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Feature
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23.09.2009

Oszillator
Der Juno-106 verfügt über einen sehr zuverlässigen, sechsstimmigen DCO (=VCO mit digitaler Steuerung), der die Wellenformen Sägezahn und Puls/Rechteck erzeugen kann. Beide Wellenformen können auch gleichzeitig genutzt werden, ihr Lautstärkeverhältnis zueinander ist allerdings nicht regelbar! Dazu gesellt sich ein stufenlos zumischbarer Suboszillator mit Rechteckwelle (eine Oktave tiefer) sowie ein ebenfalls zumischbarer Rauschgenerator mit weißem Rauschen.

Filtersektion
Hier steht ein 24dB Tiefpassfilter mit Resonanzfähigkeit bereit, sowie ein nachgeschaltetes, in vier Stufen gerastertes Highpassfilter.

Hüllkurven & Modulation
Es steht ein ADSR Hüllkurvengenerator bereit, der VCA und/oder Filter modulieren kann. Darüberhinaus ein LFO mit Dreieckswelle und regelbarer Einsatzverzögerung.

Steueranschlüsse

Der Juno-106 besitzt ein vollwertiges MIDI Interface, dass sämtliche Parameter der Klangerzeugung als MIDI-Befehl oder systemexklusive Daten senden und empfangen kann. Es eignet sich sehr gut, um den Juno-106 von Sequenzerprogrammen steuern zu lassen! Aber auch ein zweiter Juno-106 ist  als "Slave" synchronisierbar! Ein Anschluss für ein Patch-Hochschalt- und Sustainpedal, ein Kopfhörerausgang, Tape In/Out zur externen Sicherung der Patches sowie eine Mono/Stereo Ausgang mit drei wählbaren Pegeln wären abschließend noch zu nennen. CV/Gate Anschlüsse gibt es nicht.

 

Spielhilfen

Der Juno-106 verfügt über einen Bender, der in horizontaler Richtung Pitch und Filter sowie in vertikaler Richtung die LFO-Intensität steuern kann. Mit "Key Transpose" kann man die Tastatur um eine Oktave nach oben oder unten transponieren.

 

Spielmodi
Es gibt drei verschiedene Spielmodi: Poly1, Poly2 und Unisono. Letzeren aktiviert man, wenn Poly 1+2 gleichzeitig drückt. Die beiden Modi unterscheiden sich klanglich kaum, sie reagieren jedoch unterschiedlich auf Portamento:

 "Poly1" wird im Handbuch für "normales Spiel" empfohlen (sechsstimmig polyphon). Hier bezieht sich der Startpunkt des Portamentos immer auf die erste von sechs aufeinander folgenden Noten,

"Poly2" eigne sich besser bei Einsatz von Portamento. Hier bezieht sich der Startpunkt des Portamentos immer auf die zuvor gespielte Note.

Im "Unisono" werden alle sechs Stimmen für eine monophone Stimme gebündelt. Das klingt jedoch nicht fett im Sinne eines monophonen Leadsynths, der mehrere Oszillatoren besitzt, sondern nach Phasenauslöschungen der übereinanderliegenden Stimmen. Das kann aber auch seinen Reiz haben!

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