf zwei Details. Zum einen wurde der Schriftzug von 970 auf 975 geändert und zum anderen gibt es einige Änderungen in der Beschriftung der Auswahltasten der Style- und Voice-Kategorie. Das ist schon alles. Auch der Vergleich der Bedienungsanleitungen zeigt: Da ist nicht viel verändert worden, es handelt sich hier offenbar um den Akt der Modellpflege. Ich werde daher in diesem Test hauptsächlich auf die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger-Modell Yamaha PSR-S970 eingehen und empfehle daher zunächst die Lektüre des damaligen Tests.

Überblick

Das Yamaha PSR-S975 Keyboard verfügt über 61 leicht gewichtete Tasten, eine 128-stimmige Tonerzeugung und ein integriertes 2 x 15 W Verstärkersystem. Das eingebaute 7”-TFT-Display ist leider nicht berührungsempfindlich wie beim großen Bruder Genos, sondern wird – wie bei allen PSR-Modellen – über die um das Display gruppierten Taster bedient. Der Arranger nutzt neben normalen MIDI-basierten Styles auch Audio-Styles mit real eingespielten Drum-Loops. Als Keyboard-Parts können zwei Right Voices und eine Left Voice gespielt werden. Obwohl das PSR-S975 sehr kompakt ist, bietet es viele Features, die aus der Oberklasse der Entertainerkeyboards entliehen sind: Organ Flutes mit Zugriegel-Simulation, Mikrofon-Anschluss mit Vocal Harmony und Vocoder, zwei Live-Control-Regler und die Arpeggio-Funktion. 

Anschlüsse

Die zur Verfügung stehenden Anschlüsse des PSR-S975 befinden sich auf dem Stand des Vorgängermodells PSR-970. Die nachfolgende Fotostrecke zeigt alle Anschlüsse auf Gehäuserückseite sowie die Position der Kopfhörerbuchse.

Änderungen im Vergleich zu PSR-S970

In der folgenden Auflistung sind alle Änderungen des PSR-S975 im Vergleich zum Vorgänger PSR-S970 aufgeführt:

  • 115 zusätzliche Voices und Drum-Kits (jetzt 1.625)
  • 73 zusätzliche Styles (jetzt 523)
  • 256 MB mehr Expansion Memory (jetzt 768 MB)
  • Half Bar Fill In Funktion
  • Mono Legato Funktion
  • Live Control Einstellungen können jetzt in der Registration abgespeichert werden
  • Lyrics Display Funktion für MP3-Dateien

Die einzelnen Punkte werden im folgenden Praxis-Teil ausführlich beschrieben.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare