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Test
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03.04.2015

Tech 21 Fly Rig RK5 Test

E-Gitarren Multieffektpedal

Richie Kotzen Fly Rig Signature

Das RK im Namen des Tech 21 Fly Rig RK5 in unserem heutigen bonedo-Test bedeutet nichts anderes als Richie Kotzen, und dieser Name dürfte nicht wenige unter uns aufhorchen lassen. Immerhin überzeugt der amerikanische Flitzefinger nicht nur als sensationeller Gitarrist und Songwriter, er hat zudem auch noch eine wirklich außerordentliche Rock- und Bluesröhre, die man in seiner Band "The Winery Dogs" mit Billy Sheehan und Ex-Dream Theater Trommler Mike Portnoy bestaunen kann.

Für seine Gitarre hat sich Richie vom amerikanischen Hersteller Tech 21 das Fly Rig RK5 Pedal auf den Leib schneidern lassen, und um genau dieses geht es im heutigen Test.

Details

Optik/Verarbeitung:

Moment mal, das sieht ja genau aus wie das "Fly Rig", nur in Rot! Stimmt genau! Letzteres durchlief schon vor einiger Zeit den bonedo-Test, und umso gespannter bin ich, wo genau die Unterschiede zwischen den beiden Pedalen liegen.

Die Bauform ist quasi identisch. Mit seinen 527 Gramm bei 292 x 64 x 32 mm ist das Pedal sehr handlich, bringt aber genug Gewicht mit, um nicht zu verrutschen. Dafür sorgen natürlich auch vier Gummifüße auf der ansonsten planen Unterseite. Lackiert ist das vollständig aus Metall bestehende Gerät in Rot, auf seiner Oberseite bietet es fünf Fußschalter und 14 beleuchtete Regler, die in drei Einheiten unterteilt sind. Es macht einen sehr robusten Eindruck und sollte dem rauen Musikeralltag problemlos trotzen. Ganz links befindet sich das mit DLA beschriftete Delay, das sich mit Level, Repeats, Drift (Modulation) und Time regeln lässt. Ein Tap- und ein On-Schalter dürfen natürlich auch nicht fehlen, mit ersterem wird die Delay-Zeit per Fuß eingegeben.

Rechts daneben sitzt die Sans AMP-Einheit, die nicht nur einen Röhrenverstärker emuliert, sondern beim RK5 zudem einen Hall an Bord hat, der aber nur in Verbindung mit dem Sans-Amp genutzt werden kann. Letzterer wird ganz klassisch mit Level, High, Mid, Bass und Drive bedient und natürlich mit einem eigenen Fußschalter aktiviert.

Der EQ besitzt folgendem Regelbereich:

LOW 12dB bei 120 Hz

MID 12dB bei 500 Hz

High 12dB bei 3,3 kHz

Der AMP-Bereich soll nicht nur zur persönlichen Anpassung an einen angeschlossenen Verstärker dienen, auch und besonders für den Anschluss an ein Pult, Wandler oder eine DI-Box ist diese Abteilung gedacht. Das RK 5 ist zudem in der Lage, zwischen einem Amp-Input und beispielsweise einem Mischpult-Eingang zu unterscheiden - je nachdem, was am Ausgang des Pedals hängt, aktiviert sich die Frequenzkorrektur, die eine abgenommene Gitarrenbox emuliert. Die braucht man bei einem angeschlossenen Verstärker natürlich nicht, daher schaltet sie sich dann auch selbstständig ab.

Zu guter Letzt kommen wir ganz rechts zum OMG-Teil des Pedals. An dieser Stelle sitzt beim Fly Rig die Plexi-Einheit, die in unserem Fall weichen musste. Das OMG basiert auf dem ebenfalls von Tech 21 für Richie Kotzen entwickelten OMG-Verzerrer, der übrigens auch einzeln erhältlich ist. Beim RK 5 besitzt die OMG-Abteilung einen On- und einen getrennt regelbaren Boostschalter. Die Einheit lässt sich mit Drive, Tone und Level einstellen, den Boost regelt ein separates Poti. Der Tone-Regler bewirkt eine Höhenbedämpfung, wobei er bei Rechtsanschlag keine Wirkung auf den Sound hat. Wird er nach links gedreht, wird der Klang insgesamt dumpfer, dabei sollen die Mitten weitestgehend unangetastet bleiben, so die englische Bedienungsanleitung. Da wir es hier mit einem reinen Verzerrer zu tun haben, fehlt ihm auch jegliche Frequenzkorrektur. Das heißt, ohne aktivierte AMP-Einheit sollte man ihn nicht an ein Pult oder eine Soundkarte anschließen, es sein denn, man steht auf harschen Elektrorasierer-Sound.

Die Bedienung des gesamten Pedals ist logisch aufgebaut und lässt sich grundsätzlich auch ohne Blick in die beiliegende Anleitung bewerkstelligen. Trotzdem erhält man dort Informationen, die sonst nicht ersichtlich sind. Beispielsweise über das Autoswitch-Netzteil, das sich selbstständig an die gelieferte Netzspannung anpasst, sollte dies einmal vonnöten sein. Ob 100 oder 240 Volt aus der Steckdose kommen, das mitgelieferte Netzteil liefert dem Pedal die benötigten 12 Volt DC.

Bevor es mit dem Praxisteil losgeht, werfen wir noch einen Blick auf die Stirnseite. Hier befinden sich die Klinkenein- und ausgänge und auch das Netzteil findet dort das passende Gegenstück.

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