Gitarre Hersteller_TC_Electronic
Test
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13.08.2013

Praxis

Für den folgenden Praxisteil kommen eine aktuelle Gibson Les Paul Special für die cleanen Sounds sowie eine Schecter Blackjack ATX C-1 für die härteren Töne zur Anwendung. Ich habe die Cleanbeispiele in Stereo über eine Fender Simulation aus Guitar Rig 5 laufen lassen, die Distortionbeispiele werden über den Marshall SL 5 eingespielt, der mit einem Sennheiser E 606 abgenommen wird.

Die inzwischen schon auf TCs Website erhältlichen zahlreichen Toneprints würden den Rahmen dieses Tests sprengen, genauso die Möglichkeit, eigene Toneprints zu editieren und ins Dreamscape einzuladen. Daher konzentriert sich der Test auf die Möglichkeiten der Signature-Effektsounds Petruccis.

Ich beginne mit dem ersten Choruseffekt. Der Amp ist völlig clean und alle Regler am Pedal stehen mittig. Der Sound, der mir bei den ersten Akkorden entgegenkommt, kann sich wirklich hören lassen und macht eine Menge Spaß!

Mit demselben Setting probiere ich den kleinen Dreifachschalter aus, beginnend mit der Bright Einstellung. Hin zum Dark Modus wird der Sound nicht, wie ich angenommen hatte, dunkler bzw. weniger höhenlastig, der Grad der Modulation geht eher zurück. Ein bisschen bleibt der Eindruck, dass ich diesen Schalter in der Praxis wohl eher weniger in Erwägung ziehen würde.

Es lohnt sich sehr, mit Depth- und FX-Regler großzügig umzugehen! Der Sound schwebt dann noch deutlich mehr und bekommt auch mehr Wärme.

Mit dem Speed-Regler muss man allerdings vorsichtiger sein. Im nächsten Beispiel habe ich den FX-Regler wieder etwas zurückgefahren und den Speed-Regler knapp über 12 Uhr stehen. Dreht man die Geschwindigkeit noch weiter auf, fängt der Sound schon sehr an zu flimmern.

Ich gehe im Menü weiter zum Flanger und stelle die Regler wieder mittig ein. Auch diesen Sound finde ich absolut überzeugend!

Beim Flanger lohnt es sich ebenfalls, mit etwas mehr Speed- und FX-Anteil zu spielen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Weiter geht's mit dem Vibrato-Effekt. Dieser Sound erinnert oft an ein Leslie und präsentiert sich ebenfalls in seinen unterschiedlichen Einstellungen absolut erstklassig!

Da das Pedal in den weiteren Modi eher für die härtere Gangart optimiert wurde, teste ich jetzt in Kombination mit dem Distortion-Channel des Marshall. Dabei finde ich es aufschlussreich, das Verhalten von Distortion und Effektgerät zusammen mit anderen Instrumenten darzustellen.

Im ersten Beispiel ist der Chorus wieder mittig eingestellt, im zweiten steht der Depth-Regler auf 15 Uhr, der Speed-Regler auf 13 Uhr. Den FX Level-Regler hatte ich bei beiden Beispielen auf 15 Uhr. Die zweite Chorusversion des Dreamscapes agiert von Grund auf etwas dezenter und verträgt sich sehr gut mit verzerrten Gitarrensounds.

Beim zweiten Flanger ist es soundtechnisch deutlich sinnvoller, das Signal einzuschleifen. Hier macht der Effekt immer eine gute Figur, egal, ob dezent eingestellt oder weit aufgedreht.

Ich beende den Test mit dem zweiten Vibrato-Modus und einem Solobeispiel, für das sich dieser Effekt anbietet. Stellt man diesen dezent ein, wirkt der Sound größer und bekommt mehr Mittenanteile. Bei einem stärkeren Effektanteil wie im zweiten Beispiel muss ich an den Sound des Rush Gitarristen Alex Lifeson denken, den Petrucci ja auch als eines seiner Vorbilder nennt.

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