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Test
10
20.07.2012

PRAXIS

Die Installation des „ADPak Indie“ verläuft ohne Komplikationen, die erste Hürde ist im Flug genommen. Anschließend lade ich mir das „MIDIPak Indie Rock“ aus dem XLN Webshop, was nur niedliche 712 KB Speicherplatz benötigt. Auch dessen Installation bereitete keine Probleme.

Die Benutzung von Addictive Drums ist sehr intuitiv, ich habe mich hier nach kurzer Orientierungsphase sofort gut zurechtgefunden. Das Heraussuchen der mitgelieferten Beats oder der Beats des optionalen MIDIPak Indie Rock ist dank flexibler Suchmaske sehr einfach. Tempo- und Sync Buttons machen die Integration ins Arrangement kinderleicht. Wer an den Beats noch editieren möchte, der zieht sich den Beat mit der Maus einfach in das Arrangierfenster seiner DAW und kann dann nach Herzenslust „Balken schieben“. In Logics Pianorolle sieht das dann so aus:

Richtig Spaß macht es, auf der „Edit“ Seite an den Sounds zu drehen. Pitch, Tief- und Hochpassfilter, Equalizer, ADSR Hüllkurve, Kompressoren, Verzerrer und Bandsättigung bieten viele Klangmöglichkeiten. Detaillierte Auswirkungen der Effekte könnt ihr auch in den Videos unseres Tests von Addictive Drums 1.5 hier anschauen.

Auf alle Einzelsounds kann man selbstverständlich Einfluss nehmen, aber auch der Overhead-Mix, Raum, Bus und Master können mit Effekten belegt werden! Zwei getrennt ansteuerbare Hall-Prozessoren runden die Sache ab, wobei man diese in der Regel eher für speziellere Klangkreationen einsetzen dürfte, da das regelbare und wirklich gut klingende Raumsignal für einen realistischen Schlagzeugsound bestens ausreicht.

Viele Presets liefern dem Benutzer unterschiedliche Klänge und demonstrieren eindrucksvoll, wozu Addictive Drums aufgrund seiner integrierten Effekte klanglich in der Lage ist. Und natürlich lässt sich das Indie Kit auch mit den Schlagzeug-Komponenten des Addictive Drums Basis Programms oder auch anderer ADPaks kombinieren! Eigene Klänge kann man, wie bereits erwähnt, leider nicht in AD importieren.

Und hier noch ein Beispiel, wie es klingt, wenn ich mit dem Attack-Parameter der Hüllkurve und dem Lowpassfilter das recht präsente „Ping“ der Ride abschwäche. Anschließend folgt ein Beispiel zum Schellenkranz sowie zu den Verzerrer Modi „Crunch“ und „Bitcrush“.

Insgesamt ist festzustellen, dass der Grundklang des Sample-Materials, sehr ausgewogen, warm und erdig ehrlich ist.

Der Fundus an mitgelieferten Beats ist beim ADPak Indie jedoch nicht sonderlich prall gefüllt, nur fünf Beats und zwei Songs warten hier auf ihren Einsatz. Wer größeren Bedarf an vorgefertigten Beats hat, der nimmt am besten gleich noch das dazugehörige MIDIPak „Indie Rock“ dazu. Hier werden 150 typische Beats dieses Genres angeboten, MIDI-Loops mit meist vier Takten Länge. Auch zehn Songs mit Intro, Strophen, Refrain usw. sind darunter. Der Screenshot zeigt die Songstruktur des Demo Song 001.

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